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Wochenblatt VG Montabaur

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Nr - 51/2007

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Kindertagestätten im Westerwaldkreis:

Im nächsten Jahr keine Erhöhung der Elternbeiträge

Trotz zusätzlicher Betreuungsangebote in den Kin­dertagesstätten wird der Westerwaldkreis im kom­menden Jahr die Kindergartenbeiträge der Eltern nicht anheben. Diese für Familien mit Kindergar­tenkindern gute Nachricht teilte Landrat Peter Paul Weinert jetzt in einem Schreiben an die Träger und Leiterinnen von Kindertagesstätten im Wester­waldkreis mit. „Die Öffnung der Kindergarten­gruppen für Zweijährige, die Einrichtung altersge­mischter Gruppen für Klein- und Schulkinder sowie die Ausweisung von Ganztagsplätzen erfordern zwar einen zusätzlichen Personaleinsatz in den Kin­dertagesstätten, doch können wir durch strukturel­le Änderungen und Kosteneinsparungen an ande­rer Stelle diese Verbesserung im Betreuungsange­bot kostenneutral gestalten", betont Landrat Peter Paul Weinert. Darüber sollen die bekannten famili­enfreundlichen Regelungen im Hinblick auf den Besuch der Kindertagesstätten auch im Jahr 2008 weitergeführt werden. Sowohl die Drittel-Staffelung für Familien mit mehreren Kindern, als auch die Bei­tragsfreiheit für Familien mit vier und mehr Kindern bleibt erhalten. Im Falle von Familien mit zwei Kin­dern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kinder­gartenplatz haben oder unter drei Jahre alt sind, und beide den Kindergarten besuchen sowie einen Elternbeitrag bezahlen müssen, übernimmt der Westerwaldkreis das den vollen Beitrag überstei­gende Drittel als freiwillige Leistung.

Bei Familien mit geringem Einkommen kann nach wie vor der Elternbeitrag für den Besuch des Kin­dergartens, der Horteinrichtung oder der Kinder­krippe ermäßigt oder erlassen werden. Der Wester­waldkreis finanziert mit rund zwölf Millionen Euro pro Jahr den bei weitem größten Anteil der Perso­nalkosten aller hiesigen Kindertagesstätten. Weinert: "Das ist viel Geld. Wir wissen aber, dass es bei einer der allerwichtigsten Aufgaben eingesetzt wird und danken denen, die damit zum Wohl unserer Kinder arbeiten." Der Westerwaldkreis, so der Landrat, wird seine Arbeit im Sinne der Kinder und jungen Fami­lien fortsetzen

Westerwälder Frauenverbände wollen neue Wege gehen

ln ihrer Sitzung zum Jahresabschluss haben die Westerwälder Frauenverbände die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Dabei wurden mit Hilfe der Moderatorin Edith Sauerbier auch einige Änderun­gen in der Organisation beschlossen.

Zukünftig wird es keine Federführung nach dem bisherigen Muster mehr geben. Abwechselnd zeich­net jeweils ein Verband für das Protokoll der Sitzung verantwortlich und übernimmt Tagesordnung sowie Einladung für das nächste Treffen, das dann auch von einer Vertreterin des betreffenden Ver­bandes geleitet wird. Die Arbeit wird dabei von der Gleichstellungsstelle des Westerwaldkreises organi­satorisch unterstützt. Die neue Organisationsform ist zunächst als Erprobungsphase für zwei Jahre vor­gesehen. Die Westerwälder Frauenverbände ver­sprechen sich hiervon neue Impulse für ihren Zusammenschluss, der im vergangenen Jahr auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Den thematischen Schwerpunkt im Jahr 2008 wird „Häusliche Gewalt" darstellen. Hierzu wird Anfang April eine interne Fortbildung für die Mitglieder statt­finden. Im Herbst planen die Frauenverbände eine öffentliche Veranstaltung zum Thema. „In der heu­

tigen Zeit sind viele Vereine und Verbände von Mit­gliederschwund betroffen. Es ist daher wichtig, neue Wege einzuschlagen, um die erfolgreiche Arbeit von und für Westerwälder Frauen fortsetzen zu können", so Beate Ullwer, Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises. „Wir sind zuversichtlich, dass der Zusammenschluss mit den neuen Ideen auch künf­tig die große Palette der Anliegen von Frauen im Westerwald repräsentiert und sich in gemeinsamen Aktivitäten für sie stark macht." Dem Zusammen­schluss der Westerwälder Frauenverbande gehören derzeit an: Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Familienberatungsstelle des Caritasverband Westerwald, CDU-Kreis-Frauen-Union, Deutscher Beamtenbund, Ortsverband Montabaur, Frauen- und Madchenarbeit des Diakonisches Werks Wester­wald, Evangelische Frauen im Dekanat Selters, Evan­gelische Frauen in Hessen und Nassau, Dekanat Bad

Manenberg, Frauenhaus Westerwald, Frauenzentrum Beginenhof, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, Landfrauenverband Westerwald, Not­ruf Frauen gegen Gewalt e.V. Schwestemhelferinnen des Malteser Hilfsdienstes sowie WEKISS.

