Nr. 4/2000
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Partnerschaften-Aktuell"
Deutsch-Tcxanische Gesellschaft Montabaur-Fredericksburg e*V*
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Im September 1991 tauchte in Montabaur ein amerikanisches Ehepaar auf, das auf der Suche war nach seinen familiären Wurzeln, George und Neida Vogel.
Der Ururgroßvater von George V. stammte aus Niederelbert und war im Jahre 1845 mit seiner Familie nach Texas ausgewandert. Georq V. hoffte sehr, noch Spuren seiner Familie in der Fleimat seiner Vorfahren zu finden, Verwandte anzutreffen. Die “Vogels” Inden zwar keine Verwandten mehr, da die ganze Familie aus- Jlwandert war, dafür aber neue Freunde, für die die Geschichte der Auswanderung und Spurensuche eine neue Leidenschaft wurde.
reits im Jahr 1992 erfolgte der erste Gegenbesuch in Frede- ^neksburg durch Inge und Gerhard Wiek aus Niederelbert. Der herzliche Empfang, die vielfältigen Hinweise auf die deutsche Beschichte und die noch immer gesprochene “Wäller” Mundart lfgten eine Vertiefung dieser neuen Freundschaft nahe. Und so Ätstand schon im Februar 1994 die “Deutsch-Texanische Gesell- ischaft Montabaur-Fredericksburg e.V.
i f m „ Riedericksburg j S t der Sitz der Verwaltung des Gillespie-County, sehen F-'f (county = (Land)-Kreis, Verwaltungsbezirk), vergleichbar Monta- ishaltenbl' baur. Die Stadt liegt ca. 80 Meilen westlich von Austin, der Hauptstände * Stadt von Texas und ca - 100 Meilen nördlich von San Antonio, tamente t Ihre Gründer waren im Jahr 1846 Auswanderer vor allem aus dem 1 Westerwald und aus dem angrenzenden Hessen, die der geisti- i austF 9 en En 9 e und Armut ihrer Heimat entfliehen wollten und ein freie- ■ , ' res und besseres Leben in Amerika erhofften. In der ersten Hälftendes 19. Jahrhunderts pries eine Vielzahl von Büchern hier in irdene Deutschland das politisch freie Leben und die scheinbar unbe- ’ c '> g^nzten Möglichkeiten in nahezu jedem Erwerbszweig.
- Die Umgebung von Fredericksburg mit ihren dichten Wäldern und
?rderTsj|^ ar)ften Hügeln erinnerte die Auswanderer sehr an ihre Heimat. prrh; Sie nannten die Stadt Friedrichsburg zu Ehren von Prinz Fried- rieh von Preußen, einem Mitglied des Adelsvereins in Mainz.
Dieser Verein hatte sich das Ziel gesetzt, Auswanderer nach Amerika zu bringen, Land zu kaufen und letztendlich auch Gewinn damit zu machen.
Unter dem ersten Generalkommissar, Prinz Carl von Solms- Braunfels, scheiterte das ganze Unternehmen fast, da es dem Prinzen an unternehmerischen und organisatorischen Talenten mangelte. Erst sein Nachfolger, Baron Otfried Hans Freiherr von Meusebach, blauäugig, rothaarig, 1,90 m groß, Botaniker, Jurist und Diplomat, brachte das eigentlich schon bankrotte Unternehmen mit Klugheit und Diplomatie zum Erfolg. Dazu gehörte auch der Friedensvertrag mit den Indianern, der erst eine gefahrlose Landentwicklung und friedlichen Handel möglich machte.
