Montabaur
Nr. 19/2008
[illegaler Handel
jlnit Hundebabys auf gedeckt
T! „
er Tierhändler
Kreisveterinär
E«T59«‘»pp t - 1 Kreis '' et '
Kfnt vor Osteuropa-Importen
MONTABAUR. Mitarbeiter der Kreisverwaltung Montabaur haben 30 Hunde- und drei Kat- lenwelpen beschlagnahmt, die ein belgischer [Ländler aus der Slowakei nach Belgien brin- Li wollte. Beamte einer mobilen Kontrollgrup- ie des Hauptzollamtes Koblenz hatten den Kleintransporter auf der A 3 bei Nentershausen feestoppt und umgehend das Veterinäramt ein- Lchaltet. In Transportboxen waren Hunde fmchiedenster Rassen wie King Charles Spaniels, Labrador Retriever, Shi Tzus und Chihua- hua-Mischlinge untergebracht, die teilweise jünger als acht Wochen waren, ohne Mutter iso überhaupt nicht transportiert werden durften. Dasselbe gilt für die drei jungen Rassekatzen, die überdies an Katzenschnupfen und Durchfall litten. Der Händler konnte lediglich werlmpfpässe vorlegen, in denen zwar Impfungen unter anderem gegen Staupe und Parvo- tirose eingetragen waren, die jedoch keinem der Tiere zugeordnet werden konnten. jDasjnnergemeinschaftliche Verbringen" - wie i im Amtsdeutsch heißt - war demzufolge isosvohl tierseuchenrechtlich als auch aufgrund er EU-Tierschutzbestimmungen unzulässig.
Die Tiere wurden vom Kreis in einer Tierklinik in Neuhäusel untergebracht, wo sie umgehend untersucht wurden und in den nächsten Tagen entwurmt, geimpft und gechipt werden sollen. Das weitere Schicksal der Jungtiere ist noch ungewiss und hängt unter anderem davon ab, ob Belgien der Einfuhr zustimmt, obwohl die Tiere aufgrund ihres geringen Alters noch nicht gegen Tollwut geimpft werden können. „Der Händler, der mit der behördlichen Maßnahme überhaupt nicht einverstanden war, möchte die Tiere sobald wie möglich wiederbekommen und hofft auf unsere Zustimmung zum Weitertransport, sobald alle Welpen über die vorgeschriebenen Heimtierausweise verfügen", erklärt Veterinärdezernent Dr. Helmut Stadtfeld. Zunächst erwarten den Tierhändler aber noch eine Kostenrechnung sowie ein saftiges Bußgeld, welches mit Hilfe einer vorab zu entrichtenden Sicherheitsleistung erhoben werden soll. Laut Dr. Stadtfeld ist das Ganze ein Zufallstreffer und nur die Spitze eines riesigen Eisbergs. „In osteuropäischen Staaten werden Rassehunde in großer Zahl und - jedenfalls nach hiesigen Maßstäben - billig produziert, um die Nachfrage im Westen, auch in Deutschland, zu befriedigen" erklärt der Kreisveterinär. Oftmals würden die Welpen viel zu früh von der Mutter abgesetzt, unzureichend oder überhaupt nicht geimpft und mit gefälschten Impfpässen an den Mann oder die Frau gebracht.
Dr. Stadtfeld empfiehlt, sich keinesfalls von einem Händler einen Hundewelpen andrehen zu lassen, dessen Mutter man nicht zu Gesicht bekommt. Die Anschaffung eines Hundes sollte ohnehin gut überlegt sein und unmittelbar beim Züchter oder auch im Tierheim erfolgen.
Masern -ein unterschätztes Risiko
[Gesundheitsamt will Ausbruch auch im Westerwald nicht ausschließen und [appelliert an die Verantwortung der Eltern Die Masern waren früher eine häufige Kinderkrankheit. Nach Einführung der Schutzimpfung jiind sie erfreulicherweise selten geworden. (Doch erleben die Masern nicht nur in den europäischen Nachbarländern, sondern seit Kurzem jauch bei uns in Deutschland eine Renaissance. Vorallem Baden-Württemberg ist mit über 200 fällen besonders betroffen. Ursache ist laut Jugendgesundheitsstudie des Robert-Koch-Insti- lutsBerlin, dass bei rund einem Viertel aller Schüler ab elf Jahren die zweite Impfung fehlt.
