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Montabaur

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Nr. 51/52/2002

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Restaurierung der Pfarrkirche St. Peter in Ketten Montabaur

Ein Blick in die Geschichte Die rund 700-jährige Geschichte der Pfarrkirche ist auch eine Geschichte ihrer Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen. In kur­fürstlicher Zeit bis zum Beginn des 19. Jhs. waren die Zehntbesitzer, vor allem das Stift St. Florin in Koblenz, für die Erhaltung der Kirche zuständig. Doch diese kamen ihrer Verpflichtung nicht nach. Umso mehr haben Bürgermeister und Magistrat der Stadt für die Unterhaltung der Kirche Verantwor­tung getragen. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1534 ließ der Rat über die Kirchenruine ein Not­dach schlagen. Der Kurfürst unterstütze mit einer Sammlung im Land den Wiederaufbau von Stadt und Kirche. 1668 beauftragte der Stadtrat den Stückegießer Schlechshorn von der Festung Ehren­breitstein mit dem Guss einer neuen Glocke, die heute auf dem Südturm der Kirche hängt. 1718 hat der Magistrat bei dem Schreinermeister Hastenteu- fel für rd. 400 Reichstaler einen neuen Hochaltar in Auftrag gegeben. 1761 muss die Pfarrkirche in solch ruinösem Zustand" gewesen sein, dass der Bür­germeister an den Kurfürsten eine Anfrage richte­te wegen »höchst nötiger Reparatur'des Kirchen­schiffs. Mit seiner Zusage und Hilfe begann eine umfangreiche Instandsetzung. Doch musste sich der Stadtrat mit den widerspenstigen Zehntherren her­umschlagen. Auch die Pfarrangehörigen hatten bei den Kosten ihren Anteil zu leisten. In Nassauischer Zeit, mit Beginn des 19. Jhs., ging die Zujährigen Jubiläums das große Glasfenster in der Westfassa­de. 1988 erfolgte eine Anfrage der Staständigkeit für dass Kirchengebäude an die Kirchengemeinde über. Nassau als Patronatsherr, nachfolgend Preußen und heute Rheinland Pfalz waren und sind mit 6/11

an bestimmten Baukosten beteiligt. Eine grundle­gende Gesamtrestaurierung der Pfarrkirche erfolg­te im letzten Viertel des 19. Jhs. Der Außenputz wur­de abgeschlagen, die Kirche außen und innen dete der damalige Bürgermeister Kraufich den Kirch- bauverein, der erhebliche Mittel bereitstellen konn­te. 1959 schenkte die Stadt der Kirchengemeinde anlässlich ihres lOOOdtverwaltung, ob für das Stadt­jubiläum 1991 die Pfarrkirche innern neu ausgemalt werden könnte. - Durch klimabedingte Feuchtigkeit und Staubentwicklung war das Kircheninnere dun­kel und unansehnlich geworden. Man begann dar­aufhin mit den Planungen. Rheinland-Pfalz, wegen seiner Patronatsverpflichtung beteiligt, stellte mit der Bischöflichen Behörde die erforderlichen Finanzmittel für die Restaurierung in Aussicht. Es war schnell klar geworden, dass das zerbröselnde Steinwerk der Außenfassade nur durch Aufträgen eines Putzes gerettet werden kann. Das hatte erheb­liche Auswirkungen auf die Kosten. Daraufhin teil­te die Rheinland-Pfälzische Behörde dem Kirchen­vorstand mit, dass wegen der Renovierung des Klo­sters Marienstatt keine Gelder mehr bewilligt wer­den könnten. Durch die Initiative des Kirchbauver- eins besichtigte im Mai 1998 Finanzminister Mittler die Kirche und stellte die Unterstützung der dring­lichen Restaurierung in Aussicht. Nach vielen Mona­ten der Vorbereitungen wird nun mit den Arbeiten begonnen. Sie werden sich über 6 Jahre hinziehen. An den Gesamtkosten von 7,2 Mill Euro ist das Land mit 2,9 und das Bistum Limburg mit der Pfarrge- meinde mit 4,3 Mill. Euro beteiligt. Die Steinsanie­rung und die Verputzung der Fassade benötigen allein die Hälfte der Kosten.

