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Wochenblatt VG Montabaur

Nr ' 13/2007

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BBS Montabaur um 18 Klassenräume erweitert

Westerwaldkreis investiert 2,2 Millionen Euro in Anbau - Raumnot jetzt entschärft

„Ein Anbau - das hört sich zunächst ziemlich läp­pisch an. Doch hier ist etwas entstanden, was anderer Stelle eine komplette Schule darstellen würde", meinte Landrat Peter Paul Weinert als Ver­treter des Schulträgers in seiner Rede anlässlich der Einweihung eines Anbaus der Berufsbildenden Schule (BBS) Montabaur. 1 7 Klassenräume, ein Computerraum und weitere Räumlichkeiten lin-

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Kreis sieht keinen Grund, Arge-Vertrag zu kündigen

Kreisgremien müssen beteiligt werden - Genügend Zeit, um Alternativen auszuarbeiten „Selbst im Falle einer nicht auszuschließenden Kündigung des ARGE-Vertrages durch die Agen­tur für Arbeit bleibt zunächst einmal bis zum 31. Dezember diesen Jahres für die Bürgerinnen und Bürger im Westerwaldkreis und auch für die betei­ligten Verwaltungen alles bei den bisherigen Regelungen." Darauf weist der Erste Kreisbeige­ordnete Kurt Schüler hin. Damit sei für den Westerwaldkreis ausreichend Zeit gegeben, um nach genauer Prüfung und nach ordnungs­gemäßer Beteiligung der Kreisgremien über den möglichen Abschluss eines geänderten neuen Vertrages oder auch sonstige Alternativen zu ent­scheiden. Der Grund: Die Agentur für Arbeit in Montabaur war Anfang März an den Wester­waldkreis mit dem Wunsch herangetreten, der Kreis möge seinen Anteil an den Personal- und Verwaltungskosten deutlich erhöhen. Landrat Peter Paul Weinert hatte der Agentur für Arbeit daraufhin mitgeteilt, dass er derzeit für den Westerwaldkreises keinen Grund sehe, von dem bestehenden Vertrag abzuweichen oder diesen seitens des Kreises gar zu kündigen. Zudem sei eine Änderung des bestehenden Vertrages nur nach eingehender Beratung in den Kreisgremien und schließlich nur nach Zustimmung durch den Kreistag möglich, was kurzfristig - jedenfalls bis zum nächsten möglichen Kündigungstermin am 31. März - nicht umzusetzen sei. Zwischen der Agentur für Arbeit in Montabaur und dem Westerwaldkreis besteht seit Dezember 2004 ein gültiger Vertrag, der in der Umsetzung der Hartz IV Gesetzgebung die Einrichtung der Arge regelt. Die Arge ihrerseits entscheidet über die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger bezüglich Arbeitslo­sengeld II sowie der Kosten der Unterkunft und gewährt die entsprechenden Leistungen. Der Ver­trag über die Einrichtung der Arge ist nach lan­gen Verhandlungen zwischen den Vertragspart­nern einvernehmlich und auf Seiten des Wester­waldkreises nach entsprechenden Beschlüssen der Kreisgremien durch Landrat Peter Paul Weinert unterzeichnet worden. Dieser Vertrag regelt unter anderem auch, dass sich der Westerwaldkreis nach einem dort genau festgelegten Schlüssel an

dern seit der Inbetriebnahme im Januar die Raum­not an der BBS Montabaur. Jetzt wurde der 2,2 Millionen Euro teure Erweiterungsbau im Beisein vieler Gäste offiziell eingeweiht. Weinert: "Wir sind sparsam, geben das Geld aber da aus, wo es drauf ankommt." Und Bildung sei im Westerwald die wichtigste Grundlage für die Zukunft in einer zunehmend globalisierten Welt. Er dankte allen am Bau Beteiligten für ihre Arbeit und allen Mit­arbeitern der Schule und den Schülern für ihr Ver­ständnis für manch widrige Umstände während der Umbauzeit. Den symbolischen Schlüssel übergab Architekt Martin Dürr, des­sen Vater schon vor 30 Jahren für den damali­gen Neubau der BBS Montabaur verantwortlich gewesen war, an Landrat Weinert und Schullei­ter Ulrich Hanne.

Er lobte alle Beteiligten für die relativ rei­bungslose Bauphase, in der trotzdem die eine oder andere kritische Situation gemeinsam gemeistert werden musste und hofft, dass sich Schüler und Lehrer im neuen Gebäude wohl fühlen werden.

den Personal- und Verwaltungskosten der Arge beteiligt (derzeit rund 313.000 Euro jährlich). Daneben erbringt der Westerwaldkreis als weite­ren Anteil die Finanzmittel, die an Kosten der Unterkunft als Leistungen an den berechtigten Kreis der Bürgerinnen und Bürger im Wester­waldkreis gewährt werden. Im Haushalt des Westerwaldkreises sind im Jahre 2007 hierfür 17 Millionen Euro bereit gestellt. In dem Vertrag ist weiterhin festgelegt, dass jeder Vertragspartner den Vertrag einseitig jeweils bis zum 31. März eines Jahres kündigen kann, mit der Folge, dass der Vertrag dann zum Ende des Jahres ausläuft.

