Wochenblatt VG Montabaur
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VON STEFFEN MOHR
T im Weidemann hatte diesen kleinen Regionalsender ins Leben gerufen. Er selbst hatte alles angeschafft, vom teuersten Apparat bis zu den zahllosen CDs. Er selbst sprach von Anfang an die Nachrichten und den Wetterbericht, interviewte die Creme der kleinen Stadt und kurz vor der Eingemeindung sogar den scheidenden Bürgermeister. Letzteres hatte den Beliebtheitsgrad des Senders enorm gesteigert. Faktisch hörten alle die Sendungen aus dem Siedlungshäuschen, das der Standort des Senders war.
Mitten in all diesen Aktivitäten rannte Weidemann die Frau davon und damit ein beachtlicher Teil der finanziellen Zuschüsse. Jetzt war er pleite und überlegte ernsthaft die Möglichkeit eines Banküberfalls.
Nach längerem Überlegen kam er darauf, seine Radiostation als Alibi zu nutzen. Er musste den Überfall in der Bank im Ort nur geschickt timen. Hinterher musste alles so ausse- hen, als wäre er am Sendeplatz gewesen, während er in Wirklichkeit die Bank
ausgeraubt hatte. Von seinem Häuschen bis zum Tatort brauchte er mit dem Fahrrad, das ihm ein als ein für Banküberfälle günstiges Verkehrsmittel erschien, fünf Minuten. Also musste eine halbe Stunde ausreichen, in der die Sendung ohne ihn lief. Die beste Zeit schien ihm die zwischen 14 und 14.30 Uhr zu sein.
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wochmorgen sprach er die Ansagen für die Musiktitel auf Band und den Wetterbericht, der immer pünktlich 14.05 Uhr kam und dessen Daten er täglich in der Frühe von der Wetterwarte abfragte. 14 Uhr legte er das Band ein, setzte sich bei strahlendem Sonnenschein aufs Rad und - fand, dass die Bank bereits ab 12 Uhr geschlossen war. Er
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Dort stand bereits Kooijg Merks vor der Tür. ,lJ muss ich Sie mitnehi sagte er. „Sie haben er Fehler gemacht.“
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