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Bakterielle Infektionen im Intimbereich - Ja oder Nein?

Neuer Selbsttest gibt Aufschluss, welche Art von Infektion voriiq

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twa vier Prozent aller Frauen machen in ihrem Leben wiederkehrende Scheideninfektionen durch. Egal, ob es sich um eine Bakte­rien-, Pilz- oder Geißeltierchen- Infektion (medizinisch Tricho- monaden) handelt, die Sympto­me wie Jucken und Schmerzen sind unangenehm. Außerdem glauben viele betroffene Frau­en, es handle sich dabei um eine Geschlechtskrankheit und scheuen aus diesem Grund den Gang zum Arzt. Ein einfacher Selbsttest, der einen Verdacht auf eine Scheideninfektion be­stätigt und sogar Auskunft dar­über gibt, ob es sich um eine Bakterien-, Pilz- oder Tricho- monadeninfektion handelt, ist die neue Femlntim - Slipeinla­ge. Mit diesem Test kann jede Frau herausfinden, ob ein Arzt­besuch bei fraglichen Be­schwerden überhaupt angezeigt ist. Die Handhabung ist ganz einfach: Der Test liegt in Form einer Slipeinlage vor und wird wie eine solche verwendet. Bei Verdacht auf eine Scheidenin­fektion wird die Slipeinlage ganz normal eingelegt und nach wenigen Stunden ausgewertet. Dazu muss der in der Einlage befindliche Teststreifen 10 Mi­nuten trocknen. Ein veränder­ter pH-Wert - eine Zahl, die ein saures oder basisches Milieu beschreibt - im Vaginalbereich bewirkt einen Farbumschlag des Teststreifens, der einfach zu interpretieren ist.

Störungen der Bakterien­flora beeinflussen den pH-Wert im Intimbereich

Natürlicherweise sorgen Milchsäurebakterien (Döder- lein-Bakterien) für ein saures Milieu der Vaginalschleimhaut, die die Scheide auskleidet Der pH-Wert liegt normalerweise zwischen 4,0 und 4,5. Bei die­sem Wert können schädliche Mikroorganismen schlecht über- leben. Der niedrige pH-Wert

al !° emen nat ürlichen Schutz für die inneren Ge­schlechtsorgane der Frau dar Eine Veränderung dieses sauren hm zum basischen Milieu kann genitale Infektionen begünsti- gen. Mögliche Ursachen sind:

• Einnahme von Antibiotika

• Schwangerschaft

• Erhöhter Östrogenspiegel (kurz vor dem Eisprung oder bei Einnahme der Pille)

Feuchtwarmes Klima (enge, synthetische Textilien) Abwehrschwäche

• Stress

• Diabetes ,

• Falsche Intimhygiene und

Hautläsionen im Intimbereich

Wie funktioniert der Test?

Erstes Anzeichen einer 'Va­ginalinfektion kann eine Verän­derung des Scheidenausflusses sein. Scheidenausfluss ist völlig normal. Die Menge und Konsis­tenz ist abhängig vom Monats­zyklus und tritt häufig vor der Periode verstärkt auf. Blutigei, gelblich-grüner oder übel, häu­fig fischig riechender Ausfluss kann auf eine Infektion hindeu­ten. Weitere Symptome für eine Infektion können Brennen, star­kes Jucken, Unterleibsschmer­zen oder Fieber sein. Bei solchen Beschwerden kann der neue Selbsttest Aufschluss darüber geben, ob eine Infektion vor­liegt. Wenn eine Infektion be­steht, unterscheidet der Test sogar, ob Bakterien, Pilze oder Trichomonaden (Geißeltierchen) die Erreger sind. Das ist wich­tig für die weitere ärztliche Be­handlung.

Der Teststreifen rea­giert auf verschiede­ne pH-Werte mit Farbumschlägen.

Schlägt die Gelbe Farbe des Teststreifens nach blau/grün um, liegt ein höhere pH- Wert als der norma­le von 4,0 bis 4,5 vor. Es liegt mit großer Wahr­scheinlich­keit eine bakterielle oder parasitä­re (Trichomona­den-) Infektion vor. Aber auch nichtentzündli­che Ursachen wie z.B. Östrogenman­gel können der Grund für den hö­heren pH-Wert sein. Findet kein Farbwechsel statt, dann liegt der Säu­regehalt der Schei­de im Normalbe­reich. Bestehende Beschwerden könn­ten auf eine Pilzin­fektion mit hinwei- sen.

„Aufsteigende“ Infektionen - Gefahr in der Schwangerschaft

Eine Komplikation stellen so genannte ..aufsteigende“ Infek­tionen dar. Dabei steigen die pathogenen Keime über die Scheide in die Gebärmutter auf und können im schlimmsten Fall bis zu einer Entzündung der Eierstöcke führen. Daraus kann Unfruchtbarkeit resultieren.

Aufsteigende Scheideninfek­tionen sind eine besondere Ge­fahr für Mutter und Kind und die häufigste Ursache für Früh­oder Fehlgeburten in der fort­geschrittenen Schwangerschaft. Deshalb empfiehlt sich der neue Selbsttest auf gefährliche Keime auch bevor eine Frau schwan­ger werden möchte.

Kommt es während der Schwangerschaft - insbesonde­re in den letzten drei Monaten - zu einer Scheideninfektion bzw. einer Infektion des Gebärmut­terhalses. kann daraus eine Eröffnung des Muttermundes mit oder ohne Wehentätigkeit resultieren. Jeder Erreger, der in die Scheide gelangt, kann eine Fehlgeburt auslösen. Daher trägt die Messung des Säuregehaltes der Scheide mit einem Selbsttest vor und zu ver­schiede­nen Zeit­punkten einer

Neigt eine Frau a wiederkehrenden StL fektionen, so bietetf prophylaktische M mit MilchsäurebaktsJ beispielsweise in Zäpfchen gibt, an; wird die natürliche^ flora wieder aufgebaL Behandlung kannauM einer Schwange« geführt werden. SpW Essigsäure oder Mil« gen ebenfalls zur! eines niedrigen pH-i‘ Ob dieser Wert erreici ebenfalls mit dmi überprüft werden.

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