Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1919-1928
Entstehung
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steuerung der Gemeinden weggefallen sind. Die
Gemeinden sind in Zukunft auf die Überweisun-
gen aus der Reichskasse angewiesen. Das Holzgeld
ist in der Hauptsache erst am 1. September 1920
fällig. Bis jetzt hat die Stadtkasse die Ausgaben
aus dem Überschuß von 1919 und aus sonstigen
Überweisungen gedeckt. Die Mittel sind aber
in den nächsten Tagen aufgebraucht, dagegen ste-
hen bedeutende Ausgaben zu erwarten. Die Löhne
der städt. Arbeiter, die Gehälter der städt. Beamten und
Angestellten, bedeutende Zuschüsse für das Gymnasium
zur Gehaltszahlung und Ausgaben für das Elektr.
Werk zwingen die Stadtkasse, Mittel flüssig zu
machen. Es ist deshalb die Aufnahme eines
Kontokorrentkredits bis zu 300.000,- Mark erforderlich.
Die aufzunehmende Schuld wird nach Eingang
der etatsmäßigen Gelder zurückgezahlt; es handelt
sich somit nur um einen laufenden vorüber-
gehenden Kredit. Die Stadtkasse hat bei jeder
der drei hiesigen Banken ein Konto. Nach persön-
licher Rückspräche bei diesen drei Banken bie-
ten diese den Kredit an, und verlangen an
Zinsen:
Die Kreissparkasse 5%,
die Landesbank 5%
und die Volksbank 4,75 %.
Der Magistrat
hat sich zu der Volksbank entschieden. Die Stadt-
verordneten-Versammlung erklärt sich eben-
falls hiermit einverstanden.

V. Wahl eines Vertreters der Stadt in
die Ortsgruppe des Bühnenvolksbundes

Nach Vorschlag des Magistrats wird die Stadt-
verordnete Frau Apotheker Wilhelmine Windeck
einstimmig gewählt. Frau Windeck nimmt
die Wahl an.