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Wochenblatt VG Montabaur

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Vernachlässigte Katzen werden immer mehr zum Problem

Katzenfütterer verursachen ungehemmte Vermehrung - Tierschützer überlastet

Kranke, verletzte und vernachlässigte Katzen sind auch im Westerwaldkreis keine Seltenheit. Beinahe täglich gehen im Montabaurer Kreishaus Hinweise auf Katzen­halter ein, die sich unzureichend um ihre Tiere küm­mern. „Die Bilder gleichen sich oft. Wohlmeinende Menschen füttern auf ihrem Grundstück die eigenen, meist aber auch fremde Katzen, ohne sich um deren Fortpflanzung Gedanken zu machen", weiß Amtstier­arzt Wolfram Blecha.

Infolgedessen vermehrten sich die Tiere ungebremst, wer­den zu einer Belästigung für die Nachbarschaft, einer Gefährdung für den Straßenverkehr, aber auch zu einem Tierschutzproblem, da bei größeren Populationen die Krankheitsvorbeugung und

-behandlung eigentlich immer zu kurz kommt. Auf die Misere angesprochen, verwiesen die Grundstücksbesitzer oftmals auf ihre begrenzten finanziellen Möglichkeiten und darauf, dass ihnen die Katzen zugelaufen sind. Man überlässt Kastration, Impfung, Entwurmung und sonsti­ge tierärztliche Behandlung gerne der Initiative ehren­amtlicher Tierschützer.

Vielfach stießen aber die Tierschutzvereine mit ihren Auf­nahmekapazitäten und ihrem Budget inzwischen an Grenzen und können der vielen hilfsbedürftigen Katzen nicht mehr Herr werden.

Tierarzt Blecha weist darauf hin, dass jeder, der Katzen hält oder durch Anfüttern in Besitz nimmt, im rechtlichen Sinne die Verantwortung für die Tiere übernimmt. Zu die­ser Verantwortung gehöre geradezu zwingend, dass frei- laufende Katzen kastriert werden, was durchaus schon im Alter von drei bis vier Monaten möglich ist. Katzen sind schon mit fünf bis zehn Monaten geschlechtsreif, eine weibliche Katze bekommt bis zu dreimal im Jahr ein bis sechs Junge.

Jahresprogramm 2008 der Kreisjugendpflege jetzt bestellen

Tolle Angebote für Kinder und Jugendliche - Im Internet zum Runterladen

Das Jahresprogramm 2008 der Kreisjugendpflege ist erschienen Die Programmmacher Katrin Gronke, Jochen Bücher und Roger Best haben sich wieder vie e interes­sante Angebote für Kinder, Jugendliche und Jugendar­beiter einfallen lassen. Unter den Programmschwer­punkten „Hits für Kids", „FamilienErlebnis', „Jugend­schutz/Sucht- und Gewaltprävention , „Gegen Rechts! und viele interes-sante Programmpunkte für Freizeit und Fortbildung. Das „FamilienErlebnis" hat die ganze Farm-

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lie als Zielgruppe und soll vor allem diejeniaen chen, die sich keine große Urlaubsreise erlauben Das reicht von einem Besuch des „Kinderfest^ Mainz (15. Juni), eine Abenteuerreise zur Zech« 7 1" ein" in Essen (28. Juni) bis zu einem Taqesautfi,« 1 „Stadtwaldhaus" in Frankfurt (7. Juli). u 9 ^ I

Daneben gibt es wieder Kindermusical, Klettert Kanutour auf der Lahn, Aktionstage gegen Rechtst mismus, Naturentdeckungen und vieles andere mehr Da erfahrungsgemäß viele Veranstaltungen bereit dem Anmeldeschluss belegt sind, empfiehlt sich zeitige Anmeldung.

