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Wochenblatt VG Montabaur

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Bei den Schäfern liegen die Nerven blank

Blauzungenkrankheit wütet weiter - Neue Verfahrensweise bei der Schadensregulierung Die Blauzungenkrankheit hat sich inzwischen nahezu über ganz Deutschland ausgebreitet und hält auch im Westerwaldkreis nach wie vor Tier­halter und Veterinärverwaltung in Atem. Mittler­weile sind in 50 Betrieben insgesamt 135 Todes­fälle verzeichnet, davon 111 Schafe, 21 Rinder und drei Ziegen. Auch bei Rehwild wurden ver­einzelt Verdachtsfälle beobachtet, konnten aber noch nicht bestätigt werden. Die Gesamtzahl erkrankter Hauswiederkäuer wird von der Kreis­verwaltung auf cirka 1.500 geschätzt, wobei überwiegend Schafe betroffen sind. „Bei vielen Schäfern liegen inzwischen verständlicherweise die Nerven blank" weiß Veterinärdezernent Dr. Helmut Stadtfeld zu berichten. Derzeit sei gegen den Erreger praktisch noch kein Kraut gewach­sen, wenngleich man die Symptome der Krank­heit behandeln kann und viele Tiere überleben. Ein Impfstoff gegen den derzeit grassierenden Virustyp stünde noch nicht zur Verfügung, es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet.

Ein Bild, das Hoffnung macht. Diese Schafe haben die Blauzungenkrankheit überlebt und sind auf dem Weg der Besserung

Da die Virusseuche von Stechmücken übertragen wird, besteht nach Einschätzung der Kreisver­waltung die berechtigte Hoffnung auf ein baldi­ges Abebben der Ausbreitung. Die Verwaltung teilt weiter mit, dass hinsichtlich der Schadens­regulierung ab sofort eine neue Verfahrensweise gilt. Das Land Rheinland-Pfalz sieht nunmehr grundsätzlich die Voraussetzungen dafür gege­ben, dass für Tierverluste eine Entschädigung von 100 Prozent des gemeinen Wertes gezahlt wird. Dies betrifft verendete Tiere sowie solche, die zu verenden drohen und in Absprache mit dem Veterinäramt getötet werden. Bislang galt auf­grund eines Beschlusses der Tierseuchenkasse eine freiwillige Beihilferegelung von 80 Prozent. Voraussetzung für die Entschädigung ist die unverzügliche Anzeige des Seuchenausbruchs im Bestand, der Erregernachweis, die Meldung von Todesfällen sowie „grünes Licht" des Vete­rinäramtes für die Tötung von schwer erkrankten Tieren. Die Amtstierärzte Dr. Ralf Conrath und Wolfram Blecha haben inzwischen damit begon­nen, in den Betrieben Wertermittlungen der Tie­re vorzunehmen, um die Grundlage für die Bei­hilfe- oder Entschädigungsanträge zu schaffen. Die Verwaltung bittet aber um Verständnis dafür, dass dies aufgrund der Vielzahl der Fälle nicht von heute auf morgen geht und zunächst in den Betrieben erfolgt, wo das Krankheitsgeschehen offensichtlich schon zum Abschluss gekommen ist. Unter der Rufnummer 02602 124 586 erteilt die Kreisverwaltung nähere Auskünfte und nimmt die Seuchenanzeigen entgegen.

LAG-Gebiet „Westerwald" wieder als Fördergebiet anerkannt

EU-Fördermittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro stehen für Projekte bereit Unter der Überschrift „ Leben im Westerwald - natürlich mit Zukunft" hatte sich die Lokale Akti- onsgruppe Westerwald (LAG) für die Förderperiode 2007 bis 2013 im Rahmen des Wettbewerbs zur EU-Gemeinschaftsinitiative für die Entwicklung des ländlichen Raumes beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau beworben. Im Rahmen der Grünen Woche des Landes Rhein­land-Pfalz wurden während der Abschlussveran­staltung des Forums Ländlicher Raum die aner­kannten Lokalen Aktionsgruppen bekannt gegeben. In Vertretung von Landrat Peter Paul Weinert als Vorsitzender der LAG Westerwald nahm Petra Schä­fer vom Landfrauenverband Westerwald und der Geschäftsführer der LAG, Arno Schürg, mit einer kleinen Abordnung an der Veranstaltung teil. Freu­de kam in der Gruppe auf, als feststand, dass die unabhängige Bewertungskommission auch die LAG Westerwald als Fördergebiet anerkannt hat. Das LAG-Gebiet umfasst alle Ortschaften aus sieben Ver­bandsgemeinden im Westerwaldkreis und in der Verbandsgemeinde Gebhardshain. Die betroffene Fläche beträgt 801 Quadratkilometer und die Ein­wohnerzahl belauft sich auf 148.887. Der LAG ste­hen 2,3 Millionen Euro an potenziellen Fördermit­teln für Projekte in den unterschiedlichsten Hand- lungsfeldem zur Verfügung. Nachhaltige Projekte zur Förderung wirtschaftender land- und forstwirt­schaftlicher Betriebe, der Teich- und Wasserwirt­schaft sowie der Biotoppflege und des Arten­schutzes werden sich im Entwicklungskonzept der LAG wieder finden. Nachhaltige Dorfentwicklung, Ausbau und funktionale Verbesserung von Naher­holungseinrichtungen sowie die Inwertsetzung der Potenziale im Geo-, Natur-, Kultur- und Wander­tourismus sind nur einige von vielen Themenfel- dem, zu denen Anträge der Kommunen gestellt werden können. Die Geschäftsführung der Lokale Aktionsgruppe Westerwald bietet den Verbands­gemeinden an, auf Veranstaltungen, z.B. mit den Ortsbürgermeistem über mögliche Projekte zu informieren und zu beraten.

