Wochenblatt VG Montabaur
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Nr - 25/2005
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Gas-Spürer im Fadenkreuz der Satelliten • Anzeige
Das Gasnetz ist sicher - EVM prüft jährlkh rund 1.500 Kilometer
Koblenz - Jetzt sieht man sie wieder am Straßenrand entlang gehen: die Gaslecksucher der Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM). Der eine hot einen Laptop vor dem Bauch; der andere schiebt eine Sonde, die von weitem aussieht wie ein Handmäher. Turnusmäßig kontrollieren Zweier-Trupps wie dieser jeden fa timeter des 4.200 Kilometer langen Gasleitungsnetzes der EVM; rund sieben Kilometer schaßen sie am Tag. Zurzeit sind Gas-Spürer in Koblenz, Lahnstein und im Raum Mayen unterwegs. Anschließend nehmen sie sich das Gasnetz und die Hausanschlussleitungen in Lützel, Neuendorf, Wallersheim und Kesselheim vor. Deswegen müssen die Trupps auch Privatgrundstücke betreten und sind verpflichtet sich bei unseren Kunden zu melden und auszuweisen.
Es ist 7:30 Uhr: Klaus Birrenbach, erfahrener Leitungs-Lotse der EVM trifft sich mit seinem Teamkollegen, dem Gas-Spürer Bernd Lissek. Oer Lotse hat seinen Laptop bereits hochgefahren, auf dem Monitor sieht man das Gasleitungsnetz der EVM. Der Laptop nimmt über einen Empfänger Kontakt zu Satelliten auf: Sobald ihn mindestens vier geortet haben, wird die Position des Laptops auf der Erde auf einen Meter genau errechnet und in den Gasleitungsplan projiziert. Der Trupp ist bereit für den Auftrag dieses Tages: Bernd Lissek geht voraus. Der Kunststoffteppich der Sonde gleitet über den Boden, die darunter liegende Luft wird angesaugt und analysiert; das Gerät zeigt die aktuellen Messwerte an. „Wenn Erdgas austritt, steigt es auf und verteilt sieb gleichmäßig. Die Sonde schlägt schon bei der winzigsten Konzentration Alarm", sagt Klaus Birrenbach. „Sollte das irgendwo der Fall sein, wird die Position vor Ort und im Plan markiert, anschließend umgehend aufgebaggert und die Leitung repariert."
Der Weg des Prüftrupps wird alle fünf Sekunden durch ein weiteres Positionskreuz aus dem Weltall im Plan markiert und zur Dokumentation online an die EVM übertragen. Gegen 12 Uhr haben die Gas-Spürer vier KF lometer geschafft. Nachmittags geht es langsamer voran: ein dicht besiedeltes Wohngebiet mit zahlreichen Abzweigen und Housonschlüssen steht zum Kontrollgang an. Da muss jeder Vorgarten bis zum Haus sorgfältig inspiziert werden. Gewitterwolken ziehen auf, die ersten Tropfen fallen. „Das war es wohl für heute", kommentiert Bernd lissek. Denn die Gas-Spürtrupps können nur bei trockenem Wetter arbeiten: Regen versiegelt die Oberfläche. Dann kann die Sonde nichts wittern.
Vorgeschrieben ist, dass Hochdruckleitungen jedes Jahr begangen werden; das Mitteldrucknetz alle zwei und das Niederdrucknetz alle vier Jahre. Bei diesen Kontrollgängen werden auch die insgesamt 75.000 Hausanschluss-Leitungen der EVM auf den jeweiligen Strecken geprüft; in diesem Jahr rund 26.000. Sämtliche Schieber des Leitungsnetzes werden in separaten Inspektionsgängen kontrolliert, ebenso die 13 Übernahme sowie die 1.500 Ortsnetzstationen und Kundenanlagen.
Die EVM investiert in diesem Jahr rund 12,9 Millionen Euro in ihr Gasnetz, um möglichst viele Firmen und Haushalte zuverlässig mit dem ebenso umweltfreundlichen wie sparsamen Energieträger versorgen zu können: Davon sind 4,3 Millionen Euro für die Instandhaltung der Netze, 3,2 Millionen für die Erneuerung und 5,4 Millionen für die Erweiterung.
Mit 160.000 Kunden ist die EVM der größte regionale Gasversorger in Rheinland-Pfalz. An insgesamt 11 Standorten bietet sie ihren Kunden Service und persönliche Beratung vor Ort.
Weitere Termine: Die Gaslecksucher der EVM sind im Juli 2005 im Raum Bendorf und Cochem unterwegs, im August 2005 im Raum Gerolstein und im September 2005 im Raum Adenau.
Eine Information der EVM, Kobleni
„Gasspürtrupp": Mit Sonde und Laptop ausgerüstet auf Tour: Die Gaslecksucher der EVM kontrollieren jährlich rund 1.500 Kilometer Gasleitungsnetz. Sie spüren selbst kleinste Gaskonzentrationen auf.
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