Einzelbild herunterladen

Client

VG Montabaur

Nr. 50/2008

, ur noch wenig Abfall ird deponiert

Lertungsquote im Westerwaldkreis f t bei 98 Prozent

eines vorausschauenden und zukunftswei-

len Abfallkonzeptes liegt die Verwertungs- r te des Westerwälder Mülls mit 98 Prozent Irhin sehr hoch. Diese gute Nachricht Lte Volker Best, Werkleiter des Westerwald- Abfallwirtschaftsbetriebes (WAB), in der sten Sitzung des Werksausschusses des E sterwaldkreises dem Gremium mitteilen. n die deutschlandweite durchschnittliche Lertungsquote liegt unter 70 Prozent. |ermittelten Abfallmengen bilden eine wich- oeGrundlage für die Gebührenkalkulation für las kommende Jahr. Die gute Nachricht: Die Llgebühren bleiben auch 2009 stabil, fer einige Zahlen: Die Hausmüll- sowie die Lusmüllähnlichen Gewerbeabfälle haben egenüber dem Vorjahr leicht zugenommen, arden in den ersten zehn Monaten des Jah- ß 2007 noch 29.892 Tonnen verarbeitet, Ln es in bis Oktober dieses Jahres 31.745 Innen. Hieraus kann aber noch keine verläss- cheAussage in Richtung "Steigerung der Haus- jlüllmengen" abgeleitet werden. Dazu muss st die Entwicklung über einen längeren Zeit­betrachtet werden.

Beiden Grünabfällen sowie beim Sperrmüll sind ie Mengen leicht rückläufig. Ein Blick auf die pallbilanzen der vergangenen Jahre zeigt poch, dass es hier immer wieder Schwankun­gen nach oben und unten gegeben hat, ohne pass dafür eine stichhaltige Begründung her- pusgelesen werden konnte, jpie Menge an Bioabfällen ist nahezu konstant, pas gleiche gilt für Papier sowie DSD-Abfälle ferpackungen mit dem Grünen Punkt), pn Wertstoffschrott ist die Sammelmenge pgenüber dem Vorjahr nochmals zurückge- pangen; von 217 auf 120 Tonnen. Dies ist vor P em auf den Wegfall des zweiten Sammelter- lns lm ) a ^ r zurückzuführen. Zudem waren J esic ^ ts hoher Schrottpreise die privaten Sammler wieder sehr aktiv. Aufgrund der Srh 2e 'f^ en w ' rtsc haftlichen Lage sind die in dp P re ^ e weltweit rapide gefallen, sodass $amm| naC ™ ten w ' e ^ er weniger Schrott- lirU, e !j Untervve 9 s se ' n werden und vermut­en , meflr Me tallschrott beim WAB lan- wekp'n ^ Uc * en Isoliermaterialien beziehungs- Nnn j mmsto ^ en ist zu sagen, dass diese seit den sn a % ^ res nic ht mehr deponiert wer- zierten v em ZUr ^ rrna WoolRec, einem zertifi-

erwerterbetrieb, nac ^ Braunfels-Tiefen­

bach gebracht werden. Dadurch wird weiterer Deponieraum eingespart, denn Dämmstoffe wie Glas- oder Steinwolle galten bislang als unverwertbar und mussten deponiert werden. Die Gesamtmenge der deponierten Abfälle (Asbestabfälle, belasteter Bauschutt und unver­wertbare Industrie- und Gewerbeabfälle) hat nochmals leicht abgenommen. Auf die ohne­hin schon sehr gute Verwertungsquote im Westerwaldkreis von 98 Prozent wirkt sich das jedoch nicht mehr gravierend aus.

BUZ: Dank eines vorbildlichen Abfallmanage­ments landet im Westerwaldkreis nur noch sehr wenig Müll auf den Deponien.

Waller Jugend hat Zukunft:

Landrat zeichnete engagierte Projekte und Personen aus

Eine Dankurkunde, verbunden mit einer für die Jugendarbeit zweckgebundenen Geldprämie erhielten dieses Jahr beim Wettbewerb "Wäller Jugend hat Zukunft" Sascha Kurz (Vorsitzender des TV Baumbach), Birgit Karnatz (Gemeinde­bücherei Hilgert und TuS Hilgert) sowie Alfons Schmidt (Projekt Berufswahlpaten an der Erich- Kästner-Schule Ransbach-Baumbach). Sie haben sich nach Ansicht der Jury beim diesjäh­rigen Schwerpunktthema "Integration auslän­discher Kinder und Jugendlicher" besonders ver­dient gemacht. Die Urkundenübergabe fand im Rahmen der jüngsten Kreistagssitzung im Kreis­haus statt.

