Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1919-1928
Entstehung
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f) Die Herren Stadtverordneten Weyer, Stern und Eberz
erheben Beschwerde über die kürzlich erlassene
Polizeiverordnung, betr. Anbringung von Preisschildern an den
in Schaufenstern ausgestellten Waren. Diese Anordnung
treffe die Kaufleute besonders vor Weihnachten hart. Herr
Beigeordneter Gaul teilt mit, daß die Verbraucher dies
wünschen. Letztere seien in diesem Fall gegenüber den
Kaufleuten in der Mehrzahl und müsse ihrem Verlangen
Rechnung getragen werden. Zudem sei die Polizeiverwaltung
nach einer Verfügung des Herrn Landrats (Preis-
prüfungsstelle) zur Kontrolle der Preise verpflichtet. Dies
sei nur möglich, wenn entweder in den Geschäften polizeiliche
Revisionen stattfänden, oder der Preis der Waren in
den Schaufenstern durch Preisschilder angegeben sei. Letzteres
sei für die Geschäftsleute sicher angenehmer. Er weist
ferner darauf hin, daß auch die Anordnung der Besatzungs-
behörde, wonach die Waren ausgezeichnet sein müssen,
noch in Kraft geblieben ist

g) Herr Stadtverordnnter Lenz beantragt, die Lampe in der
Sauertalstraße (bei der Stadtmühle) wieder brennen zu
lassen weil sonst der Fußweg zwischen Sauertal- und
Alleestraße des Abends nicht passierbar ist. Dem Antrag
wird stattgegeben.

h) Die von der Stadt ausgegebene Milch müßte in letzter Zeit
infolge Erhöhung der Selbstkosten von 2.50 Mark auf
3.- Mark das Liter erhöht werden. Herr Stadtverordneten-
Vorsteher schlägt vor, den früheren Preis von 2,50 Mark
beizubehalten. Den hohen Preis von 3,- Mark könnten
die Verbraucher, insbesondere die bedürftigen Einwohner
sehr schwer aufbringen. Zudem bestünde Gefahr, daß
die übrigen Milchlieferanten der Stadt geneigt waren,
auch einen höheren Preis als den gesetzlich zulässigen
zu nehmen. Das Reich würde Milliarden zur Verbilligung
der Lebensmittel aufwenden. Genau so müsse