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>r Verbandsgemeinde Montabaur
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1 der Ortsgemeinden
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fcrgang.
FREITAG, den 16. Nov. 1979
Nummer: 46
Friedhof der Besiegten
— Gedanken zum Volkstrauertag 1979 —
Ein sowjetischer Schriftsteller, der als Angehöriger der „Helsinki-Gruppe" für die Verwirklichung der Menschenrechte eintritt, hat seine Gedanken über Kriegsgräber in der UdSSR zu Papier gebracht. Unter der Überschrift:
„Friedhof der Besiegten", beschreibt er die trostlos mit Brettern vernagelte Ruhestatt deutscher Soldaten, in der Stadt Kameschkowo, im Gebiet von Wladimir.
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Drei Zitate aus diesem Bericht:
„Warum werden tote Sieger unter Marmorplatten begraben, auf denen ihre Namen in Goldbuchstaben eingemeißelt sind? "
Warum sind die Besiegten wie die Stiefkinder der Erde, wie am Straßenrand aufgelesene Vagabunden? "
'sprechen jetzt so viel über Menschenrechte, aber ist dieses letzte Recht eines jeden - menschenwürdig begraben zu werden - pfauch eines dieser Rechte? "
jflr Friedhof von Kameschkowo hat längst keinen Bretterzaun mehr, so wie auch die Nummern von 460 Gräbern, davon 19 Mas- »flräbern, verschwunden sind.
isgestoßen und geschmäht, eingehüllt von einem fast vierzig Jahre währenden Schweigen, liegen sie dort, im fernen Wald bei jladimir. Wir, und damit sind alle gesellschaftlichen und politischen Gruppen gemeint, tun uns schwer, die harte Realität des Vertanen in verbindlichen, gegenwartsverständlichen Worten auszudrücken. Kameschkowo kann uns hilfreiche Lehre sein.
^65 Friedhöfen in 17 Ländern Europas und in Nordafrika, haben 1.425.000 Angehörige unseres Volkes, die Opfer von Krieg N Gewaltherrschaft wurden, eine würdige Ruhestätte gefunden. Die Kriegsgräberstätten 1914/1918 und der „Ehrenhain Wester- N in Montabaur, sind in diesen Zahlen eingeschlossen. Versunken und vergessen sind diese sicher nicht, bestattet auf einem ffiedhof der Geborgenen".
^nn wir am Volkstrauertag der Männer, Frauen und Kinder gedenken, die in der Folge des Krieges und wegen der Teilung futschlands umgekommen sind, wollen wir uns auch der vermoderten Grabhügel in Kameschkowo erinnern.
^ as die dort draußen uns und was wir ihnen zu sagen haben, steht in Stein gemeißelt in der Mauer des Ehrenhains Westerwald. .Verlorene Heimat, Dich sucht unsere Seele,
Tote der Heimat, Euch birgt unser Herz"
Reinhard Sonnenschein, Obmann der Deutschen Kriegsgräberfürsorge

