Wochenblatt VG Montabaur
Nr 35/a
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Umweltsünder belasten alle Gebührenzahler 55.000 Euro kostete 2006 die Entsorgung illegalen Abfalls
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Ganze Wohnzimmereinrichtungen, Renovierungsabfälle, Bauschutt oder Kanister mit Altöl an Straßenrändern, an Waldwegen und Parkplätzen - wilde Müllkippen sind nicht nur eine Beleidigung fürs Auge, sondern auch eine Gefahr für die Umwelt. Ihre Beseitigung kostet viel Geld. Allein im vergangenen Jahr hat die Entsorgung illegalen Abfalls den Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbe- trieb (WAB) rund 55.000 Euro gekostet. Vor zwei Jahren noch ging das zu Lasten des Kreishaushaltes, was aber nicht mehr finanzierbar war. Seit der Änderung des Abfallwirtschafts- und Altlastengesetzes vor zwei Jahren können diese Kosten in die Gebührenkalkulation des WAB einfließen. In diesem Jahr liegen die Kosten für die Entsorgung bereits bei 40.409 Euro - Geld, das letztendlich alle Bürger mitbezahlen. Denn die Kosten werden in die Müllgebühren eingerechnet und belasten damit jeden Haushalt im Kreis. "Das Problem hat im Westerwaldkreis nicht dramatisch zugenommen, es ist eher konstant geblieben", meint WAB- Werkleiter Volker Best. Anders würde es laut Best aussehen, wenn die Müllgebühren wie in anderen Kreisen gewichtsabhängig erhoben würden. Dann wäre so mancher Zeitgenosse herausgefordert, seinen Müll zu reduzieren indem er einen Teil zum Beispiel verbrennt oder in der freien Natur entsorgt, nur um Gebühren zu sparen. Und was manche Leute anstellen, um ihren Sperrmüll los zu werden, erscheint schon merkwürdig. „Warum schleppt jemand seine alte Couch in den Wald, wenn er sie bei uns ohne zusätzliche Gebühren entsorgen kann?" Und wenn es sich um gefährliche Stoffe handelt, die irgendwo in der Landschaft abgestellt werden, macht das den Werkleiter sprachlos. Vor allem wenn es sich, wie kürzlich geschehen, um einige Liter reines Quecksilber handelt, das achtlos abgestellt wurde. Nicht auszudenken, wenn Kinder mit der hochgiftigen, Silber glänzenden und lustig perlenden Flüssigkeit gespielt hätten. Über die Gebühren, die im Landesvergleich sehr moderat sind, erklären sich die wilden Müllablagerungen jedenfalls nicht. Und auch an der mangelnden Aufklärung kann es nicht
liegen. Denn die Internetseite des WAB informiert ausführlich über die verschiedenen Müllarten, deren Entsorgung und eventuell anfallende Gebühren. Die kompetente WAB-Abfallberatung (Tel. 02602/680655) hilft gerne weiter, wenn man nicht mehr mit seinem Abfall weiter weiß. Übrigens: Das Risiko, beim illegalen Entsorgen seines Mülls erwischt zu werden, ist gar nicht mal gering. Den Mitarbeitern des Kreisumweltamtes werden die wilden Müllablagerungen gemeldet. Sie kümmern sich um die Beseitigung der hässlichen Hinterlassenschaften. Vorher wird aber noch genauer hin geschaut, ob sich ein Hinweis auf den Verursacher findet. Manchmal reicht oft schon ein Blick in umher liegende Plastiktüten, um einen Adressauf- kleber oder einen alten Briefumschlag zu entdecken. Im vergangenen Jahr musste sich die Kreisverwaltung 304 Fälle von illegalen Müllablagerungen und 144 Autowracks kümmern. In diesem Jahr wurden bereits 250 wilde Müllkippen und 70 Rostlauben aufgespürt. Immerhin hat das Umweltamt im vergangenen Jahr 60 Ordnungswidrigkeits- und 13 Strafverfahren eingeleitet und den aufgespürten Verursachern etwa 12. 000 Euro Bußgeld auferlegt. In diesem Jahr wurden Strafen in Höhe von 8000 Euro verhängt sowie 40 Ordnungswidrigkeits- und zehn Strafverfahren eingeleitet. Ansprechpartner beim Kreisumweltamt sind Sascha Reusch und Joachim Rockenfeller, Telefon 02602/124 372.
Vierstellige Nummernschild^ für den Westerwaldkreis
Vierstellige KFZ-Kennzeichen sind noch selten im Westerwaldkreis. Doch deren Zahl wird steigen. Denn die Zu* sungsbehörde des Westerwaldkreises gibt seit' auch Kennzeichen mit vier Ziffern aus. Rund 3,5 Millionen neue Kennzeichenkoi tionen stehen jetzt zusätzlich zur Verfügui her waren die Kennzeichenbereiche stärker
mentiert. ]
Seit Änderung des Zulassungsverfahrens 1
einen Erlass der Fahrzeugzulassungsverorl (FZV) ist die Freischaltung beim Kraftfahl desamt einfacher geworden.
Einer Erweiterung des Kennzeichenbestani stand in der Vergangenheit auch die notweij, ge Archivierung entgegen, die sich durch die Ei führung der optoelektronischen Archiviei ebenfalls vereinfacht hat.
Daher, und weil durch die FZV auch die bekai ten Behördenkennzeichen wegfallen, wurrfei Erweiterung des Kennzeichenbereiches aufvii stellige Ziffern auch im Sinne möglicherWum kennzeichen für den Bürger ermöglicht. Über 200 Westerwälder Fahrzeuge sind ben mit vierstelliger Zahlenkombination auf ihre Kennzeichen unterwegs. j
Weiterhin nicht ausgegeben werden die Buc stabenkombinationen NS, SS, HJ, SA und KZ. Fragen zur KFZ-Zulassung werden im unter www.westerwaldkreis.de oder 124597 beantwortet.
Hier gibt es auch die Informationen und Am demöglichkeiten für das individuelle kennzeichen.
KERAMIKMUSEUM WESTERWALD AUSSTELLUNGEN 2007
SEPTEMBER - DEZEMBER
Bis 2.September:
KERAMIKSYMPOSIUM CEMUNDEN
PRÄSENTATION DER ERGEBNISSE
DES SYMPOSIUMS IM KERAMIKMUSEUM WESTERWALD
AUSSTELLUNGSORTE:
GEMUNDEN / KUNSTWERKSTATT / A GALERIE IM FREIHOF SULT / A KERAMIKMUSEUM WESTERWALD / D MUSEO NACIONAL / VALENCIA / E KULTURZENTRUM KAPFENBERG / A .u
14. September bis
voraussichtlich Ende 2007
JUGENDSTILKERAMIK
WESTERWÄLDER PROVINIENZ SAMMLUNG HELGA UND SIGURD SCHIMPF Eröffnung:
Freitag, 14. September, 18:00 Uhr anlässlich der Einweihung des neuen Anbaus

