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Wochenblatt VG Montabaur
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Cydonia
- Das Rheuniamittel der Hildegard von Bingen hilft heute besser denn je!
Nr. 13/2008
Neue Naturstoff-Kombinationen machen Ihren Bewegungsapparat JU Allerorten hört und liest man jetzt von Cydonia der Königsquitte, die bei Volksleiden Nr. 1, den rheumatischen Beschwerden, erstaunliche Erfolge auf* weisen soll. Schmerzen und Entzündungen sollen erheblich zurückgehen Neu in den Apotheken sind Cydonia-Kapseln rezeptfrei zu bekommen. Sie enthalten eine Kombination von Cydonia und verschiedenen anderen Pflanzenauszügen wie Ingwer und Hagebutte, die die Behandlung der Erkrankungen des Bewegungsapparates unterstützen können. Wir wollten dem Phänomen Cydonia näher auf den Grund gehen und haben einen kompetenten Experten befragt.
CYDONI A, die Königsquitte - erhabene Historie
Ursprünglich stammt die Königsquitte (Cydonia cydonia KARST.) aus dem persischen Raum. Im Altertum ist sie aber auch in Griechenland, angebaut worden. Die Königsquitte, der kydoni- sche Apfel war bei den alten Griechen das der Göttin Aphrodite geweihte Symbol des Glücks und ewiger Gesundheit.
Die medizinische Anwendung der Cydonia bei allen Formen von Rheuma und Gicht geht auf die wichtigste Heilkundige des Mittelalters, Hildegard von Bingen zurück. Sie erreichte Linderung bei zahlreichen Menschen durch den täglichen Verzehr von Säften, Gelees oder Kompotten aus der Königsquitte.
Lange in Vergessenheit geraten, ist die wirksame Frucht durch neue Forschungen und Anwendungen wieder ins Blickfeld der Medizin geraten.
Der Apotheker und Heilpflanzenexperte Prof. Dr. Alexander Schenk, Leiter des Institutes für Arzneipflanzenforschung in Münster beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit dem Themenkomplex Rheuma, Ernährung und pflanzliche Wirkstoffe. Das Magazin ..Prevention“ hat das folgende Interview mit Prof. Schenk geführt.
Redaktion Prevention: Herr Prof. Schenk, die Ursachen für Rheuma waren im Mittelalter doch wohl andere als heute. Lassen sich die Methoden der Hildegard von Bingen in die heutige Zeit übertragen ?
Prof. Schenk: Ernährungsprobleme und Umweltfaktoren, die zu Rheuma fuhren, entstanden zur Zeit der Hildegard von Bingen durch Not. Mangel. Feuchtigkeit und Kälte. Heute ist Rheuma Ausdruck unserer Lebensweise mit einer zumeist unausgewogenen Ernährung, einem Übermaß an Genussgiften (Alkohol, Zigaretten) sowie chronischem Bewegungsmangel und der damit einhergehenden mangelnden Ausprägung der Muskulatur. Nur mit der Summe dieser Faktoren ist die erschreckende Ausweitung von Beschwerden des Bewegungsapparates (75 % der über 60-Jährigen leiden darunter) zu erklären.
Redaktion Prevention: Was können Rheumatiker in der Ernährung besser machen? Kann Cydonia dabei helfen?
Prof. Schenk: Was Hildegard von Bingen aus praktischer Erfahrung wusste, ist heute biochemisch belegbar: durch die beschriebenen Lebensumstände werden überall im Körper freie Radikale ffeigesetzt. Diesen Vorgängen setzen wir in unserer Ernährung viel zuwenig Antioxidantien entgegen. Der Organismus gerät unter „oxidativen Stress“. Und die Rheumatiker geraten dabei in einen Teufelskreis. Die Erkrankung wird ganz klar durch freie Radikale begünstigt und zugleich werden durch entzündliche rheumatische Prozesse selbst enorm viele freie Radikale erzeugt. Diese verstärken die entzündlichen Prozesse (z.B. in den Gelenken) noch. Und sie schädigen die Leberzellen. Die Leber wird dadurch in ihrer Entgiftungsfunktion behindert, was das Rheuma zusätzlich verschlimmert: eine Einbahnstraße, die zugleich eine Sackgasse ist! Der Ansatz Hildegards, Rheumakranke mit einem vielseitigen und kräftigen Antioxidans, wie der Cydonia, zu behandeln ist daher sehr sinnvoll.
Redaktion Prevention: Vor Jahren ging durch alle Medien, dass Vitamin E ein sehr gutes Antioxidans bei Rheuma sei.
Prof. Schenk: Vitamin E ist wichtig, aber nur ein Baustein in einer langen Kette von Antioxidantien, die in Pflanzen Vorkommen. Leider nehmen wir diese nu unserer Ernährung in zu geringem Maße auf. Rheumatiker haben einen so' h°u e Bedarf an diesen Naturstoffen, dass sie selbst bei sehr ausgewogener Ernährung zuwenig davon bekommen. Die Königsquitte ist enorm reich an Flavonoide , Gerbstoffen sowie Fruchtsäuren und sog. Phenolcarbonsäuren. Dies sind wichtigsten pflanzlichen Antioxidantien, die in der Lage sind, den Teufelskre* lauf zwischen oxidativem Stress und Rheuma zu unterbrechen.
Redaktion Prevention: Gibt es weitere pflanzliche Produkte, die bei Rheuma helfen können ?
Prof. Schenk: Hagebuttenkonzentrate und der aus der indischen Ayurvedamedt zin bekannte Ingwer können die Cydonia in ihrer antirheumatischen if optimal ergänzen. Und sicher ist richtig, dass natürliches Vitamin E als wi ger Radikalfänger in entzündeten Gelenken fungiert.
Zusätzlich zu einer, auf viel pflanzliche Kost und Seefisch u ^ 1 ® e ^, ha f te Ernährung kann Cydonia, ohne Nebeneffekte aufzuweisen, schm'e ^
Beschwerden des Bewegungsapparates lindem und die Beweglichkeit m verbessern.

