Wochenblatt VG Montabaur
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Nr. 52/2005
ICE-Park Montabaur:
Mit neuen Zielen In die zweite Phase
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Innenstadt und ICE-Bahnhof rücken] naher aneinander. Im Herbst wurde der] neue Fußweg etngewerht.
600 Arbeitspläne toi 30 Unternehmen, mehr als 22 Millionen Euro private Investitionen und konkrete Gespräche mit weiteren Firmen, de sich hier ansiede toi wollen: Oie Zwischenbilanz 2005 des ICE- Parks Montabaur kann sich sehen lassen. Rund 27 Millionen Euro öffentliche Gelder sind bislang In das ehrgeizige Projekt geflossen - 19.25 Millionen kamen vom Land Rheinland-Pfalz. 8,25 Millionen von der Stadt Montabaur. Jetzt starten die Initiatoren mit neuen Zielen in die zweite Entwicklungsphase. Zur Geschichte: Als die Bundesregierung 1909 den Bau der ICE-Strecke Köln-Frankfurt beschließt, ergreift die Stadt Montabaur zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz die Chance, diesen .Zug der Zeit“ nicht zu verpassen. Es gelingt, einen ICE-Bahnhof m Montabaur durchzusetzen. In seinem Umkreis soff ein neuer Stadtteil zum Arbeiten, Wohnen und Einkäufen entstehen:
Oie Idee des ICE-Parks ist geboren.
2002 geht der ICE-Bahnhof ans Netz. Oie neue Autobahnabfahrt und der zentrale Busbahnhof werden eingeweiht, die Tiefgarage ist fertig. Zugleich beginnt die Erfolgsgeschichte des ICE-Parks Montabaur. Drei Jahre später ist das Terrain an der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse kaum wiederzuerkennen. Schon 2002 strömten die ersten Besucher Ins .Capi- toT-Kino an der Werkstraße. Inzwischen haben dessen drei Säle pro Jahr 100.000 Besucher. 3,5 Millionen Euro stecken allein toi diesem Projekt; etoi vierter Ktoio-
saal ist jüngst noch hinzugekommen. 2003 startete das Dienstlei- stungszerrtrum mit dem ersten Bauabschnitt, der zweite folgte im Mai 2005. Hier wurden auf etwa 9000 Quadratmetern moderne Büro- und Dienstleistungsflächen geschaffen. Allein die Investition von Ralph Dommermuth und seinem Unternehmen beläuft sich auf 16,6 Millionen Euro. 2004 eröffnet das Einkaufszentrum „Bahl zentral“ - mit Discourrtmarkt. Getränkehandel, Bäckerei, Gastronomie und einem Fachhandel für Raumausstattung. Dafür hat Jürgen Bahl insgesamt 2,3 Millionen Euro investiert. Alle neuen Unternehmen haben den Standort mit Blick auf die optimale Verkehrsanbindung gewählt.
Wer ein Großprojekt vorantreibt, muss die Konjunktur und den wirtschaftlichen Rahmen im Blick behalten und sich daran anpassen. Das Konzept ICE-Park war von den Perspektiven in der zweiten Hälfte der 90er Jahre geprägt: Angeheizt durch die Euphorie am „Neuen Markt“ boomte die Dienstleistungsbranche, und in den Ballungsräumen explodierten die Mieten. Montabaur wollte die ICE-Anbindung nutzen, um günstige Flächen in einem gut erreichbaren Umfeld zu schaffen. Als es mit der Wirtschaft bergab geht, müssen viele Erwartungen nach unten korrigiert werden. Das gilt auch für den ICE- Park: 2004 wird das Flächenangebot der Nachfrage angepasst, die Planung für ein FOC (Factory Outlet Center) verlagert sich zum ICE- Bahnhof, um dessen Umfeld zu stärken. Einen neuen städtebaulichen Akzent legt man auf das Aubachviertel am alten Bahnhof. Zwei Neuerungen beschließen im Herbst 2005 die erste Entwicklungsphase des ICE-Parks: Seit September verbindet ein neuer Fußweg die Montabaurer Innenstadt mit dem ICE-Bahnhof, wo inzwischen täglich mehr als 2000 Fahrgäste ein- und aussteigen. Ein „Sieg“ aus Betonplatten führt über das alte Gleisbett. Die Fußgängerbrücke über den Aubach setzt sich als Weg über das alte Bahngelände in die Bahnhofstraße fort. Und: Neben dem Aubach gibt es seit November den Aubachsee, toi den im wahrsten Sinn des Wortes 460.000 Euro geflossen sind. Er ist nicht nur schön anzuschauen. sondern erfüllt als Grundwassersee gleich mehrere wasserwirtschaftliche Aufgaben. Zum einen wird hierher das Oberflächenwasser von den Straßen und Dächern des ICE-Parks geleitet - gedrosselt. damit kein Hochwasser entsteht. Zum anderen dient der See als .Retentionsausgleich*, was bedeutet, dass hier Ersatz für die Überschwemmungsfläche geschaffen wurde, die durch die Bebauung verloren ging.
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Blick auf den ICE - j Park (Modell)
j Der Aubachsee wertet den ICE-Park nicht nur [op/isch auf; er hat auch wichtige wasserwirtschaftliche Funktionen.

