Nr-13/2008
Wochenblatt VG Montabaur
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Die Natur wird wieder vom Müll befreit
Kreisweite Aktion "Saubere Landschaft" am Samstag nach den Osterferien
Das war schon rekordverdächtig, denn 155 von insgesamt 192 Ortsgemeinden im Westerwaldkreis beteiligten sich im vergangenen Jahr an der Aktion "Saubere Landschaft". Auf eine weitere Steigerung hofft man beim Umweltamt der Kreisverwaltung, das die kreisweite Putzaktion schon jahrelang organisiert.
Der diesjährige Termin ist am Samstag, 5. April. Aktuell können sich Ortsgemeinden noch bei Sascha Reusch unter Telefon 02602/124 568 anmelden. Unter den teilnehmenden Gemeinden werden wieder Geldpreise in Höhe von 500, 300 und 200 Euro verlost. Sponsor ist die Firma EWM Hightec Welding GmbH aus Mündersbach, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Zudem erhält jede teilnehmende Gemeinde als kleines Dankeschön 30 Euro vom Westerwald-
Agrarförderung: Neue Flächennachweise für Landwirte
Die Landwirte in Rheinland-Pfalz werden ab Ende März neue Flächennachweise „Agrarförderung" erhalten. Dies teilte eine Sprecherin des rheinland- pfälzischen Landwirtschaftsministeriums mit.
Im Rahmen der Agrarförderung 2008 sollte die flächenbezogene Förderung in der Landwirtschaft und beim Weinbau auf ein neues Referenzsystem bei den Flächen umgestellt werden.
Dies wurde den Landwirten im „Merkblatt zur Fortführung des Flächennachweises Agrarförderung" auch so mitgeteilt. Leider habe sich beim Druck der Flächennachweise aber der Fehlerteufel eingeschlichen, so die Sprecherin.
Da sich eine umfassende und für die Antragsteller nachvollziehbare Korrektur der vorgedruckten Angaben so schnell nicht bewerkstelligen ließe, werde man mit den ab Ende März herausgegebenen Flächennachweisen für das Jahr 2008 zu dem bisherigen System zurückkehren.
Sie betonte, dass die übrigen Antragsunterlagen korrekt seien und von den Landwirten ausgefüllt werden können.
kreis. In den vergangenen Jahren sammelten die freiwilligen Helfer kreisweit durchschnittlich 80 Tonnen Abfall jeglicher Art. Vereine, Feuerwehren und Gemeinderäte säuberten Feld, Wald und Wiesen, auch private Gruppen, Familien und Einzelpersonen beteiligten sich am Frühjahrsputz an Feld- und Waldwegen. Walter Löhr, vom Umweltamt der Kreisverwaltung, würde sich über eine ähnlich gute Beteiligung freuen, auch wenn ihm die Zweischneidigkeit dieser Aktion klar ist: "Eigentlich wäre es schöner, wenn die Gemeinden melden könnten, dass alles müllfrei ist, weil jeder auf die Natur Rücksicht nimmt und niemand etwas wegwirft." Der Termin nach den Ferien ist vielleicht ein Anreiz für Schulklassen, geschlossen mitzumachen. Ausdrücklich warnt Löhr davor, entlang stark befahrener Straßen zu sammeln: "Das ist zu gefährlich."
Der gesammelte Mull kann zu den Deponien in Meudt und Rennerod gebracht werden, wird aber auch vor Ort vom Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb (WAB) abgeholt, der auch Handschuhe und Warnwesten in Kindergröße verteilt.
„Mona liest":
Sieben bekannte Autoren kommen in den Westerwaldkreis
Die Westerwälder Lesewoche MONA LIEST erlebt im April (10. bis 25. April) eine Neuauflage: Sieben überregional bekannte Autorinnen und Autoren lesen an ungewöhnlichen Orten aus ihren Werken, zum Teil aus brandneuen, ganz aktuell erschienenen Veröffentlichungen.
