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Nr. 51/2005

Bei einer Lebenserwartung von bis zu 480 Jah­ren und einer Zerfallsphase, die auch noch bis zu 120 Jahre andauem kann, ist hiermit der Lebensraumbedarf langfristig gesichert.

Natürlich bedeutet die Altholzsicherung auch eine Erschwernis für die künftige Arbeit im Wald, erläutert Forstamtsleiter Frank Ridder- busch. So ist bei Pflege- und Einschlagsar­beiten im Wald besondere Rücksicht auf die mit Alumimumschildem gekennzeichneten Bäume zu nehmen, damit diese nicht beschä­digt werden. Für diesen Zusatzaufwand und den entgangenen Holznutzen erhalten die Waldbesitzer eine finanzielle Entschädigung aus der Ausgleichzahlung.

Dies soll erst der Anfang der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für den Windpark sein. Im kommenden Jahr werden auch noch Lebensraum verbessernde Maßnahmen für das Haselhuhn und den Wachtelkönig in Angriff genommen.

I Verkehrssicherheit steht im Vordergrund Kreisausschuss beschloss Kreisstraßenbauprogramm 2006 - Gesamtvolumen von 2,8 Millionen Euro Der Kreisausschuss beschloss jetzt, unter dem Vorbehalt der Zuschussgewährung durch das Land Rheinland-Pfalz- das Kreisstraßenbau­programm für das Jahr 2006. Gesamtvolumen: rund 2,8 Millionen Euro. Folgende Straßenab­schnitte sollen erneuert oder ausgebaut wer­den: K97 Ortsdurchfahrt (OD) Girkenroth; K96 OD Wallmerod und K96 OD Bilkheim (Teilausbau); K116 OD Ransbach-Baumbach u. freie Strecke bis zur Fohr Brauerei; K 20 Limbach bis Einmündung in die K19; K128 OD Breitenau; K145 / K82 Einmündungsan­lage in der OD Staudt; K14 Ortsdurchfahrt Kroppach u. freie Strecke bis Einmündung in die L290; K48 Hüblingen - L299; Ausbau der B255 und Neuanschluss mit der K145.

Lebensraum für Schwarzspecht gesichert

Erste Ausglelchemeßnahm# für Windpark Waigandshain umgasatzt Der Bestand an Schwarzspechten, eine durch d« Vogelschutzrichtlinie besonders geschütz­te Art, soll im nördlichen Westerwaldkreis durch Schutzmaßnahmen gefördert werden. Dafür sollen Höhlenbäume sowie Alt- und Tot­holz an verschiedenen Standorten von der wirtschaftlichen Nutzung ausgenommen und somit langfristig erhalten werden.

Möglich macht das die vom Betreiber des Windparks Waigandshain-Homberg entrichte­te Ausgleichszahlung für den Natureingriff.

Ais Ersatzlebensraum für den schwarzen Vogel mit der markanten roten Haube wurden h den Gemarkungen Bretthausen, Elsoff, Homberg, Liebenscheid, Neustadt. Nieder- mBbach. Nister-Möhrendorl. Oberrod. Rehe. Rennerod, Salzburg, Stein-Neukirch, Wai­gandshain. Westernohe, Wiltingen und Zehn- tausen in Zusammenarbeit von Umweltamt der Kreisverwaltung und den jeweiligen fievierförstem insgesamt 276 Alt holz bäume ausgewählt

Diese werden künftig komplett aus der Nut­zung herausgenommen und dem natürlichen Zerfall überlassen. Somit stehen sie dem Schwarzspecht als Brut und Nahrungsraum zur Verfügung.

Aber nicht nur der Schwarzspecht profitiert von Altholzbäumen, erläutert Franz Kemper von der unteren Naturschutzbehörde.

Etwa 1000 Käterarten wie der Hirschkäfer, 54 Wildbienenarten, mehr als 21 Säuger, darun­ter alleine 16 Fledermausarten und weitere 29 Vogeiarten leben im oder von alten und abster­benden Bäumen.

Schließlich bieten Artholz bestände auch einer nelzahl von Pflanzenarten Besiedlungsmög- Jchkeiten. Hier sind besonders die Rinden besiedelnden Flechten und die Holz zerset­zenden Pilze zu nennen.

^ei den ausgewährten Bäumen handelt es sich j|ber keineswegs um bereits abgestorbene daume. Ausgewähtt wurden kräftige Buchen, jJ^eri, Eichen, Ahome und Hainbuchen im älter von 120 bie 190 Jahren.

f | Rose/ Becher vom Partnerschaftsausschuss des Westerwaldkreises besuchte zusam- [; men mit Pfarrer Norbert Lixenfeld soziale Hilfsprojekte in Ruanda.

Spenden in Ruanda übergeben

Soziale Projekte in Ruanda besuchte Rosel Becher vom Partnerschaftsausschuss des Westerwaldkreises zusammen mit dem ehe­maligen Krankenhauspfarrer des Herz-Jesu- Krankenhauses in Dernbach, Norbert Lixen­feld, und einer zehnköpfigen Projektgruppe aus dem Raum Montabaur-Limburg. Schwerpunkt des Besuchsprogramms, das unter dem MottoSehen, Entdecken, Urteilen, Handeln stand, waren Hilfsprojekte, die unter anderem von Initiativen aus dem Westerwald unterstützt werden.

So wurden dem Krankenhaus in Kabgayi drin­gend gebrauchte Hilfsgüter übergeben. In Ki-

beho, wo ein Erdbeben die Grundschule zer­stört hatte, überbrachte die Reisegruppe rund 8.000 Euro Spendengelder der Realschule Rennerod und von privaten Spendern. Damit sollen zwei Klassenräume mit Inventar errich­tet werden.

Im kleinen Priesterseminar in Ndera infor­mierte sich die Gruppe über den Bau der Brun­nenanlage, die mit der Martinsspende 2004 (der größte Teil kam von der Marienschule Limburg) gefördert wird.

Wer die Ruandahilfe des Westerwaldkreises unterstützen möchte, kann auf folgendes Kon­to zurückgreifen: Ruandahilfe des Wester­waldkreises

Kreissparkasse Westerwald (BLZ 570 51001) Konto: 502 310. KW 5 1

verantwortlich Mr den Inhalt: Pressestelle der Kreisverwaltung Westerwald ^w ^HSfSXI^lO^ootalwur Tel.: 02S02/.24.400 e-wail: preesestelleSweete^alähre.SMe