Montabaur 11/14/78 TAGESORDNUNG: h öffentliche Sitzung
h Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung des Ortsgemeinderates vom 22.3.1978
2. Beratung und Beschlußfassung
über den Flurbegang in der Gemarkung Niedererbach (Zustand der Feldwege)
3 Verschiedenes.
II. Nichtöffentliche Sitzung
1. Beratung und Beschlußfassung über Auftragsvergaben.
2. Bäuvoranfrage
3. Verschiedenes
5431 Niedererbach, 4.4.78' I.V. gez. Kremer, Il.Or'tsbeigeordn.
Haushaltssatzung und Haushaltsplan 1978 beschlossen
Auf der Tagesordnung der Sitzung des Ortsgemeinderates Niedererbach am 22.3.1978 stand lediglich die Verabschiedung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes für 1978 sowie des Investitionsprogrammes für die Jahre 1977 - 1981.
Die Haushaltssatzung wurde mit folgenden Festsetzungen vom Ortsgemeinderat beschlossen :
1. Das Haushaltsvolumen beträgt
im Verwaltungshaushalt 372.00t),- DM
im Vermögenshaushalt 182.000,- DM
2. Verpflichtungsermächtigungen sind nicht veranschlagt.
3. Kredite werden nicht beansprucht.
4. Die Steuersägze bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert
und betragen
4.1.
4.11
bei der Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A)
220 v.H.
4.12.
für die Grundstücke (Grundsteuer B)
240 v.H.
4.2.
bei der Gewerbesteuer
4.2T
nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital
320 v.H.
4.22'.
Mindeststeuer
4.221
Hausgewerbetreibende
6,-DM
4.222
Sonstige Gewerbetreibende
12,- DM
4.23
Lohnsummensteuer wird nicht erhoben.
4.3.'
Die Hundesteuer beträgt für Hunde,ä
die innerhalb des Gemeindegebietes gehalten werden
für den 1. Hund
24,- DM
für den 2. Hünd
36,- DM
für jeden weiteren Hund
48,- DM,
Das Haushaltsvolumen erhöht sich im Verwaltungshaushalt gegenüber dem Jahr 1977 (340.000,— DM) um 32.000,- DM.
Diese Steigerung ist insbesondere durch Mehreinnahmen im Unterabschnitt 900 (Zuweisungen nach dem Finanzausgleichsgesetz) begründet. Das Volumen des Vermögenshaushaltes reduziert sich im Jahr 1978 (182.000,- DM) gegenüber dem Jahr 1977 (502.000,- DM) um 320.000,- DM. Dies ist durch den Rückgang bei den Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen bedingt.
Die Ortsgemeinde Niedererbach ist in der Lage, in diesem Jahr ihre Investitionen ohne Kreditaufnahme zu finanzieren.
In diesem Jahr können 77,000,- DM vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt abgeführt werden. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß nach dem neuen Finanzausgleichsgesetz (FAG) für die Ortsgemeinde Niedererbach rd. 30.000,- DM mehr als in den Vorjahren an Zuweisungen gezahlt werden. Rechnet man von dieser Zuführung des Verwaltungshaushaltes an den Vermögenshaushalt die Tilgungsleistungen von ca.
10.000,- DM ab, so erhält man eine freiwillige Zuführung von 67.000,- DM, die gleichzeitig die freie Finanzspitze der Ortsgemeinde für dieses Haushaltsjahr darstellt. Gegenüber dem Vorjahr wurde die freie Finanzspitze um 46.000,- DM erhöht.
Auf den Vermögenshaushalt wirkt sich positiv aus, daß die im Haushaltsjahr 1977 vorgesehene Kreditaufnahme in Höhe von 7.000,- DM entfallen konnte.
Nach Abschluß des Haushaltsjahres 1977 werden wahrscheinlich 120.000,- DM der allgemeinen Rücklage zugeführt werden können. Damit ist die finanzielle Basis geschaffen, um die in 1978 anstehenden Vorhaben ohne Kreditaufnahme durchzuführen.
