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Wochenblatt VG Montabaur

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Das keramische Schaffen über Generationen geprägt

Der Westerwald kreis verleiht den Ehrenpreis Deutsche Keramik 2008 an Gisela Schmidt-Reuther

Nachdem der Westerwaldkreis seit über zehn Jah­ren keinen Ehrenpreis mehr verliehen hat, hat sich der Kreistag nunmehr für die Ehrung von Gisela Schmidt-Reuther entschieden.

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Gisela Schmidt-Reuther freute sich sehr über die Nachricht von der Auszeichnung durch den Westerwaldkreis, die von Landrat Peter Paul Weinert persönlich überbracht wurde.

Mit dem Ehrenpreis Deutsche Keramik würdigt der Westerwaldkreis das Werk lebender deutscher Keramiker, die sich durch bedeutende Leistun­gen hervorgetan und die Entwicklung des künst­lerisch-keramischen Schaffens wesentlich mitge­prägt haben.

Die jetzt in Rengsdorf (Kreis Neuwied) lebende Keramikerin hat sowohl als Künstlerin wie als auch als Lehrerin das keramische Schaffen in Höhr-Grenzhausen und weit darüber hinaus geprägt. Sie vereint unnachahmlich die Poten­tiale einer fundierten Bildhauerin, einer Zeichnerin mit präziser Note für Details, aktuelle Situation und Prägnanz in Ihren Vorskizzen und Aquarellen wie in den Keramikmodellen für ihre oft großformatigen Arbeiten. Die großartigen figürlichen Plastiken der Künstlerin strahlen bis ins Jahr 2007 künstlerische Aktualität aus. Sie dienten und dienen nach wie vor als Studienob­jekte für Generationen von Studierenden. Sie ist seit 1969 Mitglied der Academie International de la Ceramique und Gründungsmitglied der Grup­pe 83. Landrat Weinert überbrachte der 92jähri- gen Keramikerin die Entscheidung des Kreista­ges, sie mit dem Ehrenpreis für Keramik in ihrem Lebenswerk zu würdigen. Die offizielle Preisver­leihung, die mit einer Ausstellung verbunden ist, wird im April 2008 im Keramikmuseum Wester­wald in Höhr-Grenzhausen stattfinden.

„Gewalt und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit"

Fachtagung klärt über ärztliche und rechtsmedizinische Aspekte von häuslicher Gewalt auf Dass Gewalt der Gesundheit schadet, sollte eigentlich logisch sein. Allerdings ist der Zusam­menhang zwischen Gewalterfahrungen und

Krankheit häufig, selbst von Fachleuten wie Ärz­ten oder Psychologen, schwierig zu erkennen. Bei einer oberflächlicher Betrachtung sind Erkran­kungen aber auch Verletzungen oft nur schwer­lich auf Gewalteinwirkungen zurückzuführen, nicht selten liegen zwischen Ursache und Wir­kung gravierende Zeitspannen, so dass es auch für Arzte und Ärztinnen nicht einfach ist, dies zu diagnostizieren, zumal auch die Patienten gera­de im Falle von häuslicher Gewalt aus Scham oder Angst oft die Wahrheit verschweigen. Gleichzeitig sind jedoch vor Gericht Gewaltan­wendungen verständlicher Weise zu belegen. Ärzte oder auch Erzieherinnen sind jedoch oft die einzigen Personen, denen Gewaltanwendungen überhaupt auffallen können, da mit der Gewal­terfahrung häufig Isolation und Zurückgezo­genheit einhergehen.

Dem Runden Tisch Rhein-Westerwald, an dem im Rahmen des Rheinland-Pfälzischen Projektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen verschiedene Hilfsorganisationen, Polizei und Verbände aus dem Westerwaldkreis, Stadt und Kreis Neuwied sowie dem Landkreis Altenkirchen Zusammenarbeiten, ist es gelungen, Expertin­nen für eine Fachtagung zu gewinnen, die sich bestens mit dem Themenkomplex „Gewalt und Gesundheit" auskennen: Dr. Sibylle Banaschak ist Fachärztin für Rechtsmedizin und leitende Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin der Uni­versität Köln und Dr. Susanna Smolenski. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Chefärztin an der Dr. v. Ehrenwall'schen Klinik in Ahrweiler. Der Runden Tisches Rhein-Westerwald lädt alle Interessierten zu dieser Fachtagung am Mitt­woch, 24. Oktober, ab 14 Uhr, ins Roentgen-Muse- um (ehemals Kreismuseum) nach Neuwied ein.

