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Wochenblatt VG Montabaur

Nr.

35/2008

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Kreisverwaltung gibt Tipps zum richtigen Verhalten - Keine Schädlinge

Zurzeit ist Hochsaison für Wespen. Fast täg­lich wenden sich deshalb Ratsuchende ans Umweltamt der Kreisverwaltung in Monta­baur. Haben sie ein Wespennest entdeckt, wollen sie es möglichst rasch beseitigt wis­sen. Viele würden am liebsten sofort zum Insektenspray greifen, was nicht ganz unge­fährlich ist, wie Franz Kemper von der Kreis­verwaltung erklärt: „Wer sich an einem Wespennest zu schaffen macht, muss damit rechnen, gestochen zu werden." Ein einzel­ner Stich ist für einen nicht gegen Wespen­gift allergischen Menschen zwar nicht gefährlich; viele Stiche können aber auch für einen gesunden Menschen mehr als unangenehm sein. Kemper versucht des-

Hornissen sind besonders geschützt

halb im Beratungsgespräch zuerst herauszufin­den, ob es sich um geschützte Hornissen oder um Wespen handelt und wo sich das Nest genau befindet. Da Hornissen in ihrer Existenz als Art stark gefährdet sind sie in Deutschland seitdem 1. Januar 1987 durch die Bundesarten­schutzverordnung unter besonderen Schutz gestellt. So werden für die ungenehmigte Zer­störung oder Verbringung von Nestern hohe Strafen angedroht. Einer Umsiedlung oder sogar Vernichtung kann nur von der oberen Natur­schutzbehörde in Koblenz zugestimmt werden. Dagegen sind die Deutsche und die Gemeine Wespe die einzigen Arten, die dem Menschen lästig werden und sich an seinem Esstisch bedie­nen. Kemper: „Sie bauen ihre Nester in Höhlen wie zum Beispiel Mauselöchern, aber auch in Rollladenkästen und unter Dachziegeln." Aber nicht jedes Nest, das entdeckt wird, muss auch entfernt werden», gibt der Fachmann zu beden­ken. Wenn es sich beispielsweise in einem abge­legenen Teil eines Gartens befinde, wo man sich selten aufhalte, könne es ruhig dort bleiben. „Viele Leute wissen zudem nicht, dass Wespen­nester einjährig sind." Nach einer Saison löst sich das Problem also von selbst: Das Wespen­volk und die alte Königin sterben. Nur die jun­gen Königinnen überwintern und beginnen im Frühling in der Regel an einem neuen Ort mit dem Nestbau.

Wird ein Wespennest allerdings als sehr störend empfunden, etwa weil es sich in einer Pergola oder unter einem Tisch befindet, muss es ent­fernt werden. Dafür können professionelle

An der sonntäglichen Kaffeetafel sind Wespen wahre Plagegeister

Schädlingsbekämpfungsfirmen engagiert v werden, die mit Insektiziden gegen Nester vorgehen. Die Feuerwehr übernimmt diese Aufgabe seit einigen Jahren nicht mehr. Die umweltfreundliche Alternative zur Spray- Attacke ist die Umsiedlungsaktion. Ideale Plätze für die Nester seien Baumhöhlen, | Holzstösse, die nicht verwendet würden, ,. v oder alte, verlassene Hütten und Scheunen Kemper ermuntert Ratsuchende, sich ein­mal näher mit den Insekten auseinanderzu­setzen: „Wespen sind keine Schädlinge, höchstens Lästlinge." Wespen seien einhei­mische Tiere, die eine wichtige Bedeutung hätten für das ökologische Gefüge: Sie bestäuben Pflanzen im Frühling, siefressen andere Insekten, und sie sind selber Futter für Vögel und größere Raubinsekten.

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Welches Projekt fördert die Integration?

Wettbewerb „Wäller Jugend hat Zukunft" - Preise für ehernamtliches Engagement in der Jugendarbeit

Auch in diesem Jahr will der Westerwaldkreis wieder hervorragendes ehrenamtliches Enga­gement in der Jugendarbeit ehren und unter­stützen sowie dessen Vorbildcharakter einer breiteren Öffentlichkeit darstellen.

Ein jährlich wechselndes Thema soll wie im ver­gangenen Jahr alle Aktiven (auch die Teilneh­mer der Wettbewerbe der Vorjahre) einladen, ihre Arbeit unter dem jeweiligen Jahresschwer­punkt vorzustellen.

Das Thema 2008 lautet:

„Andere Kulturen kennen lernen, verstehen, beheimaten - Wäller Jugend schafft starke Wurzeln!" Starke Wurzeln findet man im Verein, im Ju­gendverband, in der Gemeindebücherei, .... überall vor Ort, wo ausländische Kinder und Jugendliche geschätzt und integriert werden. Respekt und Toleranz, Neugier und Offenheit sind hier nicht nur Schlagwörter, sondern Inhal­te des Miteinanders. So wird die Vielfalt der Her­kunft und der verschiedenen Kulturen gepflegt und geschätzt, damit ausländische Kinder und Jugendliche gerne im Westerwaldkreis zu Hau­

se sind. Gemeinsame Erlebnisse stärken Gefüh­le der Verbundenheit. Geborgen sein, vertrau­en, einander verstehen, von einander zu lernen - diese wichtigen persönlichen Erfahrungen ver­mitteln unzählige ehrenamtlich Tätige den Her­anwachsenden, denn ehrenamtliches Engage­ment ist Begegnung mit Herz.

Wo gibt es Aspekte in der Vereinsarbeit, die die­se Themen berühren?

Alle Westerwälder sind aufgefordert, dem Kreis­jugendamt eine Beschreibung ihres „Favoriten" zum Thema Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher zu nennen.

Der Preis: Drei ausgewählte vorbildliche Jugend­projekte und/oder Personen erhalten einen zweckgebundenen Förderpreis von jeweils 1.000 Euro für ihre ehrenamtliche Arbeit.

Die Auswahl richtet sich nach dem Jahresthe­ma, der Ehrenamtlichkeit und Besonderheit des Einsatzes oder der Projekte (die nicht bereits im Rahmen der offenen Jugendarbeit des Krei­ses und der Verbandsgemeinden gefördert wer­den) sowie der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen.

Die Vorschläge werden an die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, Jugend­amt, 56409 Montabaur gesendet. Einsendeschluss ist der 30. September 2008. Weitere Infos unter www.westerwaldkreis.de.

Kreismusikschule hat noch freie Plätze

Wer gerne ein Instrument lernen möchte, ob groß oder klein, Anfänger, Wie­dereinsteiger oder Fortge­schrittene, ist bei der Kreis- musikschule Westerwald an der richtigen Adresse. Denn es gibt noch einige freie Plätze zu besetzen im Unterricht für Querflöte, V Klavier, Violine, Gesang, t: : , ‘ Blockflöte, Klarinette und p Saxophon.

Weitere Infos und Anmel­dungen unter Telefon-Nr. 02602/124224.

verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle der Kreisverwaltung Westerwald

elle@weste