Wochenblatt VG Montabaur
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Mistel wird für Streuobstwiesen zum Problem
verloren, oftmals verabschiedet sich der Baum ein bis zwei Jahre später komplett aus der Produktion und geht irgendwann ein. Die Mistel
Schmarotzer ist nicht mehr geschützt - Baumexperten geben Tipps
WESTERWALDKREIS. Die Mistel, das immergrüne „Glückssymbol" aus dem angelsächsischen Raum, um das sich seit Jahrhundert zahlreiche Legenden ranken, erfreut sich in der Weihnachtszeit auch bei uns wachsender Beliebtheit zum Beispiel als Türschmuck. Andererseits entwickelt sich die Mistel auch im Westerwald mehr und mehr zu einem Problem(be)fall.
A.
Mit diesem starken Mistelbefall ist der alte Apfelbaum zum Absterben verurteilt.
Gerade jetzt, wo die Blätter der meisten Apfelbäume abgefallen sind, geraten die vorhandenen Misteln als Kugeln oder kleineren Gebilde ins Blickfeld. Häufig ist der Besatz der Obstbäume so stark, dass meist die obere Kronenhälfte optisch geschlossen erscheint (siehe Foto). Die Partien sind dann bereits für die Obstproduktion
wächst als immergrüner Strauch auf Laubbäumen als Halbschmarotzer. Über ihr Wurzelsystem entzieht sie dem Baum Nährstoffe. Am häufigsten ist die Weißbeerige Form (Viscum album) vorzufinden, bekannt auch als Laubholzmistel. Sie gedeiht insbesondere auf Apfelbäumen, Linden, Pappeln und Anhorngruppen.
Die weißlichen Beeren reifen im Dezember und bilden dann für Vögel, vor allem die Drossel, eine willkommene Nahrungsquelle. Über diesen Weg findet dann auch die Verbreitung statt. Umgeben vom zähen Schleim sorgen die Keimlinge, vom Vogel am Wirtsbaum abgestreift oder mit dem Kot ausgeschieden, dafür, dass die Pflanze ihre Saugwurzeln schnell in das Holz einwachsen lassen kann. Das Wachstum des Halbparasiten geschieht sehr langsam, so dass er sich in den ersten Jahren eher unentdeckt entwickeln kann. Ist ein Baum befallen, sterben innerhalb von zehn Jahren wichtige Äste ab und die bekannten „Kugeln", die einen Durchmesser 60 - 80 cm erreichen, sorgen für den langsamen Tod des Baums. Der Streuobstanbau und die Pflege der Streuobstwiesen hat nach wie vor große Bedeutung in der Förderung der ökologischen Vielfalt. Wer diesen ökologischen Baustein erhalten und die Bäume als Obstlieferant weiter nutzen möchte, der sollte zielgerichtet die Mistel unabhängig von der Jahreszeit ausschneiden. Die „blattlose" Zeit eignet sich aus verschiedenen Gründen am Besten dazu. Dem Ausschneiden steht der Naturschutz nicht gegen. In Rheinland-Pfalz zählt die Mistel nicht zu den geschützten Arten. Wer für den Baumschnitt fachliche Hilfe benötigt, kann bei der Kreisverwaltung unter Telefon 02602 124-213, eine Liste von „Baumexperten" erhalten.
Trend zu Gymnasien ungebrochen
Nur noch 1.500 Erstklässler 2012 - Kreisverwaltung legt Schülerzahlen vor
WESTERWALDKREIS. Die demografische Fehlentwicklung, wie sie in der gesamten Bundesrepublik mehr oder minder zu beobachten ist, verschont auch den Westerwaldkreis nicht. Rechnet man die Zahlen der Geburten hoch, wird klar, dass es zukünftig immer weniger Erstklässler geben wird. Schon im laufenden Schuljahr 2006/07 ist die Zahl der Grundschüler insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um weitere rund 100 Kinder auf nunmehr 9.208 gesunken. Das geht aus den Statistiken hervor, die die Kreisverwaltung jetzt dem Kreisausschuss vorlegte. Erst richtig drastisch erscheint die Entwicklung, wenn man den Zeitraum von 2003 bis 2012 betrachtet, wo ein Rückgang der ABC- Schützen von rund 36,5 Prozent prognostiziert wird. Denn laut vorliegendem Datenmaterial werden im Jahre 2012 nur noch 1.510 Kinder eingeschult werden. Bei den weiterführenden Schulen müssen die Daten differenziert betrachtet werden. Bei den Regionalen Schulen sowie den Realschulen sind nur leichte Schwankungen auf hohem Schülerniveau zu verzeichnen. Der Trend zu den
Gymnasien hält unvermindert an. So stiegen die Schülerzahlen im Vergleich zum Vorjahr weiter an. In Höhr-Grenzhausen wurden 36, am Mons- Tabor-Gymnasium Montabaur 60 und am Kon- rad-Adenauer-Gymnasium Westerburg 59 Schülerinnen zusätzlich gezählt. Ursächlich hierfür ist ein stark verändertes Wechselverhalten nach der Grundschule sowie höhere Übergangsquoten - insbesondere von „Quereinsteigern aus Realschulen" - von der 10. Klasse in die Oberstufe. Bei allen in Trägerschaft des Westerwaldkreises befindlichen Gymnasien hat dies zur Folge, dass die Grenze der räumlichen Kapazitäten erreicht oder teilweise schon überschritten ist.
