Wochenblatt VG Montabaur
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Die Volksbank Montabaur-Wallmerod informiert
Aktienboom:
bei Kursrückschlägen Ruhe bewahren
Die Deutschen entdecken die Aktie. Sagenhafte Gewinne an den Bor-
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senmärkten ziehen immer mehr Sparer an. Nach Angaben des Deut
Aktieninstitutes besitzen erstmals mehr als 5 Millionen Deutsche Dividendentitel. Unter Berücksichtigung von Fonds sind es sogar 8,2 Millionen oder knapp 13 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ob die privaten Anleger in Deutschland bei Kursrückschlägen die Nerven behalten und so die Kurse stützen würden, ist zwischen den Experten umstritten. Patrick Becker, Leiter der Vermögensberatung der Volksbank Montabaur-Wallmerod, glaubt, dass die große Mehrheit ihre Aktieninvestitionen als langfristige Anlage sieht.
Gegenwärtig strebt eine zunehmende Zahl Unternehmen an die verschiedenen Börsen-Segmente Aber nicht alle Neuemissionen am neuen Markt schreiben eine Erfolgsstory. Experten sind einhellig der Meinung, dass die Börsenflaute bei Internetwerten und die derzeit schwankenden Kurse am neuen Markt verantwortlich für die aktuellen Kurskorrekturen der Aktienmärkte seien. Auch weitere Kursbewegungen werden nicht ausgeschlossen, wobei aber grundsätzlich der Trend zum weiteren Aufschwung erkennbar sei. “Dass die Börse keine Einbahnstraße ist, wissen die meisten Anleger und behalten bei Rückschlägen die Ruhe", weiß Patrick Becker. “Entscheidend sei das gewandelte Anlegerverhalten. Die Investoren achten mittlerweile mehr auf den Profit eines Unternehmens. Die viel diskutierte Zocker-Mentalität sei eher die Ausnahme. Das “Akti- enfieber” habe zwar viele Deutsche infiziert, das Gros bleibe aber auf dem Teppich und wolle mit Hilfe von Aktienanlagen das eigene Vermögen rentabler verzinsen, für die Altersvorsorge ein zusätzliches lukratives Standbein aufbauen
Besonders geeignet sind hierfür neben Aktienfonds auch so genannte Altersvorsorge-Sondervermögen, wie beispielsweise der GenoAS:1, aufgelegt von der Union Investment-Gesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. erklärt Becker.
Kursrückgänge sollten niemandem den Schlaf rauben. Denn: “Langfristig gibt es zur Anlage in Aktien und Aktienfonds keine vergleichbare Alternative”, so Becker. Man brauche an der Börse aber einen langen Atem. Wichtig sei, dass Anleger sich der kurzfristigen Risiken einer Aktienanlage bewusst seien, ebenso des unternehmensspezifischen Risikos. Börsengänge vom Kaliber einer T-Aktie, Infineon oder T-Online sollten Anleger nicht in wahre Rauschzustände versetzen, vielmehr heißt Anlegen in Aktien investieren, nicht spekulieren.
Damit das Aktienfieber nicht gefährlich wird, sollten Anleger nie alles auf eine Karte setzen und je nach Anlagementalität spezielle Aktienfonds nur zur Depotbeimischung nutzen. “Unter steuerlichen Aspekten sind Aktienfonds besonders interessant”, resümiert Becker,” denn die Spekulationsfrist von 12 Monaten gilt auf Fondsebene nicht, so dass der Fondsmanager auch innerhalb dieser Frist auf Marktveränderungen reagieren kann ohne dass eine Steuerpflicht ausgelöst wird.
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