Wochenblatt VG Montabaur
Nr. 49/2007
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Weihnachtsträume - Historische Eisenbahnen im Modell''
Modelleisenbahnen aus über 100 Jahren zeigt das Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg bis zum 2. Februar. Seitdem im Jahre 1835 der Adler" zum ersten Mal von Nürnberg nach Fürth gedampft war, wünschte sich wo hl jeder Junge nichts sehnlicher als eine Eisenbahn. „Freie Fahrt!" hieß es zur Weihnachtszeit dann irgendwann auch für Kinder auf dem Westerwald. Zunächst mit einfachen und farbig bemalten Zinnfiguren, später mit Spielzeuglokomotiven und echtem Dampfbetrieb. Ob auf breiten oder auf schmalen Schienen, ob mit Uhrwerksmotor oder mit Elektroantrieb: Zahlreiche dieser oftmals unerschwinglichen Weihnachtsträume von kleinen und großen Wallern sind in der Ausstellung zu bestaunen. Neben historischen Lokomotiven sind es auch Blechspielzeuge und andere technische Finessen, die große wie kleine Modelleisenbahnfreunde höher schlagen lassen.
Öffnungszeiten täglich außer montags 10 bis 17 Uhr; Weihnachten, Sylvester und Neujahr geschlossen. Donnerstag, 27. bis Sonntag, 30. Dezember von 10 bis 1 7 Uhr geöffnet. Landschaftsmuseum Westerwald,
Leipziger Str. 1, 57627 Hachenburg Infos unter Telefon 02662/7456.
Internet: www.landschaftsmuseum-westerwald.de
210 Meter lange Feldhecke angelegt
Kreis fördert Artenschutzmaßnahmen - NABU Hundsangen pflanzte
Aufgrund der hohen ökologischen, aber auch touristischen Bedeutung von Streuobstwiesen und Feldhecken, gibt es seitens des Westerwaldkreises vielfältige Bemühungen, hochstämmige Obstbäume zu erhalten und Feldhecken wieder verstärkt in die Landschaft einzubringen. In Zusammenarbeit mit dem NABU Hundsangen und Besitzern von Streuobstwiesen im Bereich Molsberg konnten, trotz nur begrenzter Haushaltsmittel, kürzlich eine 210 m lange Feldhecke angelegt und 55 Altobstbäume in zusammenhängenden Streuobstbeständen einem Erhaltungsschnitt unterzogen werden. Dabei werden 90 Prozent der Kosten mit einem Fördervolumen von 5.600 Euro durch den Westerwaldkreis übernommen. Denn die Kulturlandschaft im südlichen Teil des Westerwaldkreises ist ohne Streuobstwiesen und Feldhecken kaum vorstellbar. Sie bieten zahlreichen gefährdeten Arten Unterschlupf und Nahrung. Doch seit unsere Supermärkte zu jeder Jahreszeit Obst aus aller Herren Länder in makelloser Optik anbieten, ist das Interessen am heimischen Obst und die Bereitschaft zur Pflege die- ser Bestände rapide zurückgegangen. Ehemals '°cker aufgebaut Kronen haben sich zu einem dichten Gewirr aus Ästen und Zweigen entwickelt, die oem Wind erheblichen Widerstand bieten. Zusätz
lich haben sich Misteln angesiedelt, die den Bäumen Nährstoffe entziehen und eine zusätzliche Auflast im Kronenbereich bewirken. Auch viele Feldhecken sind im Zuge der Flurbereinigung verschwunden, da ihr ursprünglicher Zweck als Windschutz und üeferant von Feuerholz für den Backes gegenüber dem Wunsch nach größeren Bewirtschaftungseinheiten zurücktreten musste. Damit gingen auch die Lebensräume von Gartenschläfer, Steinkauz, Feldsperling, Grün- und Mittelspecht, in den Streuobstwiesen, sowie für Feldhase, Rebhuhn, Rotrücken- und Raubwürger in den Feldhecken verloren. Weiterhin sind die blüten- und insektenrei- chen Gehölzbestände auch Nahrungsraum unserer heimischen Fledermausarten und bereichern, besonders zur Blütezeit, das Landschaftsbild. Aus diesem Grund sei es sehr wichtig, so Franz Kemper von der unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung, das Augenmerk der Bevölkerung verstärkt auf die Pflege und den Erhalt der Streuobstwiesen und Feldhecken zu lenken. „Diese Anlagen sind landschaftsprägend, sehr schön und vor allem ein kleines Erholungsgebiet. Die örtliche Landwirtschaftwird ebenfalls in die Maßnahmen jeweils einbezogen", sagt Kemper.
