Nach Wiederaufnahme der Sitzung ist zunächst zu beschließen, ob die in nichtöffentlicher Sitzung angesetzten Punkte in öffentlicher oder nichtöffentlicher Sitzung behandelt werden sollen.
Einstimmig beschließt der Stadtrat, diese Punkte in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln.
Herr Bürgermeister stellt nach dieser Abstimmung die Öffentlichkeit wieder her. Da keine Personen im Zuhörerraum erscheinen, folgt die nichtöffentliche Sitzung.
Punkt 1
Personalangelegenheit.
Bereits in öffentlicher Sitzung wurde dem Rat mitgeteilt, daß der Stadtbaumeister Haßfeiler ab 1. Juni 1956 in den Ruhestand tritt. Das amtsärztliche Zeugnis ließ keine Unklarheit darüber, daß Herr Haßfeiler seinen Dienst nicht mehr antreten kann.
Herr Bürgermeister gibt den Befund des amtsärztlichen Gutachtens bekannt und bittet die Anwesenden ausdrücklich, die Sache vertraulich zu betrachten.
In 3 großen Zeitungen, im Handelsblatt, Frankfurter Allgemeinen und im Rhein. Merkur wurde die Stadtbaumeisterstelle ausgeschrieben und zwar um einen großen Wirkungskreis zu erzielen.
Herr Bürgermeister gibt den Text des Inserates bekannt. Die Stellenausschreibung war bis zum 10. Hai d.J. befristet. Da bis zum 8. Hai noch keine Bewerbungen eingegangen waren, kam die Verwaltung auf Herrn Bauingenieur Galke zurück, der als Hilfsangestellter in der Zeit vom 16.9.1950 bis 1.3.1952 auf dem Stadtbauamt beschäftigt war.
Hit seinen damaligen Leistungen war die Stadtverwaltung voll zufrieden. Galke, der s.Zt. keine Aufstiegsmöglichkeit hatte, verließ die Stadtverwaltung,um eine besser bezahlte Stelle anzutreten,
Hit Herrn Galke wurde Rücksprache genommen und war er nicht abgeneigt, die Stelle anzunehmen.
Am 8.5* wurde die Angelegenheit dem Gemeindetorstand und dem stellv. Fraktionsvorsitzenden der SPD vorgetragen. Sie waren mit der Einstellung des Galke als Stadtbaumeister einverstanden.
Herr Galke hatte sich mit Schreiben vom 6.5.1956 grundsätzlich bereit erklärt, die Stelle des Stadtbaumeisters anzunehmen, nur müsse er seiner derzeitigen Dienststelle noch kündigen.
Hit Schreiben vom 9.5.1956 teilte die Stadtverwaltung Galke mit, daß der Gemeindevorstand mit seiner Einstellung einverstanden sei. Herr Bürgermeister gibt die Besoldung mit Nebenkosten bekannt, einmal als Angestellter, zum anderen als Beamter. Galke soll als Angestellter eingestellt werden. Vergütung im 1. Jahr TOA 5b. Ab 2. Jahr TOA Va.
Der Stadtrat ist grundsätzlich mit der Einstellung einverstanden.
Weiter hatte sich noch mit Schreiben vom 9.5. ein Ingenieur beworben, der aber keine.ausführlichen Bewerbungsunterlagen beifügte und ist anzunehmen, daß dieser Herr noch sehr jung ist und für die Stelle des Stadtbaumeisters noch nicht die genügende Erfahrung besitzt.
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;i. 8j .956
23.1t
1956

