Wochenblatt VG Montabaur
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Nr. 46/2007
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Anzeige KW 46
Wer hat das pfiffigste
Energiesparkonzept?
Energy Efficiency Award 2008" lockt mit 30.000 Euro Preisgeld Zum zweiten Mal schreibt die Deutsche Energie- Aqentur GmbH gemeinsam mit der KfW Förderbank und der Deutschen Messe den „Energy Award" aus. Insgesamt werden Preise im Wert von 30.000 Euro vergeben. Darauf macht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises (WFG) aufmerksam. Bis zum 31. lanuar 2008 können sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe beteiligen, die erfolgreich Energieeffizienzmaßnahmen in ihrem Betrieb durchgeführt haben, also erhebliche Energie- und Kosteneinsparungen realisieren konnten. Die effizientesten Maßnahmen werden am 22. April 2008 auf dem „World Energy Dialogue" der Hannover Messe 2008 ausgezeichnet. Bewerbungsunterlagen können bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis unter Tel. 02602/124-308 oder per E-Mail Michael.Jod- lauk@westerwaldkreis.de angefordert werden.
Schnupperkurs Tauchen für Kinder ab acht
Das Tauchen in fachkundiger Einzelbetreuung unverbindlich und sicher zu erproben, ist eine außergewöhnliche Gelegenheit für alle Kinder und Jugendlichen, unsere Welt einmal anders zu erleben. Das Kreisjugendamt in Montabaur bietet in Kooperation mit der Tauchsportgruppe Montabaur am Samstag, 24. November, ab 15 Uhr im Halenbad Wirges wieder einen Schnupperkurs an. Es sind noch einige Plätze frei. Wegen der großen Nachfrage empfiehlt sich die rasche Anmeldung.
Gerätetechnik und Sicherheitsbedingungen kennen zu lernen, sind ebenso Bestandteil des Nachmittags wie das „abtauchen" mit einem eigenen Übungsleiter. „Ganz nebenbei" erfährt man dabei eine Menge über sich selbst, über Grenzen und Regeln, und eine neue Sichtweise. Teilnehmen können alle Kinder und Jugendliche mit „Seepferdchen", die Spaß am Wasser haben und mindestens acht Jahre alt sind. Kostenbeitrag: 5 Euro.
Oie Leitung hat Gerd Seegier (TSG Montabaur). Anmeldung beim Kreisjugendamt unter Telefon 02602/124-31 7 oder -453
Kreis stellt sich mit neuem Bildband vor
Überarbeitete Auflage mit 25 interessanten Autorenbeiträgen In Zusammenarbeit mit dem Ver- lag Kommunikation und Wirtschaft (Oldenburg) gibt der Westerwaldkreis im kommenden Jahr dnen neuen Bildband in der Reihe "Deutsche Landkreise im Portrait" heraus. Es handelt sich dabei um die zweite, völlig neu bearbeitete Ausgabe. Das durchgehend vierfarbige Buch wird in einer breit gefächerten Themenpalette den Landkreis in seiner lebendigen Vielfalt widerspie- 9dn: Geschichte und Kultur, Wirtschafts- und mrastruktur, Kommunikation und Verkehr, Bil- ung und Soziales, Handel und Handwerk, patur, Tourismus und Lebensqualität. Landrat e ter Paul Weinert unterstützt das Buchprojekt
und zeigt sich davon überzeugt, dass das Ergebnis wieder ein aussagekräftiger Überblick zum aktuellen
Geschehen in der Region sein wird. Rund 25 Autorenbeiträge sind den genannten Themen gewidmet und lassen ein umfassendes Bild eines liebens-und lebenswerten Landkreises entstehen, der sich den Herausforderungen des europäischen Wettbewerbs stellt. Darstellungen zahlreicher im Westerwaldkreis angesiedelter Unternehmen ergänzen das Kreis-Portrait. Damit tragen die Firmen zur Finanzierung des anspruchsvoll gestalteten Buches bei. Die Vorbereitungen für das neue Werk laufen schon seit mehreren Wochen. Der Fachverlag nahm bereits Kontakte zu den Betrieben auf. Daher weist die Kreisverwaltung mit Nachdruck darauf hin, dass nur autorisierte Außendienstmitarbeiter des Verlages Kommunikation und Wirtschaft mit einem Empfehlungsschreiben des Landrates ausgestattet sind. Zudem wurden und werden die Unternehmen im Vorfeld schriftlich informiert.
