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Nr. 23/2004

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Leander Thomas Bröder Dipl.-Kfm. & Bankkaufmann

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klärung beim Finanzamt abge­ben. Etwa wenn sie neben Job noch andere Einkunftsquellen ha­ben, beispielsweise Mieteinnah­men oder hohe Zinsen. Oderwenn bei Ehepaaren beide ein Gehalt bezogen haben und einer nach Steuerklasse Voder VI besteuertwird. Den restlichen Steuerzahlern bleibt grundsätzlich nichts anderes übrig, als den lästigen Papierkram auf sich zu nehmen. So Firmenchefs, Kapitalanleger oder Vermieter. Die müssen bis zum 31. Mai 2004 ihre Steuer-Erklärung abgegeben haben. Nur wenn ein Steuerbe­rater mitwirkt, verlängert sich die Frist automatisch bis zum 30. Sep­tember. Und wenn es gar nicht zu schaffen ist: Fristverlängerungen auf Antrag sind möglich.

Zwar muss schon eine normale Fa­milie mit Doppelverdienern und zwei Kindern mindestens fünf Vor­drucke ausfüllen, bevor das Geld aufs Konto fließt, aber keine Ban­ge.

Anlegen mit Rktienfonds

Mit Aktienfonds können Anleger rund um den Globus investieren und gleichzeitig ihr Risiko in Gren­zen halten. Grundlage des Depots sollten Fonds der entwickelten Märkte wie Nordamerika oder der Euro-Zone sein. Risikoreicher sind Fonds junger Aktienmärkte wie China oder Russland. Auf­grund des höheren Risikopoten­zials sollten Papiere dieser so ge­nannten Emerging Markets nicht mehr als 10 % des eingesetzten Ka­pitals ausmachen.

Geringes Verlustrisiko

Zu den entwickelten Märkten zählen Nordamerika, die Euro-Zo­ne, Großbritannien, die Schweiz, aber auch Australien, Neusee­land, Hongkong und Japan. An­ders als der Name vermuten lässt, investieren Aktienfonds Welt nur in Papiere aus den genannten Ländern. Das Verlustrisiko dieser Fonds ist relativ gering, denn sie bieten eine vernünftige Länder­und Branchenmischung. Daher sollten Aktienfonds entwickelter Märkte die Grundlage des De­pots bilden.

Währungsrisiko durch ho­hen US-Anteil

Da die USA die größte Börsen­nation sind, haben US-Aktien normalerweise eine starke Ge­wichtung in weltweit anlegenden Fonds. Der Anteil liegt meist zwi­schen 30 und 50 %. Nachteil für Anleger: Hohe Währungsverlus­te sind möglich. So geschehen in der jüngsten Vergangenheit, als die Abwertung des Dollars ge­

genüber dem auf die Wertent­wicklung vieler Fonds durchschlug. Die Alternative sind Europäische Aktienfonds. Bei Fonds der Euro- Zone haben Anleger überhaupt kein Währungsrisiko. Sind Länder wie die Schweiz oder Großbri­tannien dabei, müssen Anleger ein minimales Risiko einplanen.

Stärkere Schwankungen

Jüngere Aktienmärkte wie Indien, Russland, Südkorea oder China werden auch als Emerging Mar­kets bezeichnet. Diese Märkte sind risikoreicher, da sie viel stärkeren Kursschwankungen unterliegen. Grund: Die wachstumsstarken Län­der profitieren meist stärker als klassische Industrienationen von ei­ner Erholung der Weltwirtschaft oder Boomphasen bestimmter In­dustrien. Dafür sind sie aber auch anfälliger für Krisen. Für Anleger bedeutet dies höhere Gewinn­chancen, aber auch höhere Ver­lustrisiken.

Wer langfristig mit Fonds Ver­mögen aufbauen will, sollte auf breit streuende, bewährte Fonds setzen. Spezielle Länderfonds soll­ten Anleger sogar völlig meiden. Auch wenn es selbst bei soliden Aktienfonds keine Gewinngarantie gibt: Die Gewinnchancen sind besser als die jüngste Vergan­genheitvermuten lässt. Allerdings nur, wenn Anleger mindestens 15 bis 20 Jahre investiert bleiben, regelmäßig die Märkte beobach­ten und einen günstigen Ver­kaufszeitpunkt wählen.