399
wecken und zu erhalten, damit ein besseres Arbeiten zum Wohle aller erfolge. Herr Stadtv. Müller trägt vor, nicht so scharf zu sein, wenn der eine oder andere Bürger einmal einen Wagen oder sonstiges auf der Straße stehen hat. Herr Stadtv. Rademacher verlangt eine Kommission, welche seine Ausführungen, die er in der Wohnungssache Säuberlich gemacht hat, aufklärt und als richtig nachweist, oder feststellt, daß er von Frl. Säuberlich unrichtig unterrichtet wurde; weil der Herr Bürgermeister auf seine Ausführungen erklärt hatte, die Ausführungen seien unrichtig. Hierauf folgte eine Debatte zwischen Herrn Stadtv. Rademacher und Herrn Bürgermeister Mönig, daß der Herr Bürgermeister Frl. Arnst bei Gaus Wohnung angeboten habe, die in keinem bewohnbaren Zustand sei. Weiter erläutert Herr Stadtv. Rademacher seine Ausführung ein Tausch von Wohnungen sei nicht Sache des Wohnungsamtes sondern lediglich nur Privatpersonen könnten vermitteln wenn, wie im vorliegenden Falle, Herrn Pfarrer Weiand eine angenehme Wohnung vermittelt werden sollte. Vor der Behörde sollten alle Menschen gleich sein und gleich behandelt werden, was dem einen recht sei, sei dem andern billig. Herr Bürgermeister antwortete in längeren Ausführungen, daß er bestrebt sei, nach bestem Gewissen die Geschäfte der Stadt zu führen. Wer Klagen habe, sollte zu ihm kommen und ihm dieselben vortragen; er sei bestrebt, in Zukunft noch mehr als seither sein Möglichstes zu tun, um Ordnung und schnelleres Arbeiten auf dem Rathause zu erzielen und mit der Bevölkerung in Ruhe und Frieden auszukommen Bezüglich der Polizei erklärt Herr Bürgermeister sei er durch gesetzliche Bestimmungen gebunden, jedoch wolle er selbst keine übermäßig scharfe Handhabung der Polizeistunde und der Sonntagsruhe, dass spezielle letztere der Fall ist, bestätigt Herr Stadtv. Hisgen.
Abstimmung über den Antrag des Herrn Stadtv. Rademacher: eine Kommission zur Aufklärung der Sache Säuberlich wird abgelehnt, 3 sind dafür, 9 dagegen, einige Stimmen Enthaltung.
1a) Antrag der Herrn Stadtv. Rademacher: der Magistrat soll die Kündigung gegen die Witwe Säuberlich zurücknehmen,
wird abgelehnt, 4 Stimmen sind dafür 8 dagegen.
Abstimmung über den Antrag des Herrn Stadtv. Rademacher: eine Kommission zur Aufklärung der Sache Säuberlich wird abgelehnt, 3 sind dafür, 9 dagegen, einige Stimmen Enthaltung.
1a) Antrag der Herrn Stadtv. Rademacher: der Magistrat soll die Kündigung gegen die Witwe Säuberlich zurücknehmen,
wird abgelehnt, 4 Stimmen sind dafür 8 dagegen.