Die in Trägerschaft der Kirchen oder des Landes befindlichen Gymnasien betrifft diese Problematik nicht, da hier festgesetzte Obergrenzen bei den Schülerzahlen bestehen. Aber selbst die Einrichtung des neuen privaten Gymnasiums in Bad Marienberg (ab 2006/07 mit einer zweizügigen zweiten Klassenstufe) führt nicht zu einer spürbaren Entlastung der kreiseigenen Gymnasien. Bei den Berufsbildenden Schulen zeigt der Vergleich zwischen dem letzten und dem laufenden Jahr wiederum nur leichte Schwankungen, die innerhalb der statistischen Norm liegen. Aber auch in dieser Schulform wird seit Jahren auf der Basis einer sehr hohen
Schüleranzahl unterrichtet. Bei den u geht die bereits im letzten |ah, tendenz ungebremst weiter. Gincm/ 2003/04 noch 2.496 Kinder in Ä es zu Beginn dieses Schuljahres 2oÄ*1 1.886. Dies bedeutet einen RüdTS'l Prozent im Vergleich zum Vorjahr uM2S? im Vergleich zum Schuljahr 2003/04 nlr schülerzahl im Westerwaldkreis beläuft Z, 29.316. Diese Zahl beinhaltet nicht*«M außerhalb des Kreises, z.B. in Dierdorf ul !| lendar und Koblenz Schulen besuchen.. ^
Westerwaldkreis sehr gut platziert
INSM-Studie sieht WW im ersten Drittel] Kreise und kreisfreien Städte *
WESTERWALDKREIS. Der Westerwaldkreisb mit 53,2 Punkten Platz 139 von insgesamt! deutschlandweit untersuchten Kreisen undkj freien Städten im ersten wissenschaftlichenü] nalranking der Initiative Neue Soziale Markt! schaft (INSM). Innerhalb des Landes Rhein! Pfalz belegt der Westerwaldkreis einen hervl genden zehnten Platz unter 36 Kreisen und J freien Städten. Damit führt er den Vergleicf nördlichen Rheinland-Pfalz an, noch vor d Rhein-Lahn-Kreis und den Kreisen Koblenz, Altenkirchen und Neuwied. „Daseif einen, wenn unsere Anstrengungen, denWeJ waldkreis weiter nach vorne zu bringen, i solche hervorragende Zahlen belohnt werdl meint Landrat Peter Paul Weinert nicht ohne51 nach Veröffentlichung der Zahlen. Gleidizj verdeutlichten sie, so Weinert, auf welchen! dem noch hart gearbeitet werden muss. Hier^ ge der Ergebnisse: Besonders punkten konnte] Westerwaldkreis bei der Arbeitsplatzversorgl 65 Prozent aller Erwerbsfähigen zwischen 15| 65 Jahren hatten 2005 einen Job (Bund: 59,2P zent). Hiermit führt WW in Rheinland-Pfalzj landet in Deutschland auf Rang 53. Außerdem gibt es wenig LangzeitarbeitslosJ Westerwald kreis. So lag im Jahr 2005 deren An bei 24,9 Prozent. Im Bundesdurchschnittsiij hingegen 35,4 Prozent. Ein sehr guter Rand bundesweit, im Land Platz fünf. Die Verwal| im Westerwaldkreis gilt im BundesvergleiuJ sehr schlank. Statistisch gesehen kommen ad Einwohner 1,09 öffentlich Beschäftigte(20041 Bundesdurchschnitt sind es 1,5. Gutabschnef kann der Kreis auch beim Demografieindex. _ Punkte (Bundesdurchschnitt 100) bringeM 97, im Land den 4. Platz. Die Schwachen: Nia ger als im Bundesmittel ist hier der Antei fl qualifizierter Beschäftigter: Nur 3,8 Proze sozialversicherungspflichtig Beschäftig
desschnitt 7,5 Prozent) haben hier einen,u
sitäts- oder Fachhochschulabschluss. In
Deutschland, im Land Platz 30. Rech , im Westerwaldkreis die kommunale | Mit rechnerisch 2135 Euro ist jede
belastet (2004). Der entsprechende Wert i
desschnitt liegt bei 1438 Eurö. Rang ' der 19. Platz. „Rechnerisch richtig, abenjj wissen, dass etwa 60 Prozent uns
von den Verbandsgemeindewer
werden, die im Westerwaidkreis ne g . nen zum Beispiel in Kläranlagen g 9 meint Landrat Weinert hierzu UnbrfJJ,
außerdem die Ausbildungsplatzdicn
Nur 94,3 Ausbildungsplätze gab« f statistisch gesehen für 100 Na weit sind es 96,8 Lehrstellen.

