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von 8.30 - 12.00 Uhr und von 13.30 - 16.00 Uhr im Kreishaus, Peter-Altmeier-Platz, Erdgeschoß.

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in Montabaur beim Versicherungsamt der Kreisverwaltung Tel. Durchwahl 02602/12347.

Die Auskunftsuchenden werden gebeten, ihre Versicherungs unterlagen mitzubringen.

Westerwaldkreis erprobt neues Müllabfuhrsystem - Versuch mit 240 I fahrbaren Müllgroßbehältern -

Seit Anfang der 70er Jahre wird bundesweit die Verwendung des 120 I/ 240 I Müllgroßbehälters (MGB) bei der Abfallbeseiti­gung diskutiert. In vielen Berichten und Untersuchungen wird das Für und Wider dieser Behälter beleuchtet und dargestellt.

Die nunmehr in fast 9 Jahren durch Untersuchungen, Erprobun­gen und tatsächlichen Umstellungen in vielen Städten und Krei­sen der Bundesrepublik gesammelten Erfahrungen und den damit verbundenen Hinweisen sind Veranlassung genug, auch dieses Thema für die Abfallbeseitigung im Westerwaldkreis zu disku­tieren.

Vor Eintritt in die Diskussion bedarf es folgender grundsätzli­cher Erläuterungen:

Die staubfreie Müllabfuhr mit 35 I / 50 . Mülleimern wurde vor rd. fünfzig Jahren in Deutschland eingeführt. Sie galt jahrzehnte­lang in der ganzen Welt als vorbildlich. Das System als solches ist heute wie damals intakt und effektiv. Zu berücksichtigen ist nur, daß derMüllanfall damals bei ca. 1 - 1,4 I pro Einwohner/

Tag lag, d.h. in einem 3-4 Personenhaushalt fielen ca. 25 - 35 I Müll pro Woche an, so daß ein 35 I Ringeimer für die Abfall­beseitigung ausreichte. Noch gegen Ende der fünfziger Jahre rechnete niemand damit, daß der dann folgende stürmische Wirtschaftsaufschwung zu einem explosionsartigen Anwachsen der Müllmenge führen würde. Gekennzeichnet wurde diese Ent­wickln/^ durch die verschiedenen Konsumwellen, durch Ände­rung der Lebens- und Verzehrgewohnheiten, durch die Einfüh­rung neuer Brennstoffe. All dies führte dazu, daß man heute bundesdurchschnittlich von 5 I pro Kopf und Tag ausgehen muß. In einem Drei-Personen-Haushalt fallen demnach wöchent­lich 105 Liter Müll an. Es ist deshalb verständlich, daß dort, wo der Ringeimer verwandt wird, große Schwierigkeiten bei der Abfallbeseitigung auftreten, die auf Dauer nicht mehr zu vertreten sind. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, daß nach sachverständigen Aussagen bis 1985 mit einem weiteren Ansteigen der Müllmenge gerechnet werden muß.

Bereits an dieser Stelle sei angeführt, daß aufgrund der über­schlägig angestellten Berechnungen im Westerwaldkreis von rd.

30 I pro Kopf und Woche ausgegangen werden muß. Die Anzahl der vorhandenen 35/50 I Müllgefäße und 1,1 cbm Müllgroßbe­hälter sowie die Zahl der verkauften zusätzlichen Müllsäcke, Selbstanlieferungen auf den Deponien und die vorhandene Sperrmüllmenge haben eindeutig zu diesem Ergebnis geführt. Darüber hinaus müssen aufgrund der gestiegenen Müllmenge heute wesentlich mehr Kosten für Sammlung und Transport auf gewandt werden als im Jahre 1973.

Der anfallende Müll muß jedoch beseitigt werden. Z.Zt. erfolgt dies unter Verwendung von 35/50 I Müllgefäßen und Müll­säcken. Der nicht mehr in diese Behältnisse passende Müll wird entweder über die sogenannte Sperrmüllabfuhr oder durch un­berechtigtes Verbrennen oder Wegwerfen, also illegal, beseitigt.

