nblatt VG
Montabaur
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Nr. 30/2001
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Die neue Währung
Was ist der Euro?
Der Euro ist seit 1. Januar 1999 die gemeinsame Währung der Europäischen Union, die durch den Vertrag über die Europäische Union angenommen und im Namen der Völker von den Parlamenten der Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde. Am 1. Januar 2002 trennen sich gleichzeitig mit Deutschland auch Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, die Niederlande, Irland, Italien, Luxemburg, Spanien und Portugal von ihren nationalen Währungen.
Dieser Weg zur gemeinsamen Währung ist untrennbar verbunden mit fünf Jahrzehnten gemeinsamer europäischer Geschichte. Im Jahre 1950 schließen sich Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Italien zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zusammen. 1958 treten die Römischen Verträge in Kraft. Die Europäische Gemeinschaft wird durch EWG und EURATOM auf weitere Wirtschaftsgebiete ausgedehnt. Die Errichtung eines gemeinsamen Marktes und die schrittweise Annäherung der Wirtschaftspolitik wird Ziel der Mitgliedsstaaten. In den darauf folgenden 10 Jahren wird schrittweise eine Zollunion verwirklicht. Bis 1968 sind Binnenzölle für gewerbliche Güter weitgehend abgeschafft.
Bereits 1970 gab es mit dem sogenannten Werner-Bericht die ersten Entwürfe für den Euro. 1972 wird der Europäische Wechselkursverband gegründet. Die Schaffung einer Europäischen Union wird als langfristiges Ziel erklärt. Nachfolgend wird auf Initiative von Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem französischen Präsidenten Giscard d’Estaing das Europäische Währungssystem geschaffen. Zur Einschränkung der Wechselkursschwankungen wird die ECU eingeführt, der Vorläufer des Euro.
Mit Beginn der 90iger Jahre werden Grenzkontrollen zur Ausnahme. Von 1990 bis 1993 tritt die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion in ersten Stufen in Kraft. Die Verträge von Maastricht und Amsterdam werden Meilensteine auf dem Weg zur Europäischen Union. In den ausgehenden 90iger Jahren gelingt es den meisten Euro-Ländern nach größten Anstrengungen die strengen Beitrittsvoraussetzungen zu erfüllen. Mit Beginn des Jahres 1999 wird das Euro- Buchgcld in 11 eupropäischen Ländern und ab 1. Januar 2001 auch in Griechenland eingeführt.
Warum brauchen wir den Euro?
Der Euro ist eine Währung für 300 Millionen Menschen. Das Euro-Land ist die zweitgrößte Wirtschaftszone der Welt. Es herrscht völlige Freizügigkeit für Waren, Dienstleistungen, Kapital und Menschen. Die Bewohner können sich ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze, aber auch den Ort ihres Ruhestandes frei aussuchen.
Die Wirtschaft Europas kann auf einen Binnenmarkt aufbauen, der mit einer gemeinsamen Währung besser funktionieren wird. Der Euro wird als stabile Währung zu einer soliden Wirtschaft in Europa beitragen.
Wochenblatt
’Vetadsgememde Montabaur
Fortsetzung folgt.
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