Infoabend zu rechtsradikaler Symbolik in Rückeroth
Entgegen der ursprünglichen Ankündigung wird der Info-Abend zu Symbolik und Kleidung von Rechtsradikalen am Montag, 19. November, 19.30 Uhr, nicht im Sitzungssaal der VG Selters, sondern im ev. jugendhaus „Baustelle" in Rückeroth stattfinden.
Das Schweigen der Opfer überwinden
Fachtagung mit Rechtsmedizinern hatte häusliche Gewalt zum Thema Scham und Angst sind die Begleiter von Gewalt, gerade dann, wenn die Gewalt in den heimischen vier Wänden stattfindet. Vörden neugierigen Fragen und Blicken der Nachbarn schützt oft die Sonnenbrille, beim Arzt wird typischerweise ein Unfall als Grund für Blutergüsse und Prellungen angegeben. Zu groß sind die Angst und die Schande, die viele Gewaltopfer begleiten und die Täter schützen. Klare Worte fand die Rechtsmedizinerin Dr. Sibylle Banaschak, Leitende Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln auf der Fachtagung des Runden Tisches
Rhein-Westerwald: „Viele Verletzungsmuster halten einer Plausibilitätsprüfung nicht stand, und die Ärzte sehen sich einerseits der ärztlichen Schweigepflicht und dem Selbstbestimmungsrecht der Patientin unterworfen und andererseits ist das Gewaltopfer letztlich vor Gericht jedoch ein Beweismittel. Damit ist nur eine gute Dokumentation der Verletzungen, beispielsweise durch Körperschemata und Photos sowie der Verzicht auf eine voreilige Interpretation hilfreich für die Opfer, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt". Das Opfer für eine Ganzkörperuntersuchung zu gewinnen, um Begleitverletzungen zu erfassen, die für die Ereignisrekonstruktion notwendig sind und ein Gespräch mit der Patientin ohne den Partner, seien die besten Möglichkeiten, das Schweigen zu brechen.
Das Schweigen der Opfer zu überwinden steht auch im Mittelpunkt der Arbeit von Dr. Smo- lenski, Chefärztin an der Dr. v. Ehrenwallschen Klinik in Ahrweiler, die auf die Behandlung trau- matisierter Menschen spezialisiert ist. Dr. Smo- lenskis Vortrag begann jedoch mit schockierenden Zahlen, nach diversen Studien gäbe jede 5. Frau an mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt geworden zu sein, 65 Prozent dieser Gewalt fände innerhalb der Familie statt. So sei es nicht verwunderlich, dass man davon ausginge, dass die medizinischen Kosten für die Gewalt auf 2,38 Prozent des Bruttoinlandproduktes geschätzt würden. „Diese Kosten entstehen nicht für das benötigte Pflaster", so Dr. Smolenski, „diese Kosten sind nicht relevant. Relevant sind die Kosten für die psychischen Folgeerkrankungen, nicht eingerechnet der volkswirtschaftliche Schaden zum Beispiel durch Erwerbsunfähigkeit."
Da die nicht behandelten Folgen von Gewalt immer schwieriger und komplexere Therapieeinsätze erforderten, sei eine zeitige Behandlung dringend angezeigt, so die Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Die Dr. v. Ehrenwallsche Klinik ermöglicht eine zeitnahe Aufnahme von Patienten für die Region uhd trägt somit dazu bei, die Hilfestruktur auch im Westerwald entscheidend zu verbessern. In der Beratungsstruktur ebenfalls bedeutent ist die Rechtsmedizin in Köln. Sie erstellt gerichtsverwertbare Gutachten und berät niedergelassene Ärzte. Seit einigen Monaten hat darüber hinaus die Opferambulanz an der Universitätsklinik Mainz ihre Arbeit aufgenommen.
Von links Doris Eyl-Müller (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Neuwied), Dr. Susanna Smc lenski (Dr.v. Ehrenwall'sche Klinik Ahrweiler), Schirmherr Günter Salzig (Bezirksgeschäftsfüf rer AOK), Dr. Sibylle Banaschak (Rechtsmedizin Uniklink Köln), Beate Ullwer (Gleichstellung: beauftragte Westerwaldkreis)