Blauzungenkrankheit:
Ab 1. Dezember gibt es keine Entschädigung mehr
Die Blauzungenkrankheit hat den Westerwaldkreis in diesem Jahr in dramatischem Umfang heimgesucht und ist nach wie vor nicht völlig abgeklungen, was angesichts der Erregerübertragung durch Stechmücken für die Fachleute überraschend ist. Noch am 28. November wurde ein Bulle in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach auf amtliche Anordnung getötet, nachdem er infolge der Krankheit die Homkapseln der Klauen (so genanntes Aus- schuhen).verloren hatte Der erste diesjährige Fall im Westerwaldkreis ist am 6. Juli bei einer Kuh in der Verbandsgemeinde Hachenburg aufgetreten. Seitdem sind der Virusseuche in 128 Betrieben im Kreisgebiet insgesamt 607 Tiere zum Opfer gefallen, davon 509 Schafe, 93 Rinder und fünf Ziegen. In diesen Zahlen sind Fehlgeburten sowie Schäden bei überlebenden Tieren wie Milchleistungsrückgang und Fruchtbarkeitsstörungen noch nicht enthalten. Das Land Rheinland-Pfalz und die Tierseuchenkasse haben inzwischen entschieden, dass für Todesfälle, die ab dem 1. Dezember 2007 auftreten, keine Entschädigung mehr gezahlt wird, da die Aktivität der Blut saugenden Insekten Ende November nachlässt.
Westerwaldkreis fördert Jugendarbeit in Sportvereinen
WESTERWALDKREIS. Mit rund 70 000 Euro unterstützt der Westerwaldkreis in diesem Jahr die Jugendarbeit in den Sportvereinen des Kreises. Über die Vergabe der Mittel hat jetzt der Kreisausschuss entschieden und folgte dabei den Vorschlägen des Sportkreises Westerwald. Der größte Anteil an der Gesamtsumme hat mit 44 000 Euro die Finanzierung der Übungsleitertätigkeit im Jugendsport. 5600 Euro kommen jugendlichen Talenten im Wettkampfsport zugute und fließen verschiedenen Fachverbänden zu. Weitere 20 000 Euro gehen an spezielle Projekte in Sportvereinen, die im Mannschaftssport herausragende Jugendarbeit leisten sowie an an einzelne herausragende Talente.
Von den Ausschüttungen profitieren: Die Spielver- einiqung Haiderbach-Deesen, die ein Trainings- proqramm für bewegungsauffällige Kinder entwickelt hat. Das Angebot wird auf die gesamte Ver
bandsgemeinde Ransbach-Baumbach ausgeweitet und vom Westerwaldkreis mit 1500 Euro gefördert. Während eines Ferienprojektes hat die judoabtei- lung der Sportfreunde Höhr-Grenzhausen 50 Kinder betreut und die Freizeit mit einem Familienfest ausklingen lassen. Auch hierfür gibt es 1500 Euro. Seit 20 Jahren besteht ein enger Kontakt zwischen dem TV Baumbach und einem Sportclub in Fort Lauderdale (USA). Erstmals war jetzt eine Breitensportgruppe des Turnvereins in Florida. Die Sportfreunde aus Übersee kommen 2008 zum Gegenbesuch nach Ransbach-Baumbach. Für diesen transatlantischen Sportaustausch erhält der TV1500 Euro. Die Sportfreunde Montabaur erhalten den gleichen Betrag für die Jugendarbeit in der Judo- Abteilung. Daneben gehen jeweils 2000 Euro an den Kreisjugendvorstand des Sportes im Westerwald (für die Jugend-Projektarbeit im Sportkreis) sowie an den Sportkreis Westerwald selbst, der damit koordinierende Schulungen für Mannschaftssportarten finanzieren will. Aufgrund ihrer herausragenden Jugendarbeit mit erfolgreichen Wettkampfmannschaften werden die Sportfreunde Nistertal, die SG Langenhahn/ Rothenbach, der TV Baumbach und die Eintracht Glas Chemie Wirges mit jeweils 1500 Euro unterstützt. Jeweils 500 Euro gehen an folgende Einzelsportler: Carina Schwarz (TV Baumbach, Turnen), Jan Limbach (SG Winnen- Hornister, Tischtennis), Janina Remy (SV Springer Siershahn, Schach), Lisa Halbe (Taekwondo-Schule Westerwald), Carolin Stahl (Taekwondo-Schule Westerwald), Kristin Künkler (Ski-Club Bad Marienberg-Unnau), Christina Graf (Sportfreunde Höhr- Grenzhausen, Rhythmische Sportgymnastik) und Jannik Venter (TTC Mündersbach, Tischtennis). Nach Ansicht des Sportkreisvorsitzenden Herbert Rimpier trägt der Kreis mit seiner Förderung wesentlich zum Erfolg Westerwälder Sportler bei. Nach Angaben Rimpiers betreuen die Vereine 35 000 Schüler und Jugendliche.
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So könnte die gepflanzte Feldhecke in ein paar jah- ren aussehen
Pressestelle der Kreisverwaltung Westerwald
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