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Wochenblatt VG Montabaur
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von Josef Otto Schneider
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Oie Wunden können nicht heilen!! ah die Jahrzehnte nach dem Krieg haben esnity vermocht, den Zorn darüber zu zerstreuen,, eine gewissenlose Führung ein ganzes Volk and, Rand des Untergangs, seine Städte in den Rij, seine Familien in Elend und Not, seine Jugendii den Tod gelenkt hat.
Noch immer muss ich an meine Angehörijtj
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und Freunde denken, mit denen ich unbeschwerte Schul- und Jugendtagevej lebte und die Freude des Abenteuers auf Fahrten, die Wärme unserer kleines; Welt in einer intakten Nachbarschaft und die Liebe der Eltern teilte.
Am Ende des Krieges war alles dahin.
Tatsächlich bedarf es bei mir keiner in jene entsetzlichen Jahre blickenden Dofc mentation in Buch oder Fernsehen - ich orientiere mich am eigenen Schicksala Soldat, das mich gnädig, wenn auch seelisch und körperlich verletzt, aus demiiA schreiblichen Geschehen entließ. Und ich weiß, dass ich nicht allein bin. Treffeicj beim morgendlichen Gang in die Stadt Freunde aus gemeinsam erlebten ui schwerten, ja frohen Jugendjahren, so geht unser Gespräch bei der bloßen Erwl nung eines Datums oder Namens manchmal einen eigenen Weg, von dem ause bis zu Grauen und Tod, Gefahr und Instinkt, bis hin zum Stoßgebet in höchstcj Bedrängnis, nicht weit ist.
Männer, die als Soldaten buchstäblich im Dreck gelegen haben, meiden solcher i Gespräche mit Menschen, denen jene Erlebnisse abgehen, doch sprechen sie mituntd wenn allein, umso offener darüber, auch mit den Toten, den Unbekannten, dieitaö an einem Tag wie dem Volkstrauertag mehr als nahe sind. Wunden, WW
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die der Krieg zufügte, können nicht heilen; nichts - das wissen nach all den Jahren die Betroffenen - ist verblasst, nichts hat sich verflüchtigt, weder bei Kriegs-, Bomben-, Vertreibungs-, nicht bei KZ- und Terroropfern.
Wie kalt ist es doch in einer friedlosen Welt, und wie dumm können Menschen sein.
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Ehrenhain Westerwald 1939/45 • Friedhof der Stadt Montabaur • an der Friedensstraße, Gedenkstätte von 1009 Soldaten des 2. Weltkrieges
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