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12/201
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rtkt ihrer Arbeit setzt die Bücherei auf Kinderveranstal- Jflcestunden und Bastelnachmittagen über Bilderbuchki- awettbewerb reichte das Spektrum. Am Lesewettbewerb :/" • h 35 Kinder. Ein Beweis, dass Lesen immer noch Spaß
Nr. 12/2006
1 ^cheji!
.lahf sind wieder Klassenführungen, Bastelnachmittage
24/91 sowie die jährliche Buchausstellung geplant.
Rastelnachmittag findet am 11. April statt.
•hufindet sich in den unteren Räumen des Kindergartens, Am ^ und ist geöffnet: dienstags 16.00 bis 17.30 Uhr, samstags
,#30 Uhr
L-Mhes Akademie-Theater * d.pfalz in Montabaur
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in 2006 -
ulan Bühnen
in deutschen Großstädten aufgeführte Werke durch
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Jetheater mehr oder weniger um ihren Aussagewert gebracht, 1 Anspruch vertrieben werden, zeigt sich in ländlichen Regio- m ■ Gegenbewegung: Die Rückbesinnung auf werkge- :.„nierungen, das Geschehen stützende Bühnenbilder und ambi- narsteller mit hoher Sprechkultur. Ein reger Zuspruch seitens .«wordener Bürger ist unverkennbar.
Sem dieser Gegenbewegung ist das Akademie-Theater Rhein- <, in Montabaur zu zählen. Es wurde von Schauspielerin und • rin Mechthild Tiziani-Roth sowie Opernsänger Aldo Tiziani in Garheit mit dem „Verein zur Förderung des Sprechtheaters und ,; , P ieinachwuchses in der Region“ 2005 gegründet. Dank der '^Sponsoren verfügt es über eine feste Spielstätte in der Stadt. ar 2oo6 gab es von Anton Tschechow (1860 -1904) drei komö- Einakter zu sehen.
war Arzt und Schriftsteller. Aus diesen Positionen heraus deinen realistischen Blick für menschliche Eigenarten, Unarten, ö hen und Wirkungen. Mit Einfühlungsvermögen und pointierter je« versteht er es, vor allem kleinbürgerliche Lebensverhältnis- nem klaref-./ellen, die allem Anschein nach auf keine Gesellschaft und kei- nd Jugenjjfc&chränkt sind. Im ersten Einakter „Der Bär zeigt sich das am ; Ds, 18CD*eieiner jungen Witwe, die aus Trauer über den Tod ihres Mannes ähr uifli27ta(ltvon der Welt - nur noch in „ihren vier Wänden“ zurückgezo- fjk lediglich umgeben von ihrem alten Diener Luka, der allen Per- )rtsgeijflÄäsnZutritt zu verwehren hat.
lurch BuclJ:c!iverschafft sich der junge Gutsbesitzer Grigori gewaltsam Einzelne Forderung von über 1500 Rubel gegen den Verstorbenen iständ|der)' : " 5Cht - Wegen der Heftigkeit seines rohen Verhaltens wirkt er wie lesderVen Si'So grob wie er seine Forderung vorträgt, so grob wird diese von zi Witwe zurückgewiesen. Sie streiten heftig. Dabei werden sie id gewahr, dass eine Trauer ebensowenig wie eine finanzielle :?,galles im Leben ist. Sie finden zueinander. i:merals Witwe, Benjamin Werres als Gutsbesitzer Grigori („Bär“) Tiziani als alter Diener Luka sind vorzügliche Rollenträger in ^ebenso vorzüglichen Regiekonzept, eingefasst von einem erfreu- K-ständlichen Bühnenbild.
it en Einakter „Tragödie wider Willen“ hat Tolkatschow seine Fami- i em ländlichen Ferienhaus zur Erholung untergebracht. Er muss rtäglich zur Arbeit in die Stadt fahren. Von seiner Familie und rtclen Feriengästen wird er immer wieder zu Botengängen und i.'en missbraucht. Er fühlt sich damit auf Dauer völlig überfordert jgt das seinem Freund Maraskin, der teils hilflos, teils ängstlich ‘Tolkatschow bittet mehrfach „Gib mir eine Pistole!“. Er will seinem Ende setzen. Als er erwähnt, wo er überall noch hin soll, nennt ^ Ort, bei dem sein Freund Maraskin freudig reagiert und ihn bit- ■di seine alte Schreibmaschine und einen großen Vogelkäfig für •öligen Bekannten mitzunehmen. Daraufhin verliert Tolkatschow -■'9 seine Selbstbeherrschung, will gegen Maraskin handgreiflich ^überfordet sich und fällt entkräftet (tot?) in einen Sessel, yo Werres als Maraskin und Aldo Tiziani als Tolkatschow geben ¥- r en eine beklemmende Lebendigkeit.
^Geschichte spiegelt sich eine Alltagserfahrung wider: Wo Arbeit 'ä wird, da fließt Arbeit hin. Menschliche Unverschämtheit kennt lenzen.
und letzten Einakter dieses Abends „Der Heiratsantrag“. Ein ywhat heimlich arrangiert, dass der junge Nachbar Lomow um feiner Tochter Natalia anhält. Zunächst begegnen sich die bei- y »reundlich. Als Lomow in bester Absicht anmerkt, er würde ihrer ■w zwischen den elterlichen Grundstücken liegende „Bullenwie- SÜ en ’ kommt es bitterem Streit. Natalia erachtet das als i 1 ' we j l ih| ien besagte „Bullenwiese“ ohnehin gehöre, während r ,» e ^'Slich als ein gewährtes Lehen ansieht. Er flieht vor ihren bum 0 ^ 60- Nachdem sie von ihrem Vater erfährt, dass der jun- fc k., hländ angehalten wollte, bittet sie inständig, ihn schnell :C ® n ' kaum ist er zurück, kommt es wegen begrifflicher Nich- tijiu , ut zu einem deftigen Wortwechsel. Letztendlich werden rijj Öligkeiten überwunden. Das “Happyend" folgt unaus-
l a i S , Gutsbesit2er . Julia Bourmer als Natalia und Nico Knauf «Wen es in diesem turbulenten Ereignisablauf, den unver- Charakter ihrer Figuren einprägsam zu vermitteln. lS ra9 “ enthält Anklänge an Bertolt Brechts Kleinbürger- I hflS Werken tritt hervor, wie leicht aus mentaler Enge Kon- können und sich dann nur noch schwer beherrschen la
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nicco^ ie ^ U ^tgsführten drei Einakter eröffnen Einblicke in soziale Verhält- rior vc « u 13 ?- en au 9 en scheinlich, warum Individuum und Gesellschaft • 1 •dürfen. Das verleiht ihnen ihren gesellschaftlich und zeitlich
unabhängigen Wert.
Das Akademie-Theater Rheinland-Pfalz ist auf einem verheißungsvollen vvege und darum eine sehr empfehlenswerte Adresse. Es bietet zur Zeit i neater in seiner schönsten Form.
Die Programmvorschau für die nächsten Monate verspricht viel: Der zer- Drochene Krug (Kleist) April/Mai, Liebelei (Schnitzler) Juli/August, Die Glas- menagene (Tennessie Williams) August 2006; Herbst 2006: Nathan der Weise (Lessing), Die Dreigroschenoper (Brecht) und Misery (Stephen King).
26. März 2006
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