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.Nr. 24/20Q5

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Wochenblatt VG Montabaur

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Instrumente werden ausprobiert „Tag der offenen Tür“ der Kreismusikschule am Samstag - Ensembles spielen

Mit einem „Tag der Offenen Tür“ präsentiert sich die Kreismusikschule Westerwald (KMS) am „Deutschen Musikschultag“, Samstag, 18. Juni, vor dem alten Rathaus in Montabaur. Neben musikalischen Darbietungen zahlrei­cher Ensembles steht das Ausprobieren von Musikinstrumenten wieder im Mittelpunkt, um neue Schüler für den Musikunterricht zu gewinnen.

Einer der Schwerpunkte wird in diesem Jahr das „tiefe Blech“ sein. Darunter versteht man Tenorhorn, Euphonium, Posaune und Tuba. Der Kreismusikschule unter ihrem Leiter Robert Wagner gelang es, einen speziellen Lehrer für diese Instrumenten-Spezies zu gewinnen. Damit kommt man auch dem Wunsch der Musikvereine entgegen, die in den tiefen Lagen einigen Ausbildungsbedarf angemeldet haben. Auch der KMS-Freundes- kreis unterstützt diese Initiative und hat drei neue Posaunen als Schulinstrumente ange­schafft, die am kommenden Samstag gleich ausprobiert werden können. „Die ersten drei Schüler im Grundschulalter, die sich für tiefes Blech anmelden und noch kein Instrument haben, bekommen es vom KMS-Freundes- kreis für sechs Monate kostenlos zur Verfü­gung gestellt“, wirbt Wagner um neuen Musi­kernachwuchs.

Um 11.00 Uhr, nach der offiziellen Eröffnung durch Landrat Peter Paul Weinert, zeigt die musikalische Früherziehung, was die Jüng­sten schon gelernt haben. Danach zeigen das Streicherprojekt der „Joseph-Kehrein-Schule“, das KMS-Saxofonensemble und das Jugen­dorchester des Musikverein Ransbach-Baum- bach ihr musikalisches Können.

Kreisgesundheitsamt warnt:

„Masernwelle

ist Tür und Tor geöffnet“

Todesfall in Hessen - kaum Schutz im Westerwald - Impfung empfohlen

Nachdem in Hessen bereits rund 400 Men­schen an Masern erkrankt sind und ein 14 jähriges Mädchen im Wetteraukreis sogar dar­an verstorben ist, sind nun auch in Oberbay­ern die Masern ausgebrochen. Die Gesund­heitsämter in Bayern melden etwa 110 Fälle. Besonders betroffen sind die Landkreise Wei- heim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen sowie die Städte München und Freising.

„Es ist durchaus möglich, dass mit Beginn der Sommerferien und damit der Reisezeit, die Masern zu uns eingeschleppt werden“, meint Dr. Ursula Kaiser, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes in Montabaur. Denn die Durchimpfungsraten seien erschreckend zurückgegangen. So konnten die Amtsärzte im Jahre 2003 bei den Jugendlichen der neun­ten Klassen noch eine Durchimpfungsrate von 97 Prozent registrieren. Im Jahre 2004 seien es nur noch 42,3 Prozent gewesen, die vor der Krankheit geschützt waren.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll­ten mindestens 90 Prozent der Kinder zwei­

mal gegen Masern geimpft sein, um die Er­krankung weltweit auszurotten.

Dr Kaiser: „Die hohe Durchimpfungsrate konnten wir 2003 deshalb erzielen, weil wir in die Schulen gefahren sind und nach vorheri­ger Einwilligung und Aufklärung der Eltern Impflücken geschlossen haben.“

In den Jahren danach seien lediglich Impf­empfehlungen ausgesprochen, aber selbst keine Impfungen vorgenommen worden.

Bei den Einschulungsuntersuchungen in die­sem Jahr hätten lediglich 57 Prozent der sech­sjährigen einen ausreichenden Schutz gegen Masern vorweisen können. „Dem Übertritt der Masernwelle in den Westerwald aus Hessen und Bayern ist also Tür- und Tor geöffnet. , befürchtet die Amtsärztin.

Die Masern sind keine harmlose Kinderkrank­heit, sondern können tödliche Komplikationen zur Folge haben. Dies zeigt der traurige Fall des 14 jährigen Mädchens im vergangenen Monat in Hessen.

Dr. Kaiser: „Ich rate also dringend zu einer Schutzimpfung gegen Masern oder die Kombi- Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln“.

Infokasten

Masern sind eine hoch ansteckende Virus­infektion. Sie sind gekennzeichnet durch anfänglichen Husten, Schnupfen Augen­reizungen und Fieber gefolgt von minde­stens drei Tage anhaltendem kleinflecki­gem Ausschlag. Komplikationen bestehen in Lungenentzündungen, Mittelohrentzün­dungen und einer Meningitis (Hirnhautent­zündung).

Die Komplikationsrate liegt selbst in den Industriestaaten bei bis zu zehn Prozent, Todesfälle können Vorkommen. Die Schutz­impfung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von mindestens sechs Monaten.