Sascha Kurz (39) hat bereits mit 16 Jahren die Übungsleiterlizenz absolviert und hat seitdem neben seiner aktiven sportlichen Laufbahn die Turngruppen des TV Baumbach aufgebaut. Seit zwölf Jahren ist er darüber hinaus Trainer der Bundesligamannschaft, seit vielen Jahren im Vorstand und seit 2005 Erster Vorsitzender. Der TV Baumbach ist einer von 20 Vereinen im Land, der dem Netzwerk "Integration durch Sport" angehört. Der Verein hat einen Auslän­der- und Migrantenanteil von fast 20 Prozent. Mit großem persönlichem Engagement küm­mert sich Kurz um die Integration der Sportler, aber auch um Nachhilfeunterricht bei Schulpro­blemen. Birgit Karnatz (40) ist ehrenamtliche Leiterin der Hilgerter Gemeindebücherei und ehrenamtliche Ubungsleiterin für Kinder- und Jugendturnen beim TuS Hilgert. Die Bücherei hat einen ausländischen Kinderanteil von etwa 15 Prozent. Zahlreiche Veranstaltungen - von Bücherabenden bis zu literarischen Wanderun­gen -gehen auf die Initiative von Birgit Karnaz zurück. Bei mehr als 270 Öffnungsstunden kamen 4500 zumeist jugendliche Besucher. Sprachförderung spielt auch bei der sportlichen Tätigkeit von Birgit Karnatz eine wichtige Rol­le. Sie betreut das Kleinkinderturnen und die Kinder- und Jugendbasketballgruppe. Im Ver­ein sind derzeit Kinder aus fünf verschiedenen Nationen aktiv.

Alfons Schmidt (66) ist einer von zehn ehren­amtlichen Berufswahlpaten an der Erich-Käst- ner-Regionalschule in Ransbach-Baumbach, die besonders Jugendliche mit Migrationshinter­grund bei den Schwierigkeiten mit der Berufs­wahl und bei der Berufsvorbereitung unterstüt­zen. Von Anfang an arbeitet Schmidt an dem Projekt mit. Derzeit werden 21 Jugendliche betreut, bis zu drei Stunden pro Woche. Die Paten suchen Ausbildungsplätze, helfen bei der

Bewerbung oder beim Gesprächstraining. Die Vermittlungsquote von bis zu 70 Prozent kann sich sehen lassen.

Tagung hatte Bewältigungs­kompetenz zum Thema

Großes Interesse und viel Information bei Fachtagung des „Runden Tisches"

Dass Kinder trotz widrigster Umstände, wie Ver­nachlässigung, Gewalterfahrungen oder gar sexuellem Missbrauch ihren Weg ohne soziale und/oder psychische Auffälligkeiten gehen, ist ebenso Wirklichkeit, wie die traurige Wiederho­lung von Schicksalen über Generationen hinweg. Der Frage, warum der Weg aus dem Chaos bei manchen Kindern gelingt, gingen über 80 Ver­treter von Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Arztpraxen und Vereinen nach, die zur Fachta­gung „Resilienz" des Runden Tisches Rhein- Westerwald im Rahmen des Rheinland-Pfälzi­schen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen nach Neuwied gekommen waren. „Resilienz" bedeutet Bewäl­tigungskompetenz. Als Fachreferentin konnte Barbara Schickentanz, die stellvertretende thera­peutische Leiterin der Kliniken Wied, gewonnen werden. Sie arbeitet täglich mit Menschen, deren Widerstandskraft nicht für ein selbstbestimmtes Leben ohne Drogen ausgereicht hat.

Am Beispiel von Pippi Langstrumpf verdeutlich­te die Diplom-Psychologin das Phänomen der Bewältigungskompetenz: „Pippis Leben weist komplexe Traumatisierungen auf. Sie ist Halbwai­se, der Vater, von Beruf Seeräuber, ist anfangs verschollen, meldet sich später allenfalls spora­disch per Post, besucht sie nur äußerst selten. In diesen Fällen ist er auch keine große Hilfe, son­dern benötigt eher ihre Unterstützung und ihren Schutz. Sie lebt völlig auf sich gestellt in einem großen Haus, ist auch noch verantwortlich für ein Pferd und einen Affen. Eine Schulbildung kennt sie nicht, kann weder lesen noch schrei­ben oder rechnen. Und doch meistert sie ihr Leben mit Bravour. Sie gewinnt neue Freunde, steckt sie an mit ihrer Lebensfreude, Kreativität und Abenteuerlust. Sie ist eine intelligente Quer­denkerin, freundlich und liebenswert, hat Spaß an Herausforderungen, ist mutig und bärenstark! Sie kämpft für ihre Überzeugungen, tritt für Schwache ein." Im Laufe des Vortrages wurden die Faktoren herausgearbeitet, die das „Gedei­hen trotz widriger Umstände" ermöglichen. Hier­zu gehörten unter anderem eine positive Bin­dungserfahrung in früher Kindheit oder auch ein soziales Netzwerk über den Familienkreis hinaus. Die Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Westerwald und Neuwied, Beate Ullwer (Wester­waldkreis) und Doris Eyl-Müller (Landkreis Neu­wied) konnten die Teilnehmer bereits zur dritten Fachtagung des Runden Tisches Rhein-Wester­wald in Neuwied begrüßen. Die beiden Land­kreise teilen sich die anfallenden Arbeiten am Runden Tisch auf. „Der Runde Tisch hat zur Auf­gabe, die Interventionsabläufe bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen zu verbessern, regionale Stärken und Schwächen in den Abläu­fen aufzudecken und die stetige Entwicklung von regionalen Lösungsmöglichkeiten herbeizufüh­ren", erläuterte Beate Ullwer. Die Beiträge der Fachtagung werden im Januar als Broschüre erscheinen und sind bei den Gleichstellungsbe­auftragten erhältlich.