M im Westerwaldkreis ist der Durchimptagsgrad noch nicht befriedigend. Eingeschleppte Masernfälle sind bei der heutigen Mobilität jederzeit möglich", erklärt Dr. Hans Jürgen Fischbach, Leiter des Kreisgesundheitsamtes jhMontabaur. Auf Grund eines kürzlich gemellten Verdachtsfalles, bei dem die Erkrankung Jchbislang nicht bestätigte, appelliert das Kreis- ijesundheitsarnt nachdrücklich an alle Eltern, die n mpfausweise ihrer Kinder zu überprüfen. Dr. I Khbach: „Ein vollständiger Impfschutz ist nur zwei Schutzimpfungen gegeben. Bei Unklarfiten sollte der Hausarzt oder Kinderarzt um Rat gefragt werden." Das Risiko von Komplikatio- jen wie Mittelohrentzündung, Lungenentzün- % Hirnhautentzündung, steige mit zuneh- endem Lebensalter der Erstinfektion. Bis zum d endeten 18. Lebensjahr sei die Vervollständi- « eines eventuell unvollständigen oderfeh- C,T schutzes auf alle Fälle sinnvoll. ,Für m f sen ^ e 9'bt es bis heute keine allgemeine Empfehlung. Allerd 'ngs Wird für in Gemein- Taao J 1 « ,;un 9 en w ' e Schulen, Kindergärten, Gestinrik 6nArde ' tend e und für Berufe des %nnrf ltSC ! ienstes de ' fehlendem, unvollstän- % J rnic ht mehr nachvollziehbarem Impf- eej nmalige Impfung empfohlen. Eine
Altersgrenze für die Impfung besteht nicht. Weitere Infos beim Gesundheitsamt unter Telefon: 02602/ 124730.
WAB-Umweltmobil sammelt nicht nur Sondermüll
Das Umweltmobil des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebes (WAB) ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Entsorgungssystems im Westerwaldkreis. Hier können zu den im Müllkalenderveröffentlichten Terminen Problemabfälle wie Farben, Lacke, Chemikalien etc. aus Privathaushalten abgegeben werden.
Neben der Entsorgung von Sondermüll bietet das Umweltmobil aber noch weitere Serviceleistungen an. So können hier problemlos und natürlich kostenfrei gebrauchte CDs und DVDs abgegeben werden, denn für die Restmülltonne sind die Silberlinge viel zu schade.
Die gebrauchten Scheiben werden beim WAB in Moschheim gesammelt und dann von einem Verwertungsbetrieb abgeholt. Die Abholung erfolgte bislang kostenfrei, seit kurzem bezahlt
Auch eine fachgerechte Beratung gehört zum bei der Annahme von Problemabfällen hier wiese in Montabaur.
die Firma sogar eine Vergütung. Es lohnt sich also für alle, gebrauchte CDs und DVDs abzugeben, denn die Erlöse kommen natürlich der Gebührenkalkulation zu Gute. Ein Tipp zum Datenschutz: CDs mit persönlichen Daten können durch einen breiten Kratzer z.B. mit einem Nagel quer über die Unterseite der CD von innen nach außen unlesbar gemacht werden.
Aber nicht nur CDs, auch Elektrokleingeräte wie Handys, Rasierer, Föhn, Kofferradios etc. bis max. Staubsaugergröße können am Umweltmobil kostenfrei abgegeben werden.
Denn laut dem Elektrogesetz von 2006 dürfen keinerlei Elektrogeräte mehr in die Restmülltonne geworfen werden. Großgeräte wie Fernseher, Computer etc. holt der WAB auf Anruf hin aus Privathaushalten kostenlos ab.
Die Elektrogeräte werden dann von den Herstellern kostenlos beim WAB abgeholt. Ein weiteres Angebot ist die Entsorgung von Frittierfett in haushaltsüblichen Mengen.
Das Fett kann in ausgehärteter Form in festen Behältnissen am Umweltmobil kostenlos abgegeben werden. Der WAB sammelt das Fett und gibt es dann weiter an einen Recyclingbetrieb. Ebenfalls ein seit Jahren erfolgreiches Recyclingprojekt ist die Sammlung von gebrauchten Flaschenkorken. Auch diese werden am Umweltmobil entgegen genommen. Hierüber werden wir jedoch in einer der nächsten Ausgaben detailliert berichten. Vor den jeweiligen Terminen des Umweltmobils findet man in der entsprechenden Ausgabe des Mittelungsblattes nochmals ausführliche Hinweise. Bei weiteren Fragen hilft das Abfallberatungsteam in Moschheim gerne weiter, Tel: 02602/6806- 55, außerdem finden sich auf der Internetseite www.wab.rlp.de wertvolle Informationen zur Abfallwirtschaft im Westerwaldkreis.
WAB-Service auf der Eich-