Luftballons nehmen Botschaften mit

Schulpräventionswoche zum Thema Aids und sexuell übertragbare Erkrankungen am Gymna­sium Höhr-Grenzhausen Steigende Neuinfektionszahlen bei den Krankheits- bildem Aids und Syphilis zeigen, dass der Auf­klärungsbedarf gerade bei Jugendlichen nach wie vor sehr hoch ist Für den Westerwaldkreis ist dies ein Anlass, sich an der landesweiten Präventions­woche aktiv zu beteiligen. Das Kreisgesundheitsamt wird in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Höhr-Grenzhausen in der Woche vom 24. bis 28. September verschiedene Arbeitsgruppen anbieten, in denen Schüler den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Krankheitsbildem erlernen sol­len. An diesen Arbeitsgruppen werden neben qua­lifizierten Referenten auch Betroffene teilnehmen. Die Schüler werden ihre Präventionsbotschaften selbst erarbeiten und bet einem Elternabend sowie vor anderen Schülern präsentieren. Als Abschluss ist am Freitag, 28. September, 12:00 Uhr, eine Ballon- Aktion geplant: Die Botschaften werden symbolisch mit Heliumluftballons in „alle Welt" gesandt.

Kinderoper in der Stadthalle Westerburq.

Die „Kleine Oper Bad Homburg" führt den „Freischütz" auf - Eintritt 3 Euro Die „Kleine Oper Bad Homburg" spielt am Ck nerstag, 27. September, 10 Uhr, in der Stadtha le Westerburg „Der Freischütz - in der Hölleistdi ’ Teufel los" das klassische Familienmusical nachd berühmten Oper von Carl Maria von Webet. | Rahmen der rheinland-pfälzischen Woche derU derrechte. Mit der rheinland-pfälzischen Wod der Kinderrechte ab dem Weltkindertag 2007vi das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugen und Kultur im Rahmen des Aktionsprogramm „Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz - Politik! Kinder mit Kindern“ jedes Jahr zu einem and« Kinderrecht die Kommunen bei ihren Bemüh« gen zur Sensibilisierung für Kinderrechte un deren Umsetzung unterstützen.

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Ein farbenprächtiges Bühnenbild und eine kin gerechte Aufführung zeichnen den „Freischiii der Kleinen Oper Bad Homburg aus.

Das Recht des Kindes auf Beteiligung am kult len und künstlerischen Leben steht 2007 im I telpunkt. Das Kreisjugendamt in Montabaur i die Verbandsgemeinde Westerburg konnten h zu die Kleine Oper Bad Homburg mit t „Freischütz" gewinnen. Schulklassen, Grup von Vorschulkindern, Familien und alle weite Interessierten sind zu dieser einmaligen Vera staltung herzlich eingeladen. Die Kleine Oper ü Homburg ist ein kleines, aber sehr professior les Ensemble, dessen Ziel und Aufgabe es ist, I dem klassische Musik - insbesondere Opemn sik - nahe zu bringen. Die ausgebildeten Ope Sänger, Schauspieler, Pianisten und Techniker s wickeln für die Opern eine zeitgemäße und kir gerechte Aufführungsform, die alle kleinen u grollen Zuhörer zum Mitmachen und Mitsing animiert. Die mitreißende Begeisterung fühitf unweigerlich dazu, dass die Neugier auf »rr“ davon" wächst. In Vor- und Nachbereitung di die Gruppenleiter, Lehrer und Eltern liegt' Chance, ein nachhaltiges Interesse für die Ope musik zu entwickeln. Mit viel Spaß, Witz i Unterhaltung wird das junge Publikum hier an i Welt der Klassik herangeführt. In einem modert Rahmen dominieren die klassischen Freisen« Szenen mit der Musik von Carl Maria von We” Dazu Rock und Pop und fetzige Tänze, Ein nenfeuerwerk mit fantasievollen Kostümen einem aufblasbaren Monster von vier M Höhe. Pädagogisches Material für Lehre Gruppenleiter zur Vorbereitung auf d' e Vo 5\ ist vorhanden. Voranmeldungen für & P unter Tel. 02663/291340 (VG Westerburg/. kann auch das begleitende pädagogische aI Annefnrriert werden. Eintritt: 3 EufÜ-