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Montabaur

Nr. 26/2006

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furseuchenbekampfung

«künftig über die

Eisgrenzen hinweg

Westerwald, AJtenklrchen, Neuwied JJJiein Lahn vereinbarten eng« Unmenarbeit - gemeinsames Zentrum geplant

Auftreten hoch ansteckender Tierseu- * wie Schweinepest. Maul- und Klauenjeu- oder Vogelgrippe werden di« rechtsrtieini- ^rheinland-pfalrnchen Landkreise Aiten- JJen, Neuwied, Rhein-iahn und Wester- dd künftig eng Zusammenarbeiten. Hierzu von den Landraten der Kreise eine Ver­eng getroffen, die Fragen der notwerv jm Bereitschaftsdienste, di« gegenseitige yjjotützung mit Veterinär- und Verwal- LMpersonal und die Einrichtung eines Kn- jpJjentrums regelt. Das teilt die Kretsverwal- yig jn Montabaur mit.

Die Vereinbarung gründet auf der Einsicht, tosde schnelle Ausbreitung solcher Seuchen mit den heute europaweiten Auswirkungen nn den Amtstierarzten und -arztinnen und ton Verwaltungspersonal der Kreise nur noch gemeinsam ausreichend bekämpft werden tann. Dies hatten wiederholte Erfahrungen in toi letzten fahren mit der Bekämpfung der JdMeinepest besonders im Landkreis Bitburg- Prum gezeigt Auch dort sei Personal aus undiiedenen rheinland-pfälzischen Kreisen gegen die Schweinepest eingesetzt worden.

Mt der Vereinbarung erhalt die gegenseitige Äe zwischen den Landkreisen, so Landrat Peter Paul Wernert, ein solides Fundament. Sie tele zudem eine Fortführung einer schon seit ehigen fahren bestehenden Regelung dar, wh der sich die Amtstierarzte und -arztinnen <n Vorfeld einer Tierseuche bei deren Unter- üjchung im Verdachtsfall gegenseitig unter- tutzen. Diese Unterstützung habe nun ihre jMvolle Fortführung erfahren, indem auch to weitere Ablauf der Bekämpfung die Landkreise ubergreifend erfolgen könne.

Frauen in Aktion:

WorkshopPersonlichkeitsgestaitung~

h Rahmen des Projekts .Frauen in Aktion" r*rctaltet Bntta (ahn in Zusammenarbeit mit «Gleichstellungsstelte des Westerwaldkretses r Freitag, 7. Juli von 10 bis 17 Uhr einen £'* ü 9*9* n Workshop unter dem Motto .Für ^wsten Eindruck gibt es kein« zweite

^Mittelpunkt steht Personlichkeitsgestattung «w Färb- und Stilberatung. Die Teilnehme- r^ahren, welche Farben, Kleidung, Fn- . xnmuck und Brille zu ihnen passen und LJ** «Aachen Tipps professionell ge- r 0 « aussehen können. Eine jeweils indrvs- Dv ,st Workshop vorgesehen.

15 1 , *? **^*9®° Inklusive Arbeitsmatenal i^fo, Veranstaltungsort ist der Seminar- Max ' A utohol in Mogendorf

n, * J eil ?? Mne, innenzahl begrenzt ist, wird 5 ,^'dung unter Telefon 06435/3277

Biotopkataster wird aktualisiert

Der Westerwaldkreis zählt zu den Landkreisen m denen das Land Rheinland-Pfalz in einer .ersten Runde" eine Neuerfassung der bedeut­samen Biotope durchführen lässt. Die derzeit vorliegenden Daten zu den schutzwürdigen Biotopen sind fast vollständig veraltet und müssen dringend aktualisiert werden, um als Grundlage für die Bewertung des Naturhaus­halts oder zum Beispiel auch für die Land- JChaftsplanung dienen zu tonnen. Die Fortent­wicklung des Biotopkatasters hat außerdem zum Ziel, die Umweltdaten effizienter zu ver­walten und den Service zur Bereitstellung der Daten zu verbessern.

Mit der digitalen Erfassung der schutzwürdi­gen Biotope im Westerwaldkreis ist die ArCe Biotopkartierung Rheinland-Pfalz, Langscheid, beauftragt worden. Mitarbeiter der Arbeitsge­meinschaft fuhren bis zum 15. Oktober die Biotoperfassung im gesamten Kreisgebiet durch. Dabei wird es notwendig sein, dass ins­besondere land- und forstwirtschaftlich ge­nutzte Grundstücke betreten werden.

Die Kreisverwaltung bittet die Eigentümer und Nutzungsberechtigten der betroffenen Grund­stücke, den Zugang zu gewahren und die Mit­arbeiter der Arbeitsgemeinschaft so weit erfor­derlich und möglich bei ihren Arbeiten zu un­terstützen.

Den Enkeln werden keine Probleme hinterlassen"

Beispiellose Deponiesanierung kostete über 18 Millionen Euro RENNEROD. Der Westerwaldkreis hat seine Hausmulldeponie Rennerod durch Umlage­rung aller Altabfälle auf neu abgedichtete Deponieflachen vollständig saniert.

