Wochenblatt VG Montabaur
Verbandsgemeinden Montabaur und Wallmerod kooperieren in Sachen Wasserversorgung
Bürgermeister Jürgen Paulus (Verbandsgemeinde Wallmerod) - rechts - und Erster Beigeordneter Edmund Schaaf (Verbandsgemeinde Montabaur) - links - Unterzeichneten im Sitzungssaal des Rathauses in Montabaur einen Vertrag über die Zusammenarbeit der beiden Verbandsgemeinden bei der Wasserversorgung. Mitglieder der Werkausschüsse der beiden Verbandsgemeinden wohnten der Vertragsunterzeichnung bei. Nach diesem Vertrag verpflichten sich die Verbandsgemeindewerke Wallmerod bei Bedarf an die Verbandsgemeindewerke bis zu 300 cbm Trinkwasser täglich zu liefern. Eine Mindestabnahmeverpflichtung der Verbandsgemeinde Montabaur besteht nicht. Allerdings muss ein ständiger Durchfluss von Wasser durch die Leitung gewährleistet sein, damit sie keimfrei bleibt. Daraus ergibt sich eine Mindestlieferung von 30 cbm täglich. Zwischen Meudt-Dahlen und dem Hochbehälter Rupberg in Rup- pach-Goldhausen ist eine Verbindungsleitung zu verlegen. Die Kosten dafür übernehmen die Verbandsgemeindewerke Montabaur.
Bürgermeister Jürgen Paulus berichtete, die Verbandsgemeinde Wallmerod verfüge nach dem Verbund mit den Verbandsgemeinden Westerburg und Selters zur Erschließung der Wasservorkommen in der Grube „Alexandria” und eigenen erfolgreichen Bohrungen von Tiefbrunnen über ein den eigenen Bedarf übersteigendes Wasserangebot. Da Großabnehmer fehlten, sei der Wasserpreis angesichts hoher Fixkosten in der Wasserversorgung relativ hoch. Vor diesem Hintergrund sei man an der Lieferung von Wasser nach Montabaur interessiert.
Beigeordneter Edmund Schaaf berichtete, die Wasservorkommen in der Verbandsgemeinde Montabaur reichten grundsätzlich zur Deckung des eigenen Bedarfs aus, obwohl der Jahresverbrauch von 1,5 Mio. cbm im Jahr 1979 auf 2,2 Mio. cbm in 2000 gestiegen sei. Diese Steigerung des Wasserverbrauchs sei nicht Folge eines höheren Pro-Kopf-Verbrauchs (dieser ist weitgehend konstant), sondern auf die wachsende Bevölkerung und die Ansiedlung von Gewerbebetrieben zurückzuführen. Allerdings habe man in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass bei lang anhaltender Trockenheit der Wasserverbrauch stark ansteige. Während der durchschnittliche Verbrauch pro Tag in der Verbandsgemeinde Montabaur ca. 6.000 cbm betrage, sei er im vergangenen Sommer auf bis zu 8.700 cbm gestiegen. Das werfe nicht nur Kapazitätsprobleme bei der Wasserförderung, sondern auch hinsichtlich des Speicher-
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und Durchleitungsvolumens auf. In diesen Fällen sei es - auch zur Scho- nunq der eigenen Tiefbrunnen - gut, wenn man Wasser von außerhalb beziehen könne. Vor diesem Hintergrund habe man bereits 1997/98 m! den Vereinigten Wasserwerken Mittelrhein einen Wasserbezug von bi zu 800 cbm täglich über die Verbindungsleitung zwischen den Hochbehältern Hühnerberg (Gemarkung Simmern) und Steinrausch (Gemar- kuna Neuhäusel) vereinbart. Durch die Möglichkeit, Wasser aus dem Netz der Verbandsgemeinde Wallmerod zu beziehen, spare die Verbands®, meinde Montabaur Pumpkosten, weil der größte Teil des Wassers im
Westen gefördert und von dortauch in die Gemeinden im Ostteil der Verbandsgemeinde Montabaur ge. pumpt werden müsse. Durch die Einspeisung in den Hochbehälter Rupberg könne außerdem der Tiefbrunnen Rupberg geschont werden In den vergangenen Jahren habe man dort täglich bis zu 600 cbm Wasser gefördert. Im Jahr 1999 kam es dort zu Eintrübungen. Die genaue Ursache habe man nicht finden können. Die Geologen vermuten jedoch, dass durch die unterschiedlichen Fördermengen Turbulenzen im Brunnenschacht entstanden seien, durch die die Tonabdichtung aufgewirbelt wurde. Seit man täglich konstant ca. 400 cbm fördere, sei ; das Problem nicht wieder aufgetreten. Diese gleichmäßige Wasserförderung aus dem Tiefbrunnen Rup- bera lasse sich leichter verwirklichen, wenn im Bedarfsfall Wasser von Wallmerod in den Hochbehälter Rupberg eingespeist werden kann. Die Verbandsqemeindewerke Montabaur zahlen an die yerbandsgemeinde- werke Wallmerod für den Wasserbezug zwei Drittel des dortigen Was- semreises (zur Zeit 2,84 DM, also 1,89 DM). Dieser Preis liegt genngfu- oio über dem Wasserpreis der Verbandsgemeindewerke Montabaur( 1,85 DM/rbmf Die Verbandsgemeinde Montabaur sichert ihrerseits zu, im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten Wasser nach Wallmerod zu lieferndem es dort zu vorübergehenden Engpässen kommen sollte In diesem Fa müssen die Verbandsgemeindewerke Wallmerod den in Montabaur geltenden vollen Wasserpreis zahlen.
Büroermeister Jürgen Paulus und Erster Beigeordneter EdmundSchaa! betonten die qute Zusammenarbeit zwischen den beiden benachbarten Verbandsqemeinden, die bereits im Bereich der Abwasserreinigung kooperieren Mit dem Vertrag über die Wasserlieferung von Wa lmero nach Montabaur werde diese gut nachbarliche Zusammenarbeit weiter ausgebaut.
Rundreise durch die Verbandsgemeinde Montabaur
am Mittwoch, 13.06.2001
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
die Busse fahren am 13.06.2001 um 12.45 Uhr am Busunternehmen Schneider (Kolpingstraße 5) in Montabaur zentral ab. Es besteht für Sie die Möglichkeit, Ihr Fahrzeug am direkt gegenüberliegenden Parkplatz “Kalbswiese” (kostenpflichtiger Parkplatz) oder an den Parkplätzen an der Fröschpfortstraße (kostenfreie Parkmöglichkeiten) abzustellen.
Die Veranstaltung wird gegen ca. 20.00 Uhr wieder am Busunternehmen Schneider schließen.
(Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Herr Göbel unter der Rufnummer: 02602/126-334).
Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Rundreise.
Dr. Paul Possel-Dölken Edmund Schaaf
Bürgermeister Erster Beigeordnetet
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