Dem Konzept von MONA LIEST folgend, werden die Lesungen von außergewöhnlichen Events begleitet, die das sinnliche Erleben anregen und dafür sorgen, dass neben dem Geist auch die Seele nicht zu kurz kommt. Die Veranstalterinnen, Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises sowie der Verbandsgemeinden Hachenburg und Westerburg, haben illustre Gäste eingeladen. Die Reihe beginnt am Donnerstag, 10. April, 19 Uhr, in der Stadtbücherei Hachenburg mit Manuela Lewentz-Hering, die auch die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hat. Sie liest aus ihrem Kriminalroman mit Lokalkolorit „Loreley-Basalt". Dazu bietet die Birkenhof Brennerei aus Nistertal eine Edelbrandverkostung. Lisa Moos, eine Ex-Prostituierte, berichtet am Freitag,
11. April, 19 Uhr, von ihrem Ausstieg aus dem Milieu in der autobiografischen Dokumentation „Männer-Roulette". Lichttherapie und Fingerna gel-Tattoos sind dazu die perfekten Ergänzunqen im Rittersaal des Westerburger Schlosses. Claudia Schreiber, bekannt durch die Verfilmung ihres Romans „Emmas Glück", kommt am Donnerstaq 1 7. April, 19 Uhr, nach Montabaur in die Bürgerhalle, um ihr neuestes Werk „Ihr ständiger Begleiter" vorzustellen. Ins „Lindner Hotel" am Wiesensee konnte am Samstag, 19. April, Iny Lorentz gelockt werden, das schreibende Ehepaar, das seit einigen Jahren die Bestsellerlisten mit gut recherchierten Historienromanen anführt.
Im Westerwald stellen sie ihr neuestes Werk „Die Feuerbraut" vor, dazu passend gibt es eine Brautmodenschau zu sehen. Annegret Held, die Westerwälder Autorin mit spannender Vergangenheit als Polizistin und Flughafenmitarbeiterin, kommt am Sonntag, 20. April, 16 Uhr, auf den Flugplatz Ailertchen. Dort gibt es neben der Held- Lesung Rundflüge und Doppeldecker-Burger als passende Ergänzung.
Der Papst-Biograf Andreas Englisch reist am Mittwoch, 23. April, extra aus Rom in den Westerwald an und stellt um 19 Uhr in der Aula des Mons- Tabor-Gymnasiums sein aktuelles Werk „Gottes Spuren. Die Wunder der katholischen Kirche" vor. Als Vatikan-Experte gibt er einen vielschichtigen Einblick in dieses auch im 21. Jahrhundert immer noch aktuelle Thema. Eine Weinprobe rundet diese Veranstaltung ab, die in Zusammenarbeit mit Bezirksdekan Pfarrer Bartenheier gestaltet wird. Den Schlusspunkt der Reihe setzt am Freitag, 25. April, 19 Uhr, Hellmuth Karasek. Er wird den Vortragssaal des Hachenburger Schlosses mit seinem Roman „Süßer Vogel Jugend" begeistern und auch aus seinem neuesten Bestseller lesen.
Die Schlossküche steuert dazu ein kulinarisches Gourmet-Buffet bei. MONA LIEST hat für jeden Literaturgeschmack etwas zu bieten und ist damit absolut empfehlenswert.
Nähere Informationen gibt es bei den Gleichstellungsbeauftragten des Westerwaldkreises und der Verbandsgemeinden Hachenburg und Westerburg. Karten sind im Vorverkauf dort und bei der Buchhandlung Reuffel Montabaur erhältlich.
Kinder vor Gewalt schützen.
Jedes Kind hat ein Recht darauf, vor Gewalt geschützt zu werden. So steht es in Artikell 9 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Für Gewalt gegen Kinder gibt es keine Rechtfertigung, sie kann und muss verhindert werden.
Im Jahr 2000 wurde das „Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung" (BGB, Paragraf 1631) verabschiedet. Damit wurde Kindern erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zugesprochen. Kindern fehlt es jedoch oft an vertrauenswürdigen Ansprechpartnern, um sich zu offenbaren und Hilfe zu finden. In einer zweistündigen Fortbildungsveranstaltung des Kreisjugendarntes am Mittwoch, 16. April, in Wallmerod soll dej 1 Teilnehmern vermittelt werden, wie konkrete Hi - fe in Gewaltfällen gegen Kinder aussehen kann. Die Teilnehmer sollen zu diesen ersten vertra - enswürdigen Ansprechpartnern werden, die w - der in Notsituationen brauchen. Zielgruppe si Fachkräfte der Schulsozialarbeit, im ^'5 1£ ' er jj ’ ten, Hort oder Lehrer. Referentin ist Diplom-r y chologin Veronika Krätsch, Mitarbeiterin des Kinderschutzdienstes Westerwald. Die Kreisjugendpfleger Jochen Bücher, die Teilna ist kostenfrei. Da die Teilnehmerzahl begren wird um schriftliche Anmeldung gebeten.
Auch Landrat Peter Paul Weinert (rechts) wird es sich wie in den Jahren zuvor nicht nehmen lassen, tatkräftig bei der Putzaktion mitzumachen.
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verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle der Kreisverwaltung Westerwald
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