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Wochenblatt VG Montabaur

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f Naturnahe Friedhöfe haben Bedeutung für den Naturschutz

| Alter Baumbestand kann parkähnliche k Atmosphäre schaffen und so der ■ Kommunikation und Erholung dienen

Friedhöfe sind oft weitaus mehr, als nur Flächen, die der Bestattung unserer Verstor­benen dienen. Sie sind für viele Menschen Orte der Ruhe, der Besinnlichkeit und des Fne- dens. Das Vorhandensein von Bäumen und Sträuchern fördert die Entstehung eines natür­lichen Lebensraums für Pflanzen und Tiere und führt so zu einer parkähnlichen Atmo­sphäre. die zum Verweilen einlädt und der Kommunikation und Erholung dient. Ein Fned- hof ist somit immer auch eine Stätte der Begegnung.

So kann ein naturnaher Friedhof mit hohem Erholungswert aussehen.

Für die Funktionen des Friedhofs, über die rei­ne Bestattungsfläche hinaus, ist also die Schaffung oder der Schutz eines natürlichen Lebensraums erforderlich.

In vielen Ortsgemeinden im Westerwaldkreis haben sich, durch vorausschauende Entschei­dungen vorangegangener Generationen be­reits derartige Friedhöfe entwickelt, die eine ortsbildprägende Bepflanzung aufweisen und sogar für den Naturschutz von Bedeutung sind. Eine Entfernung derart großer und mäch­tiger Bäume ist deshalb nicht immer ohne wei­teres möglich. Allenfalls aus Gründen fehlen­der Standsicherheit oder Ähnlichem kann ein Fällen eines alten Baumbestandes geboten sein. Dies ist aber vorher in jedem Fall mit der zuständigen Naturschutzbehörde bei der Kreis­verwaltung abzustimmen.

Bei der Pflege und Neubepflanzung von Fried­höfen sind viele Faktoren zu bedenken. So können hier einheimische Baum- und Pflan­zenarten Verwendung finden, die auch als Lebensbasis für Kleintier- und Vogelarten die­nen können. Hierbei muss mit Weitsicht und Überlegung vorgegangen werden, um die Bepflanzung nicht schon bald wegen drohen­der Wurzelschäden oder Ähnlichem wieder entfernen zu müssen.

Der Fachbeirat für Naturschutz des Wester­waldkreises, früher Landespflegebeirat, hat sich unlängst im Rahmen zweier Ortsbesich­tigungen zu diesem Thema in den Ortsge­meinden Boden und SimmerrVWw. eingehend informiert. Als besonders positives Beispiel für eine naturnahe Friedhofsanlage mit erhal­tenswertem altem Baumbestand fiel dabei der Bodener Friedhof auf.

Bei der Umsetzung von Naturschutz-Ideen für den Friedhof gibt Franz Kemper vom Umwel­treferat der Kreisverwaltung in Montabaur ger­ne Tipps und Hinweise. Telefon 02602/124- 273 oder Email Franz.Kemper©westerwald­kreis.de.

Schüler drängen zu | weiterführenden Schulen

[ Kreisverwaltung legte Schuldsten vor

t Insgesamt 29.592 Schüler im Kreis

Die Spitze der Schulerzahl im Westerwaldkreis ist endgültig uberschntten. So lautet das Fazit aus den von der Kreisverwaltung in Montabaur erhobenen Schuldaten, die dem Kreisaus­schuss jetzt vorgelegt wurden Denn in diesem Schuljahr wurden bereits 193 Erstklässler weniger eingeschult wie im Jahr zuvor als mit 2.214 Schulanfängern der bislang absolute Höchststand erreicht worden war.

Hier bewahrheitet sich der im Vorjahr von der Schulabteilung der Kreisverwaltung bereits vorhergesagte erste .spürbare Knick* in der mengenmäßigen Entwicklung bei den Schul­anfängern Folglich ist die Zahl der Grund- schuler insgesamt auf nunmehr 9.307 gesun­ken Für das nächste Jahr wird mit 2.205 eine fast identische Zahl an ABC-Schützen wie in diesem Jahr erwartet In den weiteren Folge­jahren von 2007 bis 2011 - abgesehen von 2008 - wird dann der negative Trend der all­gemeinen demographischen Entwicklung auch hier seine Spuren hinterlassen. Im Jah­re 2011 werden dann nur noch 1.787 Kinder eingeschult werden, was gegenüber dem Jah­re 2004 ein Rückgang von 25 Prozent bedeu­ten wurde. Doch es gibt einige Unsicherheiten und gleichzeitig etwas Hoffnungen: Frühere Prognosen wurden m der Vergangenheit re­gelmäßig von der Wirklichkeit überholt. Daten, die auf Grundlage von Geburten hochgerech­net wurden, mussten in der Vergangenheit stets nach oben korrigiert werden, da der

und der ansonsten zu reg^riereS^ erruckgang hier in etwas gemilderter Fo tritt. Bei den weiterführenden Schülerin die Daten differenziert betrachtet werden! den Regionalen Schulen, Dualen Ot» len sowie den Realschulen sind nur I Schwankungen zu beobachten. Erwi wert erscheint jedoch, dass sich die Sc zahlen hier dauerhaft auf einemhohen)» einpendeln werden. Der starke Trendj Gymnasium hält auch weiterhin an. So| die Schülerzahlen am Gymnasium im| nenbäckerland Höhr-Grenzhausen um 40 | Mons-T abor-Gymnasium um 46 und am| rad-Adenauer-Gymnasium Westerburg umf Köpfe an. Hier musste die Realschulemav ihr in einem Pavillon genutzte Räume and Gymnasium abtreten. Bei den Berufsbild den Schulen zeigt der Vergleich zwischen* vergangenen und dem laufenden Jahr i leichte Schwankungen, die innerhalb dersu tistischen Norm liegen. Bei den Hauptschuten geht der Negativtrend der vergangenen Jahr! unaufhörlich weiter. Gehörten im Schuljati 2003/04 noch 2.496 Kinder diesem Schul zweig an, sind es zu Beginn des Schuljahrs 2005/06 nur noch 2.044. Dies bedeutet einer Rückgang von etwa 18 Prozent innerhalbvoi zwei Jahren. Die Gesamtschülerzahl int Westerwaldkreis beläuft sich derzeit aii 29.592. Diese Zahl enthält nicht die Schülei die außerhalb des Kreises, zum Be Dierdorf, Limburg, Vallendar und Schulen besuchen. KM

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