In einem Zeitraum von zehn fahren sind damit rund 750.000 Kubikmeter Altmüll aufgenom­men, grob sortiert und modernen Umwelt­standards entsprechend neu abgelagert wor­den. Die Umlagerungsaktion war die größte, die es in Deutschland je gegeben hat.

Die Deponie Rennerod als eine der beiden Hausmülldeponien im Westerwaldkreis wurde von Anfang der 70er fahre bis Ende der 80er Jahre mit Hausmüll, Gewerbeabfall, Erdaushub und Bauschutt befüllt.

Damals wurden Deponien üblicherweise noch ohne Untergrundabdichtung betrieben. Das bedeutete auf die Dauer ein hohes Gefah­renpotential.

Deshalb entschloss Anfang der 90er Jahre der Kreis, die Altdeponie zu sanieren, da durch das unkontrollierte Abfließen von Sickerwasser in den Untergrund langfristig das Grundwasser hatte belastet werden tonnen.

Nach Auswertung verschiedener technischer Varianten wurde festgelegt, die Sanierung durch den Komplettrückbau der Altdeponie durchzuführen.

Beginnend im fahr 1996 wurden in fünf Bau­abschnitten insgesamt etwa 785.000 Kubik­meter Altabfälle ausgebaggert und auf basis- abgedichtete Deponieflächen verbracht. Dabei wurden allein am Standort Rennerod rund elf Millionen Euro für neue Abdichtungs­

flächen investiert. Weitere Altabfälle sind auf die Deponie Meudt transportiert worden, die ebenfalls technisch hochwertig ausgestattete Deponieflächen zur Verfügung stellen konnte. Nach einer Gesamtbauzeit von zehn Jahren sind nun alle Sanierungsmaßnahmen abge­schlossen.

Die Gesamtkosten für die Rückbauaktion betra­gen cirka 6,5 Millionen Euro, was pro Kubik­meter Altmüll 8,30 Euro ausmacht.

Insgesamt sind am Standort Rennerod damit in diesem Zeitraum rund 18 Millionen Euro im Sinne des Umweltschutzes und eines wirksa­men Grundwasserschutzes investiert worden. In dieser Größenordnung ist das Projekt deutschlandweit ohne Beispiel und hat bereits in der interessierten Fachöffentlichkeit große Resonanz gefunden.

Der Umweltschutz und ein wirksamer Grund­wasserschutz waren für unsere Entscheidung ausschlaggebend", resümiert Landrat Peter Paul Weinert das Projekt.

Wir wollten auf gar keinen Fall die Probleme unserer Generation den Enkeln hinterlassen." Die Entfernung der Altabfälle von einer nach unten nicht gesicherten Ablagerungsfläche und die Nutzung von neuen Deponieabschnit­ten nach technisch hochwertigem Standard garantieren einen wirksamen Umwelt- und Grundwasserschutz.

Gleichzeitig sind nun im Voraus nicht ab­schätzbare Umweltrisiken ausgeschlossen. Besonders stolz sind die Verantwortlichen da­rauf, dass der Westerwaldkreis trotz der im­mensen Kosten dieses Projektes, das ohne Zu­schüsse durchgeführt werden musste, im Lan­des- und Bundesvergleich immer noch günsti­ge Abfallbeseitigungsgebühren hat.

Niki De Saint Phalle wird gefeiert

Das Atelier für Kunst und Therapie Montabaur und Gleichstellungsstelle des Westerwaldkrei­ses laden bei freiem Eintritt gemeinsam zu einer Ausstellung und dem FestHommage an Niki de Saint Phalle" am Samstag, 8. Juli, ab 15 Uhr in die Werkstraße 1 in Montabaur ein. Der Tag zu Ehren von Niki De Saint Phalle soll genauso bunt wie Ihr Werkschaffen werden: Zu sehen gibt es vielfältige Skulpturen, Zeich­nungen, mediale Präsentationen und Malerei der Frauen, die sich in den letzten beiden Jahren im Atelier Kunst und Therapie auf die Suche nach ihrer eigenenNANA" gemacht haben. Besucher sollen an diesem Tag (aber auch darüber hinaus) animiert werden - abseits des oftverkopften" Alltags - der eigenen Krea­tivität Raum zu geben und Neues zu entde­cken. Jutta Maria Dostert ist nicht nur mit ihren bekannten Netz-Installationen vertreten, son­dern tischt auch ein ganz besonderesImpro­visations-Tagesmenü" auf. Ana Belen del Cano führt, geschmeidig und kraftvoll, in die Kunst des Ägyptischen Tanzes ein.

Wer mehr über das Leben und Werk von Niki De Saint Phalle wissen möchte, erfährt dies in dem FilmWer ist das Monster? Du oder ich?" von Peter Schamoni über dieMutter aller Nanas". Am Abend tanzt die orientalische GruppeALHAZAR" den Tribal dance.

KW 26

^ opessestelle der Kreisverwaltung Westerwald