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ochenblatt

bandsgemeinde Montabaur

ng 29 -Freitag, den 16. November 2001 - Nr. 46

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Gedanken [zum Volhsfrauerfag 2001

;kam ganz anders, als wir es uns gedacht haben und viel schlimmer, als wir es hät­ten können:

Tor hat unsere - wie wir meinten - heile Welt überfallen und uns nie geahnte Dimen­onenmenschlicher Verbrechensmöglichkeiten kund getan. Verblendung, die Schwe­res Wahnsinns, ist nach fünfzig Jahren des Friedens in unseren Breiten dabei, neue bfer zu schaffen und neue Gräber auszuheben. Und wir hatten gedacht, zu unseren fbzeiten könne das, was wir in zwei Weltkriegen hinter uns brachten, auch nicht {nähernd mehr eintreten. Bei so manchem macht sich Ohnmacht über das breit, was (New York und Washington am 11. September geschah. Aus dem friedlichen Alltag pausgerissen, stellen wir betreten fest, wie dünn die Schicht ist, auf der die Kostbar- itFrieden ihre Heimat hat. Der vor Jahren gestellten Frage meiner Kinder, warum Generation der Großeltern 1939 den Krieg nicht verhindert hätte, wurde durch die hrecklichen Ereignisse der Boden entzogen.

jennoch dürfen wir uns heute nicht als Spielball einiger Wahnsinniger ansehen. Nichts eibt auf der Erde wie es war - alles ändert sich. Auch unser Alltag und wir selbst sind tht ausgenommen von diesem Prozess. Entsetztsein genügt nicht - wir alle sind auf- pfordert, uns aktiv für den Frieden, für die notleidenden Menschen einzusetzen und )die Wurzeln des Unfriedens in der Welt mit unseren bescheidenen Möglichkeiten uszurotten. Es gibt schon zu viele Gräber, an denen wir stehen, nachdem wir annah- jien, über die Trauer hinweg zu sein.

Josef Otto Schneider

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