Daßdies einmal nicht Sinn einer ordnungsq em i, ' seitigung sein kann und zum anderen für die 7 kl kostenträchtig (zusätzliche Sperrmüllabfuhr r Landschaft) für alle Beteiligten (AnschlußnfiJ!^ liegt klar auf der Hand. Nicht zu übersehen i«,Tl Sache, daß gerade die Kosten für das Sammel T port der Abfälle den entscheidenden Anteil and fl der Abfallbeseitigung ausmachen. Da Sammelkost i

Linie Personalkosten sind, kommt es darauf

an, diel

leistung pro Mann zu erhöhen. Der einzige g3nqb für geht über das Müllgefäß. Aufgrund dessen wurd^

240 I MGB entwickelt. Er gewährleistet heute eine' saubere und kostengünstige Abfallbeseitigung. ^ Die herausragendsten Vorteile sind

1. Groß genug und geeignet, die jetzt und in Zukunft! Hausmüllmengen aufzunehmen; dies ist ein wichtiqf zum Umweltschutz, weil bei genügendem GefäßvJ mand verleitet wird, Müll illegal zu beseitigen

2. zukunftsorientiert,

3. haushaltsfreundlich, weil es für die bequemeundhl Handhabung beim Einfüllen bzw. SammelnvonL, Besseres gibt als stabile, leicht verschließbareBehäll auch größere sperrige Abfälle, Gartenabfälle usw.J men,

4. personalfreundlich, weil die Kräfte des Personals!) Einsatz technischer Mittel geschont werden (Hubl tung),

5. wirtschaftlich, weil die Kosten gegenüber jedem anf System (Eimer, Müllsäcke) auf die Dauer günstiger! müssen.

Der kreiseigene Abfallbeseitigungsbetrieb arbeitet seit] dem alten System 35/50 I Müllgefäße, Müllsäcke,Spen Müllabfuhr auf Abruf und Selbstanlieferungen.( erfolgen separate Altpapier- und Altglassammlungen,

Die bisherigen Betriebszahlen lassen eindeutig erkenn^ mehr als 6 Jahren kostendeckend und wirtschaftlichgt worden ist. Damit dies auch künftig erreicht wird, n angebotenen tecnnischen Neuerungen auf dem Gebiet fallbeseitigung zum mindestens untersucht und auf ihr! wendbarkeit geprüft werden. Dabei ist die Klärungfolij Fragen von ausschlaggebender Bedeutung;

a) Wie sieht die Effektivität des MGB bezüglich der Beseitigung aller anfallenden Abfälle aus Haushaltuj kleineren Gewerbebetrieben aus ?

b) In welchem Verhältnis stehen die derzeitigenGebi Kosten zum MGB ?

Nach den vorliegenden sachverständigen Aussagenwert Fragen in jeder Hinsicht positiv beantwortet, d.h. ordij mäße Beseitigung unter gleichzeitiger Ansetzung gffl ren und Kostenersparnis für die Anschlußpflichtig 611 :

Eine genaue Aussage für das Gebiet des Westerwald^

kann jedoch erst nach Durchführung eines

Versuchs 5 1

werden. Es ist deshalb daran gedacht, einen

solchen Vi

durchzuführen. Er soll in der Zeit vom 1 . 9.79 bis laufen. Dabei ist beabsichtigt, in der VerbandsgM® baur in nachfolgend aufgeführten Orten 240 werden: (Lesen Sie bitte auf Seite 4 weiter!)

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Herausgeber des Amtsblattes: Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Großer Markt 10 (Rathaus) 5430 Montabaur, l ^^. 4 ), Druck und Verlag erfolgen durch: Verlag + Druck Linus Wittich, Rheinstr. 41, Postfach 7 , 5410 Höhr-Grenzhausen, (Tel- ^ on{a |j aBr ), Verantwortlich für den Inhalt sind: für den amtlichen Teil: Oberamtsrat Piwowarsky (Verbandsgemeindeverwaltung

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