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Nr. 06/2006

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jräuche und Volksglauben

Pfeil i

Valentinstag Blumen

ike' geht zurück bis in die

—Auf den Gedenktag der

«her'Göttin Juno (Schützerin

^fhelnd Familie) am 14. Febru-

^*Jkr»teem Tag Blumen geop- setobüf ^ fr und an dem p aarc p C r

ter für ein Jahr verhandelt [Upercalia-Fest).

Mtr passte der Klerus die teilenden Feiertage und lern christlichen Glauben ..eil der 14.2. mit dem Tag ithajptung des heiligen Valen- Äjjtntisch war, nannte man den Tag der Verliebten *Valen- tag^Der italienische heilige hoTjoll vtrbotenerweise Paare _ 3 tiich ]getraut und den licbe- JL,'"•am'bunte Blumensträusse über- ^JiAber Er gilt als Schutzpa- not ki|’.i 'def^nenzüchter.Oas'Valen- i trof galt als Heilmittel, das Bci- geraut ('Herba S. Valentini*) ist •tiii’ So konnten “Christen* tlphep> Brauchtum wie die 1,1 ^ Wtr'ifticrn und das alte Braueh- tmd" 1 mjjrdf unter neuer Etikette wei- tflia«! Nach altem Volksglauben i einziges Mädchen den Bür­gin Ehemann nehmen, den m ’^Tebruar als ersten erblickt, linm r, die sich ein Mädchen »rr i hatten, überreichten ihm :hon in aller Frühe dieses einen Blumenstrauss. Schon SW Jahren war es in England y'* an diesem Tag “Valen- ■^arten mit vierzeiligen lie- K%htcn - zu schenken. Urheber das Schicken dieser Kar- 'hllumen zu verbinden, soll “hftsteller Samuel Pepys

gewesen sein, der am 14.2.1667 sei­ner Gattin, auf hellblauem Papier mit goldenen Initiaiien, einen Lie­besbrief schrieb; woraufhin sie ihm begeistert einen Blumenstrauss schickte. Von da an wurde die Ver­bindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nach­geahmt. Tip: “Bereichern* Sie den Umschlag mit duftenden, getrock­nete Blüten.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die “Neue Welt“ - und so kam durch US-Sol- daten nach dem Zweiten Weltkrieg dieser Brauch nach Deutschland. 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten “Valentinsball*; der Valentinstag wurde offiziell einge­führt.

Der Dichter Chaucer findet in seinem Gedicht “Parlament der Vögel* (ver­mutlich aus Anlass einer St Valen­tinsfeier am Hofe Königs Richard II. im Jahre 1383 fertiggestellt und erstmals öffentlich vorgetragen) allerdings noch eine andere Erklärung für den Tag der Verliebten: er bringt die Paarung der Vögel damit in Zusammenhang; denn es war am Valentinstag, als die Vögel sich zusammentaten. In westslawi­schen und ostdeutschen Gebieten fällt in die Zeit um den Valentinstag das Fest der so genannten “Vogel­hochzeit*, wovon das bekannte Volkslied ‘Die Vogelhochzeit* (Ein Vogel wollte Hochzeit machen...*) berichtet. Eine Zeitlang wurde der 14. Februar auch Vielliebchentag genannt; er erinnerte daran, auf den Feldern den Vielliebchensalat (Feld­salat) zu stechen.

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