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Nr. 19/2005

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Allgemeines

Orientierungshilfe im menschlichen Grenzbereich

hformationsveranstaltungen der Westerwald Bank zu Jatientenverfügung und Vorsorgevollmacht

[War es nun die unwürdige Szenerie rund um den qualvollen Tod der ame­rikanischen Koma-Patientin Terry Schiavo oder das langsame Sterben Ion Papst Johannes Paul II. - die mediale Wirklichkeit hat einen im tägli­chen Leben lange verdrängten Grenzbereich mit voller Wucht ins Bewus­stsein der Menschen gerückt. Exakt die Stimmungslage in der Öffent­lichkeit traf die Westerwald Bank mit Informationsveranstaltungen zu den hemen Patientehverfügung und Vorsorgevollmacht. An sechs Abenden blieb in den großen Stadthallen der Region kein Platz unbesetzt, als Hos­pizverein, Ärzte und Notare rechtliche, ethische und medizinische Fragen erörterten.

3anz klar, die Medien machten in jüngster Vergangenheit Sterben in einer [Weise öffentlich, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Um dennoch auf ein­feinhalb Stunden Information emotional richtig eingestimmt zu sein, schil­derte Heinz-Peter Rüffin vom Hospizverein Westerwald in der Stadthalle [in Ransbach-Baumbach zu Beginn drei Beispiele aus Begleitsituationen, die das Ausmaß der Thematik zwar andeuteten, in ihrer ganzen Band- preite aber nicht offenbaren konnten. Frau D., 55 Jahre alt, bricht im Büro zusammen - Schlaganfall wird später im Krankenhaus diagnostiziert, eine Folge nicht konsequent genug behandelten Bluthochdrucks. Weitere Beeinträchtigungen stellen sich ein und damit letztlich die Frage, mit wel­chen Folgen der Mensch weiterleben möchte. A. ist 88 Jahre alt und lei- |det seit mehr als 30 Jahren an einer schweren chronischen Bronchitis. Zu Atemnot und Angst kommen häufige Krankenhausaufenthalte in immer Kürzeren Abständen. Wie soll verfahren werden, wirksame Medikamente nit absehbaren Folgen verabreichen oder immer wieder mit maschinel­ler Beatmung den gesundheitlichen Tiefpunkt zu übenwinden versuchen? Frau M., 46, musste vor fünf Jahren die linke Brust entfernt werden. Spä­ter treten Gehbeschwerden und Rückenschmerzen auf und deuten scho­nungslos an: der Krebs hat sich ausgebreitet. Sechs Monate später stirbt [sie im Krankenhaus. Ohne Chemotherapie wäre der Leidensweg wesent­lich kürzer gewesen, doch der Lebensweg auch. Schwierige Fragen stell­ten sich bereits viel früher ein: Ist volle Aufklärung darüber angebracht, [dass eine Heilung nicht mehr möglich ist?

rWer klug ist, sorgt vor, ist Titel einer Broschüre des Bundesjustizmini- feteriums, die dazu anregt, sich rechtzeitig mit einer Situation auseinan­der zu setzen, die eintreten kann, aber nicht eintreten muss. Schließlich [sind - möglichst wenn man dazu körperlich und geistig in der Lage ist Ent­scheidungen von besonderer Tragweite zu treffen. Wie soll im Ernstfall »die Behandlung aussehen und bis zu welchem Punkt soll sie reichen? Welcher Person vertraut man sich an, wer soll in rechtlichen und finanzi­ellen Angelegenheiten entscheiden, wenn man selbst aus Krankheits- Sonden dazu nicht mehr in der Lage ist?

Antworten darauf gab Heinz-Peter Rüffin:Die Patientenverfügung regelt, [wie die Ärzte mit einer Person umgehen sollen, wenn sie sich dauerhaft [oder vorübergehend nicht dazu äußern kann. Deshalb ist es wichtig, sich »über die eigenen Wertvorstellungen in gesunden Tagen klar zu werden »und zum Beispiel zum Ausdruck zu bringen, dass man eine andauernde I Behandlung nur dann möchte, wenn eine realistische Chance auf Heilung [besteht und nicht nur eine theoretische. Anders als in Holland oder Frank­reich steht die Patientenverfügung in Deutschland rechtlich bisher noch I auf wenig verbindlichem Fundament. Erst für den Herbst werden vom »Gesetzgeber verlässliche Regelungen erwartet, bis dahin gibt es keine 9©nerelle Rechtssicherheit. Doch wer ergänzend zur Verfügung einer Per- SOn seines Vertrauens rechtsgeschäftliche Vertretungsverantwortung in

Form einer Generalvollmacht erteilt, der vermeidet auf jeden Fall eine in der Praxis sehr umständliche Betreuung durch die Gerichte. Derzeit strei­ten in Deutschland die Juristen noch über die Auslegung des maßge­benden Selbstbestimmungsrechts. Was letztlich Gesetz wird, ist noch offen. Entscheidungen treffen bis dahin Richter im Einzelfall.