Im Februar 1894, drei Jahre vordem Tod von John O. Meusebach (so nannte ersieh schon bald nach seiner Einwanderung) benannte die amerikanische Post die Stadt um in Fredericksburg. Heute hat Fredericksburg ca. 8000, Gillespie-County etwa 20.000 Ein- wohner.Anmerkungen zur Deutsch-Texanischen Gesellschaft Montabaur-Fredericksburg:
Die DTG hat folgende Ziele:
Völkerverständigung, Städtepartnerschaft, persönliche freundschaftliche Kontakte, gegenseitige Besuche
Kulturaustausch zwischen Vereinen, Schulen/Jugendorganisationen
Wirtschaftskontakte, Ausbildung/Fortbildung im Austausch
Geschichte und kulturelle Vergangenheit, Familienschicksale von Auswanderern, Ahnenforschung
Die DTG trifft sich an jedem letzten Dienstag im Monat. Einzelheiten jeweils im Wochenblatt der Verbandsgemeinde. Es stehen Reiseberichte, Reiseplanung, Filme über und aus Texas und die Freundschaftspflege der Mitglieder im Vordergrund.
Interessenten sind willkommen. Für Fragen stehen Ilse Reisewitz, Tel.: 02602/5704 und Inge Wiek, Tel.: 02602/2698, zur Verfügung.
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französischer Kinoabend
Die DFG und die Volkshochschule der Verbandsgemeinde Montabaur laden Sie recht herzlich zu ihrem nächsten französischen Kinoabend am Montag, 07. Februar 2000, 17.30 Uhr, in die Schloß- Lichtspiele, Montabaur (Bahnhofstraße), ein. Gezeigt wird der Film “Marius und Jeannette” des Regisseurs Robert Guediguian.
Die Welt... Marseille... Estaque, das Wohnviertel im Norden der Stadt. Marius und Jeannette stehen mitten im Leben. Marius wohnt in einem riesigen, die Üstaque dominierenden und im Abriss befindlichen Zementwerk, über das er wacht. Jeannette ist Kassiererin und allein erziehende Mutter zweier Kinder. Sie lebt in einem kleinen Haus mit einem typisch mediteranen Innenhof. Ihre Nachbarn, Carolin und Justin, Monique und Dede, helfen ihr, so gut es geht. Die Begegnung zwischen Marius und Jeannette wird nicht einfach sein, denn neben ihren alltäglichen Problemen sind beide verletzt... durch das Leben. Der Film beschreibt das Wie- dererlangen ihrer Fähigkeit, glücklich zu sein.
Marius und Jeannette” wird in Originalfassung (mit deutschen Untertiteln) ausgestrahlt. Der Eintrittspreis für Schüler beträgt 5,00 DM, für Erwachsene 10,00 DM. Im- Bäpschluß an diesen Film treffen wir uns zum monatlichen Stammtisch der DFG in den Marktstuben (Großer Markt 9), und würden uns freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen.
Weitere Informationen bei Jörg Harle, Telefon: 02602/101- 570 oder 0177/6265308.
Bitte vormerken: Eine weitere französische Filmvorführung findet mit “Le diner des cons - Dinner für Spinner” am 13. März 2000 statt.
Tipps und Adressen
Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)
Das DFJW fördert Begegnungen von Jugendlichen/ Schülern mit Franzosen (und auch einer weiteren Nationalität) in Frankreich, Deutschland oder einem Drittland, Berufsaustausch und Praktika, Journalisten- und Gruppenleiterseminare, sowie Vorbereitungstreffen der Verantwortlichen für Begegnungen. Des weiteren vergibt das DFJW Stipendien für Sprachkurse an Mitarbeiter in der Jugendarbeit, Berufstätige (Intensivkurs zur Vorbereitung auf einen direkt anschließenden Arbeitsaufenthalt in Frankreich), Studenten und Schüler, wenn diese für den deutsch-französischen Jugendaustausch tätig sind.
Einzelstipendien vergibt das DFJW an junge Leute (1 bis 4 Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren), die in Frankreich einen Bericht über ein ausgewähltes Thema (Geographie, Politik, Geschichte, Kultur...) verfassen. Weitere Informationen bei: DFJW, Rhön- dorfer Straße 23, 53604 Bad Honnef, Tel.: 02224/18080, Fax: 02224/180852 Internet: http://www.dfjw.org
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