Jugendliche drehen Videoclips

Ein Drehbuch erstellen, den Umgang mit der Kamera erlernen, das Filmmaterial mit dem iMAC bearbeiten und schneiden und zu guter letzt den Ton abmischen - das können Jugendliche ab zwölf Jahre während des Workshops „DIG.IT“ vom 24. bis 26. Juni in der Evangelischen Sozialakademie Freusburg bei Kirchen erlernen.

Themenschwerpunkt ist Jugend und Sucht sowie die damit zusammenhängende Proble­matik, die mit digitalen Videoclips verarbeitet werden soll. Angeleitet werden die Teilnehmer von Mitarbeitern des Landesfilmdienstes.

Der Kostenbeitrag beträgt 40 Euro, Über­nachtung und Verpflegung inklusive. Veran­stalter ist das Kreisjugendamt in Montabaur zusammen mit der Jugendpflege der VG Sel­ters und der Suchtberatungsstelle des Diato­nischen Werks. Anmeldungen und Infos unter Telefon 02602/124453.

ICE-Fahrplaninfo erschienen

Den aktuellen Fahrplan des ICE Bahnhofs Montabaur, gültig ab 12. Juni, gibt es jetzt als praktischen, übersichtlichen Flyer. Abfahrts­zeiten von 43 täglichen Verbindungen in die Ballungszentren, davon sechsmal direkt nach

München, enthält die Info-Broschüre Hinzu kommen noch Ankunfts- und Abfahrtszeit^ der Regio-Busse, die den ICE-Bahnhof anfeK ren. Herausgeber des Fahrplan-Flyers ist die Regional-Marketing-Initiative ICE (ReMi) F r ist im ICE-Bahnhof, in Reisebüros, bei der Kreisverwaltung in Montabaur sowie bei Bail' ken und Sparkassen erhältlich. Aj

Wasser wurde schnittfest gemacht Schinken enthielt nur wenig Fleisch - ! i Kreisverwaltung leitete Strafverfahren ein '

Wegen Verbrauchertäuschung hat die Krei& Verwaltung gegen einen Lebensmittelgroi? händler aus Nordrhein-Westfalen ein Straf­verfahren eingeleitet.

Die Firma hatte unter der Bezeichnung „gekochter Vorderschinken“ eine in Belgien hergestellte Dosenware in den Verkehr gebracht, die bereits laut Zutatenverzeichnis nur 54 Prozent Schweinefleisch enthielt, in Wirklichkeit aber nur zu 45 Prozent aus Fleiscffi bestand. Der Rest - so die Verlautbarung aus dem Kreishaus - war „mit Hilfe von Stärke und Geliermittel schnittfest gemachtes Wasser, angereichert mit Zusätzen wie Geschmacksi Verstärker, Antioxidationsmittel und Konser; vierungsstoffen.

Auch hinsichtlich seiner gewerblichen Be-' schaffenheit hatte der so genannte Vorder; Schinken, der in einer Pizzeria im südlichen Kreisteil als Verdachtsprobe entnommen wor; den war, mit einem herkömmlichen Schinker| wenig zu tun: Die Untersuchung im Koblenzes Landesuntersuchungsamt förderte ein Produkg aus überwiegend kleinstückigen Fleisch- und. Fettteilen zutage, welche in einer homogener! Grundmasse eingebettet waren. r

Nach Jürgen Hammel, Referatsleiter Lebens#] mittelüberwachung bei der Kreisverwaltung, handelt es sich hier um ein „Spitzenerzeugnis] der Lebensmitteltechnologie“ in negativer Hin-“* i sicht: „Ein Fleischanteil von 45 Prozent in einem Produkt, welches im Idealfall zu 100 Prozent aus Fleisch besteht, ist absoluter Minusrekord, jedenfalls was im Westerwald­kreis entnommene Proben anbetrifft.“ Insbe­sondere bei belgischen und dänischen Koch­schinkenerzeugnissen sei man einiges ge­wohnt, aber bislang hätte doch zumindest die Fleischeinwaage den Fremdwasser- und Stär­keanteil überwogen. In solchen Fällen müsse man - trotz erheblicher Abweichung von der deutschen Verkehrsauffassung - auf Grund des EG-Rechts die Bezeichnung Schinken akzeptieren, wenn die Zusammensetzung auf der Dose deklariert sei.

Ein Problem in diesem Zusammenhang ist laut Jürgen Hammel aber die Kenntlichmachung der abweichenden Beschaffenheit in der Gastronomie. Um ihrer Kennzeichnungspflicht nachzukommen, müssten die Pizzabetriebe, sofern sie Kochschinken mit Fremdwasser und deklarationspflichtigen Zusatzstoffen verwen­den, „ganze Litaneien“ in ihre Speisekarte schreiben.

Mancher Pizzabäcker sei daher wieder zu kon­ventionell gefertigtem, „richtigem“ Schinken zurückgekehrt, um sich Ärger mit der Lebens­mittelüberwachung zu ersparen.

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verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle Her Kreisverwaltung Westerwald

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