Verstanden werden sollte die Patientenverfügung als vorweggenomme­ne Ausübung des Selbstbestimmungsrechts, das dem Menschen das Recht und die Würde gibt, dem natürlichen Sterben seinen Lauf zu las­sen. Im Grenzbereich zwischen Leben und Tod ist die Patientenverfügung zwar kein Allheilmittel, in jedem Fall aber eine Empfehlung und Orientie­rungshilfe. Weitere Informationen geben die Kundenberater der Wester­wald Bank. Die Veranstaltungsreihe zu diesem Thema wird fortgesetzt.

Eine Information der Westerwald Bank eG

Sportmediziner Prof. Billigmann hält Vortrag in Westerburg

Der Sportmediziner Prof. Dr. Peter W. Billigmann spricht im Rahmen der Impulse-Vortragsreihe der Kreissparkas­se Westerwald am 24. Mai in der Stadthalle Westerburg zum ThemaFit für den Job - Deutschland bewegt sich. Der Vortrag mit anschließendem Publikumsgespräch beginnt um 19 Uhr.

Vielen Sport- und Fitnessinteressierten ist Professor Bil­ligmann aus Sprechstunden im Rundfunk oder Publikatio­nen in der Tagespresse bekannt. Er ist Honorarprofessor an der Univer­sität Koblenz-Landau und beschäftigt sich neben sportmedizinischen Fra­gen auch mit dem ThemaGesunde Ernährung. Er hielt bereits Vorträ­ge auf Kongressen in Budapest, Wien und New York. 1989 wurde er als Vertreter der Sportmedizin in den Landesausschuss für Leistungssport berufen. Seit 2000 ist er im Vorstand der Internationalen Rheinland-Pfalz- Rundfahrt und gehört zum Beirat der Motorsport Akademie Nürburgring GmbH. In seinem im Jahr 2000 gegründeten Institut betreut er sportme­dizinisch nationale und internationale Spitzenathleten diverser Sportar­ten. Er ist u.a. Mannschaftsarzt des TTC Grenzau (mehrfacher deutscher Tischtennismeister), Arzt für Leistungsdiagnostik bei der Düsseldorfer EG und dem 1. FC Kaiserslautern sowie leitender Teamarzt des GS-l-Renn- stalls Team Gerolsteiner.

Über 4,4 Millionen Jahre haben sich unsere Vorfahren ihrer Umwelt ange­passt, um zu überleben. Diese Entwicklung hat eine Hard- und Software hervorgebracht, die auch heute noch unsere körperlichen, psychosozia­len und mentalen Bedürfnisse steuert. In jüngster Zeit haben sich unse­re Lebensbedingungen drastisch geändert. Aufgezwungene Verhaltens­strukturen sind entstanden, die nicht mehr im Einklang mit der menschli­chen Entwicklung stehen. Die Folge: Körper und Psyche revoltieren. In seinem Vortrag erläutert Prof. Billigmann die biologischen, psychologi­schen und gesellschaftlichen Ursachen dieser Entwicklung und deren Fol­gen für unsere Gesundheit. Schlagworte wie falsche Nahrungszufuhr, Bewegungsmangel, Reizüberflutung, Single-Gesellschaft und soziale Ver­einsamung werden ebenso beleuchtet wie die Entstehung von Hyperak­tivität (ADS), Depressionen, Sucht sowie stressbedingte Erkrankungen.

Eine Information der KSK Westerwald

Zweites MitgliederForum

der Volksbank Montabaur - Höhr-Grenzhausen eG

Große Resonanz fand das diesjährige MitgliederForum der Volksbank Montabaur - Höhr-Grenzhausen eG im April. Im Rahmen der vier Veran­staltungen in Wirges, Höhr-Grenzhausen, Montabaur und Wallmerod inter­essierten sich insgesamt rd. 700 Mitglieder für die Informationen zur Geschäftsentwicklung ihrer Volksbank und zum Thema Nordic Walking. Nach der Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Volksbank, Rainer Raabe, gab Manfred Bernhart, Sprecher des Vorstandes, einen Überblick über gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und Tendenzen in 2004. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes, bewegtem Finanzmarktgeschehen und rückläufigem Konsum sowie der Investiti­onszurückhaltung des Gewerbes konnte sich die Bank gut behaupten. Zufrieden zeigten sich die Vorstände mit der deutlichen Verbesserung des Jahresergebnisses vor Steuern, das von 1,5 Mio. Euro auf ca. 2 Mio Euro gesteigert werden konnte. Die bereits im Jahr 2002 eingeleitete konse­quente Hebung von Rationalisierungspotenzialen und Synergieeffekten aus dem Fusionsprozess zahlte sich hier u.a. aus.

Rainer Raabe, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Volksbank Montabaur - Höhr-Grenzhausen eG, bei der Eröffnung des MitgliederForums am 28. April 2005 in der Sporthalle in Wallmerod