Wolfgang Ackva

& Ortszeit * Zelt für Brücken zum Leben

Wchor Koblenz bot ein beeindruckendes Adventskonzert

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Brn'üf die St.-Elisabeth-Kirche in Koblenz-Rauental. als Thomas 'tariinT 0| '' und doch in den einzelnen Passagen spielerisch - an '47o,ti° cca,a und Fuge in d-Moll BWV 565 von J. S. Bach erklin- ! ät«nQ* Brücken zum Leben war die Thematik dieses Konzertes, tnu ttir! n ^ em des Polizeichores vorgetragenen Texte waren es, die Herauslösung aus der betäubenden Betriebsamkeit, Nac hdenken, wohin der Weg führen soll. Ein Lächeln, ein ^ll ensei, '9 es Entgegenkommen sind solche Brücken, die Fne- r ^htrt hn . ün9 sch atfen. Aber auch die Musik, in welcher Form auch ^ckonh M ensch en in ihren Bann und kann so eine wichtige Hilfe bau sein. Ausdrucksstark im Vortrag der Polizeichor Koblenz

unter der Leitung seines neuen Chorleiters Winfried Kahl in den ersten Lied­beiträgen. Beziehungsvoll hier der Chorsatz:Forschen nach Gott, begin­nend mit:Ich suche dich und endend in der Feststellung:Du bist kein Traum. AbsoluteFarbtupfer in diesem Konzert waren die vorgetragenen Werke des Mandolinenvereins Heiligenroth unter der Leitung von Hans- Otto Wies, u. a.Air aus der 3. Sinfonie von J. S. Bach und dasVivaldi- Konzert für Gitarren. Hier glänzten Monika und Susanne Wolf (Mutter u. Tochter) als Solistinnen. Die unglaublich gefühlvoll und einfühlsam vorge­tragenen Werke verbreiteten ein Gefühl der Ruhe und Besinnlichkeit.

Einen ersten Glanzpunkt setzte dann die Sopranistin Edeltrud Kahn mit Nacht und Träume von F. Schubert. Ihre ausdrucksstarke Stimme zieht sofort alle Zuhörer in ihren Bann. Dies um so mehr, da es Thomas Schwarz versteht, mit der Orgel so gefühlvoll zu begleiten, dass alles wie eine Ein­heit klingt. Dies sollte noch eine Steigerung erfahren mitLaudate Domi­num von W.A. Mozart. Meisterhaft der Frauenchor Heiligenroth unter der Leitung von Werner Blatt bei seinen Vorträgen im Geistlichen Teil als auch in der Einstimmung auf den Advent mit:Macht hoch die Tür,Maria durch ein Domwald ging" undVom Himmel hoch, da komm ich her. Die ruhige und klare Stimmführung und Homogenität im Chorklang ließ die Zuhörer in aller Stille verharren. Absoluter Höhepunkt dasAgnus Dei von G. Bizet undPanis angelicus von C. Frank, im gemeinsamen Vortrag von Edeltrud Kahn, Thomas Schwarz an der Orgel und dem Polizeichor Koblenz. Hier kam unwahrscheinlich viel Gefühl zum Ausdruck, welches verzauberte. Der Adventszeit trug der Polizeichor Koblenz mit den beiden Chorwerken O du stille Zeit undO komm, du Licht der Welf in besonderer Weise Rechnung. Zusammen mit dem Frauenchor Heiligenroth erfolgte dann der Hinweis auf die kommende Weihnachtszeit mitSanta Maria von J. Schweitzer undEs ist ein Ros entsprungen.

Mit dem gemeinsamen Schlusslied aller Mitwirkenden und Konzertbesu­cherTochter Zion, freue dich, ging ein eindrucksvolles Konzert zu Ende. Am Schluss des Konzertes wurde um eine Spende für eine soziale Ein­richtung der St.-Elisabeth-Kirchengemeinde gebeten.

Raimund Schlosser

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