Beispielhaftes Engagement für die Wäller Jugend

Drei ehrenamtliche Initiativen aus dem Westerwaldkreis teilen sich in diesem Jahr das Preisgeld des Wettbewerbs "Wäller Jugend hat Zukunft", der vom Westerwaldkreis zum achten Mal ausgeschrie­ben worden war. Neben Anita Gräber (Märchenbuhne Weidenhahn) wurden vor der jüngsten Kreis­tagssitzung Renate Ströder für ihren Einsatz in der Jugendarbeit in der ev. Kirchengemeinde Wirges sowie Max und Paul Brandt, die in Neuhäusel eine Gruppe der Deutschen Waldjugend gegründet haben, mit einer Urkunde und je 3.000 Euro ausgezeichnet. Die Jury unter dem Vorsitz des Ersten Kreisbeigeordneten Kurt Schüler hatte unter 1 7 preiswürdigen Vorschlägen keine leichte Wahl zu treffen. Dennoch fiel das Votum für die drei Preisträger recht eindeutig aus. "Ehrenamtliche Jugend­arbeit und lokale Identität" lautet in diesem Jahr erstmalig das Motto des Wettbewerbes. Hier die Ausgezeichneten und ihre Verdienste:

Anita Gräber und das Kindertheater "Märchenbühne Weidenhahn":

Der persönliche Wunsch, einem krebskranken Mädchen zu helfen, brachte Anita Gräber vor etwa zehn Jahren auf die Idee, ein Laientheater für Kinder und Jugendliche zu gründen. Der Erlös aus den Aufführungen kommt seitdem der Kinderkrebshilfe Unnau oder krebskranken Kindern aus dem Westerwaldkreis zugute. Dabei betätigte sich Anita Gräber auch als Drehbuchschreiberin für mitt­lerweile mehr als 30 Aufführungen. Genau so werden alle Kostüme selbst entworfen und geschnei­dert. An den Aufführungen nimmt ein Großteil von Weidenhahn regen Anteil. Die Kinder erfahren, dass Heimat ein Ort der Geborgenheit und der Gemeinschaft ist, an dem man auch in schwierigen Lebenssituationen zusammen hält.

Renate Ströder, ev. Kirchengemeinde Wirges:

Renate Ströder ist seit 25 Jahren für die Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig und betreut dort die Jungschar. Außerdem ist sie in der Kirchenmusik engagiert. Sie verbindet beides, indem sie die Kin­der anregt, über die Vorführung von Musikstücken einen Beitrag zur Gemeindearbeit zu leisten. In den vergangenen Jahren sind sogar Musicals daraus entstanden. Die Jugendlichen konnten so mit­erleben, dass man durch Fleiß und Kreativität Beachtliches schaffen kann. Dabei gelingt es Renate Ströder, soziale und konfessionelle Gegensätze in ihrer Gruppe auszuhalten und mit den Kindern aufzuarbeiten.

Denn auch Andersgläubige nehmen an der Jungschar teil. Besondere Bedeutung hat ihre Arbeit im Zusammenhang mit der Integration von Aussiedlerkindern, die als Bewohner des Übergangswohn­heims verstärkt in die Gemeinde kamen.

Max und Paul Brandt, Deutsche Waldjugendgruppe Neuhäusel:

Die beiden „Neu-Westerwälder" grün­deten im Jahre 2005 nach ihrem Umzug nach Neuhäusel dort eine Jugendgrup­pe der Deutschen Waldjugend.

Damit ist die DeutscJie Waldjugend erstmalig im Westerwaldkreis vertreten.

Die Gebrüder setzten sich stark für deren Aufbau ein.

Die Gruppenstunden sind neben der spielerischen Wissensvermittlung auch sehr praktisch ausgerichtet. So beteiligt sich die Waldjugend an der Pflege des Natur-Erlebnisweges in Kadenbach.

Beeindruckt _

hat die Juroren besonders, dass sich Der Erste Kreisbeigeordnete Kurt Schüler (hinten links) Max und Paul Brandtals "Zugezogene" zeichnete in Vertreteung von Landrat Peter Paul Wo­durch ihr tatkräftiges Engagement im nert die Preisträger des Wettbewerbs „Wäller Jugend Westerwaldkreis schnell integrieren hat Zukunft" aus: (hintere Reihe von links) Renate Strö- konnten. der, Anita Gräber, Max und Paul Brandt.

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Verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle der Kreisverwaltung Westerwald

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