Akte 
Sitzung 20. Januar 1950
Entstehung
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Preis.Für die Strassenbaükosten ist jedoch ein höherer Preis zu.' er rechnen. <

Der Preis für den Bauplatz am Wasserbehälter auf der oberen Alberthöhe ist noch festzuüQgen . Der Bürgermeister, die Beigeord= neten und ein Vertreter der D.P. werden ermächtigt, mit den Bau = lustigen bezüglich Strassenbaükosten usw. zu verhandeln. Für die abzuschliessenden Verträge sollen die alten Verträge als Grund = läge dienen. Der Beschluss vom 14.11.1947, wonach eine zweite Wohnung] zu schaffen ist, bleibt vollauf bestehen. Die Stadt erklärt sich i

jedoch bereit finanzielle Vergünstigungen und zwar durch teilweise j Übernahme von Zinsen für weiter aufzunehmende Darlehn zu gewähren, ' ]

um so die Schaffung einer zweiten Wohnung den Baulustigen zu er = j leichtem. Jm übrigen wird die Bedingung gestellt, der Bau muss jj

innerhalb eines Jahres nach Zuweisung des Bauplatzes erstellt sein. 1

Punkt 4

-Bebauungsplan der Stadt

Wie der Stadtbaumeister berichtet, liegt der Landesre = gier.ung- Minister für den Wiederaufbau- in Koblenz ein Fläpchen = --

nutzungsplan4 Wirtschaftsplan ) zur Genehmigung vor. Ein neuer Be= j bauungsplan kann erst nach Genehmigung des Wirtschaftsplanes aufge= J stellt werden. j

Anschliessend gibt der Bürgermeister bekannt, welche L Möglichkeiten vorhanden sind, Baugelände zu erschliessen. l'.f

Baugelände zwischen Eschelbacher.strasse und Elgendorferstraße/ j Leider befindet sich in diesem Gelände ein grösserer Besitz der Fi= j nanzverwaltung, der bisher für den Wohnungsbau nicht freigegeben ; wurde. Die Verhandlungen werden jedoch fortgeführt. ü

Jm Tiergartengelände liegen etwa 3o Bauplätze, die sich im j privaten Besitz befinden. An diese Besitzer ergeht die dringende Em=j pfehlung, ihr Bauland nicht als Spekulationsobjekte anzusehen, son= 1 dem der Not der Zeit gehorchend,ihre Grundstücke für vernünftige j Preise den Baulustigen zur Verfügung zu stellen. Denjenigen B^sitzer^ ! die durch übertriebene hohe Forderungen mit ihren Grundstücken nur spekulieren, kann ein Riegel vorgeschoben werden.Solchen Leuten ist ! mit einer kurzfristigen Enteignung schnellstens geholfen. j

Das Baugelände au^ der Alberthöhe zu erschliessen, erfordert z.Zt. für Strassenbau und Kanalisation zu hohe Kosten./ !i

Der^yAntrag von Stadtrat Frank im neuen Bebauungsplan auch ! dreistöckige Hauser vorzusehen , fand die Zustimmung des Bürgermeis­ters und der Versammlung. Herr Frank bittet gleichzeitig die Kreis = polizeiverordnugg vom 1.12.1932 zu überprüfen. , -

Wie auch in der letzten Sitzung, so ergeht erneut wieder di j: ^ Anfrage bezüglich der Bauplätze des Bauvereins.

Einstimmig wird beschlossen den Herrn Landrat zu bitten, um= gehend eine Mitglieder'&ersaQimlung des Bauvereins einzuberufeh um wegen der Bauplätze eine Entscheidung herbeiführen zu lassen.

Punjkt 5

R.A.D. Gebäude und altes Schulgebäude Koblenzerstrasse.

Bürgermeister Kraulich berichtet über die seit längerer Zeit } geführten Verhandlungen auf Freigabe des R.A.D.Gebäudes. Verschiede^ ; nen Zwecken sollte das Gebäude zugeführt werden. So war vor etwa ei^ ! nem Ja^r geplant eine Bäckerfachschule in dem Gebäude unterzubringeü j Nachdem die Flüchtlingsfrage bnennend wurde, sollte das Gebäude ' ! vorübergehend den Flüchtlingen als Wohnung dienen. Wenn man heute I ! von verschiedenen Stellen dieses auch nicht wissen will, so war die Möglichkeit gegeben, vielen Familien in dem Gebäude eine bessere Un­terkunftsmöglichkeit zu bieten, als sie es in anderen Gebäuden der Stadt finden konnten. Man muss immer bedenken, ein grosser Teil der Stadt ist alt und,bietet kaum Unterbringungsmöglichkeit für Flücht^[ lingsfam&lien. Von den .NeuWonnungen ist ein grosser Teil von der Be^ Satzung belegt. Das Bemühen auf Freigabe des R.A.D.Gebäudes für die

vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen war daher voll and gar;