Das Jahresprogramm kann beim Kreisjugendamtii tabaur unter Telefon 02602/12431 7 oder -462 anaef I dert oder unter www.westerwaldkreis.de runter qelad werden. Email: katrin.groenke@westerwaldkreisde 91

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Blecha: „Wenn auch die Kastration nicht ausdrücklich vor­geschrieben ist, so kommt doch der nachlässige Katzen­besitzer spätestens dann mit dem Tierschutzgesetz in Konflikt, wenn die Mitarbeiter der Kreisverwaltung ver- wurmte, mit Flöhen übersäte oder an chronischen Virus­infektionen leidende Katzen antreffen."

Eine Kastration ist nicht ganz billig, sie bewegt sich nach Aussage von Wolfram Blecha für eine weibliche Katze in der Größenordnung von 90 Euro, beim Kater von 50 Euro.

Die Folgekosten der unkontrollierten Fortpflanzung - ob sie nun vom Halter selbst oder der Allgemeinheit getra­gen werden - sind aber unverhältnismäßig höher. Ver­stöße gegen das Tierschutzgesetz können darüber hin­aus mit Geldbußen bis 25.000 Euro geahndet werden.

Bearbeitungsstau bei der Tierseuchenkasse

Die Bearbeitung von Beihilfe- und Entschädigungsanträ­gen in Folge der Blauzungenkrankheit kann sich aufgrund der Flut von weit über 1000 Anträgen bis Mitte März ver­zögern.

Darauf macht die Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz auf­merksam. Anträge, die EU-kofinanziert sind, werden zur

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Fristwahrung vorrangig bearbeitet. So kann es Vorkom­men, dass Tierhalter, die frühzeitig Anträge gestellt haben, oft nicht die ersten bei der Antragsbescheidung und Aus­zahlung sind.

Neue Seniorensicherheitsberater starten Kurs

Zweitägige Ausbildung durch die Kriminalpolizei Koblenz im März

Enkeltrick, Taschendiebstähle, Abzocke bei Kaffeefahrten - ältere Menschen sind beliebte und dankbare Opfer von Trickbetrügern.

Das muss nicht so sein, wenn man einige einfache Sicher­heitsregeln beherrscht und die Tricks der Betrüger kennt Diese Sicherheitsregeln vermitteln neben der Polizei so genannte Seniorensicherheitsberater. Das sind selbst Frei­willige aus den älteren Jahrgängen, die ihre Altersgenossen über die möglichen Sicherheitsvorkehrungen und Taktiken der Betrüger aufklären. Nach einem Aufruf der Senioren- leitstelle hat sich eine Vielzahl von Freiwilligen gemeldet,

die sich in den Dienst der guten Sache stellen und im Mas eine zweitägige Ausbildung bei der Kripo in Koblem durchlaufen wollen.

„Diese große Resonanz auf unseren Aufruf hat uns sei» überrascht", freut sich Marion Reitz-Frohneberg, Leite rin der Seniorenleitstelle bei der Kreisverwaltung in | Montabaur.

Folgende Themen werden unter anderem behandelt: Themen der Ausbildung in Koblenz sind unter anderem I Wie funktionieren Haustürgeschäfte, Enkeltricks, Kaffee­fahrten und Taschendiebstähle? Und wie verhalteidi mich? Wie kann ich mich vor Einbrüchen schützen. W® ist zu tun, wenn ich Opfer einer Straftat geworden bin. Nach ihrer Ausbildung stehen Seniorensicherheitsberat® für Vorträge, Schulungen oder Beratungsgespräche 1 Rahmen von Seniorennachmittagen, warum nicht au bei „Kaffeekränzchen" oder Nachbarschaftstreffen zur fügung. Wer einen Seniorensicherheitsberater zu ein Vortrag oder Beratungsgespräch einladen möchte, det sich an die Seniorenleitstelle der Kreisverwaltung Montabaur, Telefon 02602/124386 (Marion Reitz-i-w |

neberg); Email: seniorenleitstelle@westerwaldkreis.de.