Die Veranstaltung ist von der Bezirksärztekam­mer Koblenz als Fortbildung anerkannt und wird mit fünf Punkten angerechnet.

Informationen Beate Ullwer, Tel. 0 26 02 - 124 606, beate.ullwer@westerwaldkreis.de oder Doris Eyl-Müller, Tel. 02631/803 410 oder doris.eylmueller@kreis-neuwied.de

Erstattung der gezahlten Eltern­beiträge für „Kann-Kinder" im Kindergartenjahr 2006/2007

Seit Januar 2006 gilt in Rheinland-Pfalz die Bei­tragsfreiheit des letzten Kindergartenjahres. Für Kinder, die seit August 2007 vorzeitig die Grund­schule besuchen und nach dem 30. Juni 2001 geboren wurden, können sich die Eltern daher vom Kreisjugendamt in Montabaur die im Zeit­raum September 2006 bis August 2007 tatsäch­lich an die Kindertagesstätte gezahlten Eltern­beiträge erstatten lassen. Voraussetzung hierfür sind zum einen die Bescheinigung der Kinderta­gesstätte, dass und in welcher Höhe für das Kind Elternbeiträge im Kindergarten gezahlt wurden, und zum anderen der Nachweis der Grundschu­le, dass eine vorzeitige Einschulung erfolgt ist. Entsprechende Anträge werden den Eltern von den Kindergärten ausgehändigt oder können telefonisch bei der Kreisverwaltung des Wester­waldkreises unter Telefon 02602/124-355 anqe- fordert werden. y

In diesem Zusammenhang weist die Oberfi­nanzdirektion in Koblenz alle Eltern, die einen sol­chen Antrag stellen oder bereits gestellt haben,

auf folgendes hin: Gezahlte Elternbeiträge y dergarten können unter gewissen Vorausset! gen Steuer mindernd berücksichtigt werd I soweit diese nicht wieder erstattet werden!

Rahmen der Einkomrnensteuererklärijnqm

daher sowohl der gezahlte als auch der erstatt te Betrag dem Finanzamt angegeben werdejl Nähere Auskünfte zum steuerrechtlichen Hinte* grund erhalten unter der Info-Hotline des Fina! amtes: 0180/3757 400 (Mo. bis Do. 8:00-1?| für 9 Cent pro Minute). j

Westerwald kreis

setzt verstärkt auf Solarstrom

18-KW Photovoltaik-Anlage auf der BBS Montabaur ging in Betrieb

Der Westerwaldkreis setzt verstärkt auf den fi satz regenerativer Energie. Mit der InbeM nähme einer 1 8 KW-Photovoltaikanlageaufdj Dach der Berufsbildenden Schule (BBS) Mont baur speisen die Solaranlagen des Kreises m samt rund 38.000 Kilowattstunden jährlich! öffentliche Stromnetz. Sämtliche Anlagen bei den sich derzeit auf kreiseigenen Schulen. La Landrat Peter Paul Weinert, der die 102.000En teure Anlage zusammen mit Schulleiterin Sabii Nugel jetzt offiziell in Betrieb nahm, sollen! noch mehr werden. Nach einer umfangreich! Dachsanierung werden bald schon Sonnenko lektoren das Dach der Kreisverwaltung in M« tabaur zieren.

Eine Investition, von der unser Klima pro! ren wird: Landrat Peter Paul Weinert, fri heim Graf (stellvertr. Schulleiter, Schulleit| Sabine Nugel und Fachlehrer'Werner Sf (von rechts) nahmen die neue Solaranlage dem Dach der BBS in Betrieb.

"Der Westerwald hat sich mittlerweile zumZe trum erneuerbarer Energien entwickelt",^! Weinert und wies unter anderem auf diezahln chen Windkraftanlagen in der Region, aberau auf Möglichkeiten der Wärmegewinnung mit fe von Holzpellets oder gar Elefantengras "Der Kreis geht da natürlich gerne mit gutem spiel voran", begründete Weinert den ßa 18-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem -■ Schuldach. Derzeit vermeiden alle Anlagen Kreises zusammen den Ausstoß von jährliche 27 Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxy s. die Abwicklung des operativen Cesc „Stromgewinnung" gründete der Kreis „Solarstrom Westerwaldkreis" einen eig fi Betrieb. Errichtet wurde die Anlage von < ma Josef Schmitz, Wirges.