Stärkere Beteiligung heimischer Unternehmen an Milliardeninvestitionen

Fraport AG und Westerwaldkreis werden weitere Potenziale der Region erschließen „Wir wollen näher zusammenrücken und mehr voneinander profitieren", diese Aussage steht im Mittelpunkt der Gespräche, die der Westerwald­kreis seit einigen Monaten mit Verantwortlichen des Flughafenbetreibers Fraport AG in Frankfurt führt. Nur 25 Minuten trennen den erfolgreichen ICE-Bahnhof Montabaur an der Hochgeschwin­digkeitsstrecke Köln-Frankfurt vom internationa­len Airport, der Nummer 3 im europäischen Luft­verkehr. Ein erster Schritt ist eine umfassende Information über die anstehenden Investitionen am Frankfurter Flughafen, die sich für die näch­sten Jahre auf 6 Mrd. Euro belaufen. „Es ist der Wunsch der Fraport AG, verstärkt Unternehmen aus dem Westerwaldkreis und dem Wirtschafts­raum um den ICE-Bahnhof an den Investitionen zu beteiligen", betont Peter Paul Weinert, Land­rat des Westerwaldkreises. Weinert fügt hinzu: „Wir sind froh, dass unsere Gespräche mit dem Flughafenbetreiber ein positives Echo gefunden haben und wir im Ergebnis Aufträge in den Westerwald holen können." In enger Kooperati­on mit der Industrie- und Handelskammer Koblenz, Geschäftsstelle Montabaur, und der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald arbei­tet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wester­waldkreis mbH mit Hochdruck an dieser Thema­tik. In Abstimmung mit der Fraport AG informiert diese Sonderausgabe des „Westerwälder Wirt­schaftsbriefes" ausführlich über Ausschreibungs­

verfahren, Vergabemodalitäten und Vorausset zungen einer Beteiligung. Die Partner Wirt Schaftsförderungsgesellschaft, Industrie- und Han delskammer sowie Kreishandwerkerschaft wäre in den zurückliegenden Jahren immer wiedel Motor für die gute Entwicklung des Bahnhofes „Die außerordentlich gute Zusammenarbeit uns* rer Wirtschaftsinstitutionen in den letzten Jahren hat sich für den ICE-Bahnhof und die Reqi on immer wieder ausgezahlt. Wir gehen davon aus dass auch unsere jetzigen Gespräche und gemein­samen Vorhaben mit der Fraport AG gute Ergeb­nisse für unseren Wirtschaftsraum bringen", saot Wilfried Noll, Geschäftsführer der Wirtschaftsför­derungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH. Die Gespräche mit der Fraport AG gehen auch in andere viel versprechende Richtungen. Der ICE- Bahnhof Montabaur wird zunehmend für Fluq- und Geschäftsreisende sowie Pendler interessant Die schnelle und bequeme Anbindung an den Frankfurter Flughafen und das kostenfreie Park­platzangebot am ICE-Bahnhof in Montabaur sind außerordentlich gute Voraussetzungen zur Erschließung weiterer Fahrgastpotenziale, von denen Bahnhof und Airport gleichermaßen profi­tieren. Gemeinsam will man die Potenziale im Zuge einer umfassenden Verkehrsuntersuchung ermitteln und Ansätze zur Attraktivitätssteigerung der Angebote aufzeigen: Welchen Einzugsbereich hat der ICE-Bahnhof? Mit welchen Mitteln kön­nen weitere Potenziale erschlossen werden? In welchem Umfang werden Zubringerdienste genutzt und wovon machen potenzielle Bahn- und Flughafenkunden ihre Entscheidungen abhängig? Das Einbeziehen der Unternehmen im Einzugsbereich ist ebenso vorgesehen wie die stichprobenbezogene Befragung von Haushalten und derzeitigen ICE-Nutzern. Befragt werden sol­len auch Reisebüros und Tourismuseinrichtungen im näheren und weiteren Umfeld des ICE-Bahn- hofs. Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Fra­port wollen den Startschuss für.die breit angeleg­te Potenzialuntersuchung eines anerkannten For- schungs- und Beratungsinstituts, die auch seitens der Verbandsgemeinde Montabaur unterstützt wird, in Kürze abgeben.

„Das Wäller Rind -

Eine Westerwälder Haustierrasse"

Ausstellung vom 1. April bis 31. Oktober im Landschaftsmuseum Westerwald Wussten Sie, dass es auf den Weiden des Wester­waldes früher eine spezielle Rinderasse gab? Das Westerwälder Rind war von recht zierlicher Gestalt mit rotbrauner Färbung und weißen Blessen. Auf­fallend waren die breiten braunen Ringe um die Augen, die wie eine Brille wirkten. Über die Ver­breitung der Rasse, ihre Merkmale und Leistun­gen sowie die Bedeutung der Tiere, deren Züch­tung seit 1937 nicht weiter betrieben wurde, infor­miert jetzt das Landschaftsmuseum Westerwald. Die Ausstellung „Das Wäller Rind - Eine Wester­wälder Haustierrasse" entstand in fachlicher Zusammenarbeit mit Antonius und Markus Kunz aus Gehlert und ist vom 1. April bis 31. Oktober im Westerwälder Kleinhaus des Landschaftsmu- seums zu sehen. Zur Eröffnung am Sonntag, den 1. April um 16:00 Uhr, sind alle Interessierten herz­lich eingeladen. Landschaftsmuseum Westerwald, w- pziger Str. 1 , 57627 Hachenburg Telefon: 02662-745 ,

www.landschaftsmuseum-westerwald.de

Kwn