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Nr. 45/2000

Wochenblatt VG Montabaur^

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Umwelt-Info

Sauberkeit im Garten - eine besondere Tugend?

Für den Herbst steht bei den meisten Gartenbesitzern wieder ein Großreinemachen im Garten an. Abgesehen davon, dass viele Insek­ten und Kleinsäuger ein bißchen Unordnung und Laub im Garten für ihre Überwinterung benötigen, entsteht dabei oft noch ein anderes Problem. Wohin mit den ganzen Schnitt- und Laubabfällen?

Auch das Angebot zur Beseitigung von Grünmüll unserer Abfal- ^lentsorgung scheint vielen Bürgern noch nicht zu reichen. Sie ent- :orgen ihre grünen Abfälle am liebsten in der Landschaft.

Jobald irgendwo ein lieblicher Bach in einem Tal rauscht, ein schö­ner Wald offensichtlich regelrecht dazu einzuladen scheint, oder man irgendwo eine kleine abgeschiedene grüne Insel findet - alle diese Orte erscheinen vielen Mitbürgern ein geeigneter Platz zu sein, um unliebsame Abfälle loswerden zu können.

Viele sehen einen einmal Vorgefundenen Abfallhaufen auch sofort als Freibrief an, um ihre eigenen Abfälle noch rasch dazu zu werfen. So sauber man es gerne im eigenen Garten hat, die Landschaft darf dann den im eigenen Garten akribisch entfernten Grünmüll aufneh- fnen. Solch eine Denkweise ist eigentlich nicht nachvollziehbar - und sie ist vom Gesetzgeber auch nicht erlaubt. Somit handelt man geset­zeswidrig, wenn man sich seiner Abfälle derart entledigt. Darauf soll an dieser Stelle nochmals ganz deutlich hingewiesen werden.

Bitte denken Sie daran: Auch in unserer Umgebung soll es so schön bleiben wie es ist - Abfälle gehören nicht in die Landschaft!

I'ian Sb

Energietipp

Alleiniger Brenneraustausch lohnt sich selten

Das wichtigste Bauteil jeder Zentralheizung ist der Heizkessel, der zur Wärmeerzeugung mit einem Brenner versehen ist. Bei einer Reparatur oder einer Erneuerung ist es meist möglich, diesen Brenner auszutauschen, ohne dass am Kessel etwas verändert werden muss.

Sind jedoch Kessel und Brenner deutlich älter als 10 Jahre, lohnt sich ein alleiniger Brenneraus­tausch nicht.

Der alte Kessel hat meist eine schlechte Wärmedämmung, so dass die Abstrahlverluste hoch sind. Außerdem ist die Restlebensdauer des Kes­sels deutlich geringer als die eines neuen Brenners. Ein Komplettaus­tausch von Kessel und Brenner ist deshalb häufig die bessere Lösung, da beide dann optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Energieverluste liegen anschließend niedriger als bei einem reinen Brenneraustausch.

Weitere Fragen zum Energiesparen beantworten Ihnen die Energiefach­leute der Verbraucherzentrale kostenlos und anbieterunabhängig in einem Gespräch nach telefonischer Voranmeldung.

Unser Energieberater hat am Donnerstag, 23.11.2000, 14.12.2000 und 28.12.2000 von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sprechstunde in Montabaur in der Verbandsgemeindeverwaltung, Zimmer 301, Voranmeldung unter 02602/126-199 oder-0.

Partnerschaften-Aktuell

10 Jahre Partnerschaft Montabaur - Sebnitz

Fisch- her % kblauer

Begleitend zur deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 verbanden sich die Städte Montabaur und Sebnitz in der Sächsischen Schweiz zu einer Städtepartnerschaft im zusammenwachsenden Deutschland.

Eine Abordnung des Stadtrates der Stadt Montabaur besuchte zum 10- jährigen Jubiläum dieser Partnerschaft im Oktober die große Kreisstadt Sebnitz im Landkreis Sächsische Schweiz und wurde von Herrn Ober­bürgermeister Mike Ruckh sowie den Mitgliedern des Stadtrates der Stadt Sebnitz herzlichst empfangen.

läge der Sächsischen Schweiz zu Böhmen/Tschechische Republik wich­tige Grundlagen für ein regionales Zentrum für Gewerbe, Wohnen und Fremdenverkehr gelegt hat.

Die Gäste aus Montabaur erlebten bei schönem Herbstwetter die land­schaftlichen Reize der Sächsischen Schweiz um den Stadtteil Hinter­hermsdorf und im Kirnitschtal. Hinterhermsdorf wurde im Landes- und BundeswettbewerbUnser Dorf soll schöner werden alsschönstes Dorf Sachsens ausgezeichnet. Oberhalb von Hinterhermsdorf wird ein Aus­sichtsturm errichtet, der eine Fernsicht über das Erzgebirge, die Sächsi­sche Schweiz und Böhmen eröffnen wird.

Die Gäste äus Montabaur konnten sich davon überzeugen, dass die Stadt Sebnitz in den vergangenen Jahren eine beachtliche Entwicklung genom­men hat und trotz eines Rückganges der Einwohnerzahl auf ca. ,11.000 Einwohner mit dem Ausbau von Gewerbe und Infrastruktur in der Grenz­

Das neue Freizeitzentrum, viele Erneuerungsmaßnahmen im Stadtbild der Altstadt sowie der neu gestaltete Marktplatz boten für die Besucher aus dem Westerwald das Bild einer aufstrebenden Stadt als Mittelzen­trum im Landkreis Sächsische Schweiz.

Bei dem gemeinsamen Abendessen, nach dem Besuch eines Konzertes in der ev. Kirche im Rahmen des sächsischen Musikfestivals, überreich­te Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken Herrn Oberbürgermeister Mike Ruckh eine aus Westerwälder Ton gefertigte Jubiläums-Keramikvase als Symbol für die bisherige erfolgreiche Partnerschaft.

Nachdem in den ersten Jahren der Partnerschaft die beratende Aufbau­hilfe für die Stadt Sebnitz ein wichtiges Anliegen war, soll die Partnerschaft zwischen Montabaur und Sebnitz in den nächsten Jahren durch Kontak­te zwischen den Vereinen in beiden Städten und zwischen interessierten Bürgern mit persönlichen Kontakten ausgebaut werden.

Daher sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus der Ver­bandsgemeinde und der Stadt Montabaur eingeladen, die reizvolle Land­schaft der Sächsischen Schweiz und die Partnerstadt Sebnitz in den näch­sten Jahren zu besuchen. Die Stadt Montabaur unterstützt und fördert die­se Begegnung und Kontakte als Beispiel des Zusammenwachsens von West und Ost im wieder vereinigten Deutschland.

Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister

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