Im Jahr 1978 sind folgende Investitionen-vorgesehen:
1. Anteil der Ortsgemeinde zur Finanzierung des
Bausparvertrages für die Hauptschule
2. Restfinanzierung des Kirmesplatzes
3. Restfinanzierung des Ausbaues der Straße
6.000,-
2.000,-
DM
„Am Hofacker“ und Eisenbahnstraße
30.000,-
DM
4. Ausbau des Teilstückes „Am Löhn“
5. Ausbau des Wegestückes zwischen Bahnhof
10.000,-
DM
straße und Hofackerstraße
15.000,-
DM
6. Erweiterung der Straßenbeleuchtung
2.000,-
DM
7. Rekultivierung des Müllplatzes
7.000,-
DM
8. Fertigstellung der Leichenhalle
40.000,-
DM
9. Herrichtung der Friedhofsanlage
10. Teilausbau der Zufahrt zum alten
35.000,-
DM
Sportplatz
21.000,-
DM
11 .Grunderwerb
4.000,-
DM
12.TiIgung von Krediten
10.000,-
DM
NIEDERERBACH:
Am Freitag, dem 31.3.1978 fand in Niedererbach eine gut besuchte Bürgerversammlung statt. Uhter der Leitung von Ortsbürgermeister Zey wurden die kommunalen Probleme der Ortsgemeinde eingehend erörtert. Im ersten Teil der Berichterstattung erläuterte der Ortsbürgermeister die Maßnahmen des Jahres 1977 und gab anhand der Zahlen und Daten des Haushaltsplanes 1978 einen Überblick über die vorgesehenen Maßnahmen und Investitionen.
Hiernach ist vorgesehen, die Restfinanzierung des Ausbaues der Straße am Hofacker und der Eisenbahnstraße mit einem Aufwand von 30.000,- DM , der Ausbau des Wegestückes zwischen Bahn- hofstr. und Hofackerstr. mit 15.000,- DM, des weiteren ist die Restfinanzierung zur Fertigstellung der Leichenhalle mit 40.000,- DM veranschlagt worden sowie die Gestaltung der Friedhofsan- lage mit 35.000,- DM. Als besondere Schwerpunktmaßnahme ist der Teilausbau der Zufahrt zum alten Sportplatz mit 21.000,- DM vorgesehen.
Eine sehr positive Feststellung traf der Ortsbürgermeister hinsichtlich der Stärkung der Finanzkraft durch die Auswirkungen des neuen Finanzausgleichsgesetzes des Landes. Hieraus ergeben sich ca. 41.000,- DM Mehreinnahmen, die im Rahmen der Investitionsmaßnahmen zugünsten der Gemeinde eingesetzt werden können. Sehr nachdrücklich sprach Ortsbürgermeister Zey den Bürgern der Gemeinde einen Dank aus für die Spenden zur Errichtung der Friedhofshalle.
Er unterstrich, daß durch diese freiwillige Bereitschaft zur Mitarbeit und zur Finanzierung dieses Werk in der Gemeinde erst möglich geworden sei. Uhter Berücksichtigung der mittelfristigen Finanzplanung konnte der Bürgefmeister positiv vermerken, daß sich die freie Finanzspitze von Jahr zu Jahr verbessert und daß somit auch für die Zukunftsaufgaben der Gemeinden zusätzliche Mittel freigestellt werden können, um die wichtigsten Aufgaben zu erfüllen.
In der anschließenden allgemeinen Aussprache über die Angelegenheiten der Gemeinde wurde von den Sitzungsteilnehmern sehr nachdrücklich auf die Schwierigkeiten mit der Bachverschmutzung im innerörtlichen Bereich hingewiesen. Die Zustände wären unerträglich und die Verbandsgemeinde, die durch Bürgermeister Mangels in der Sitzung vertreten war, wurde aufgefordert, unverzüglich Abhilfe zu schaffen.
Bürgermeister Mangels erklärte die Gesamtkonzeption und wies darauf hin, daß kurzfristig mit der Errichtung einer Kläranlage in Nentershausen und auch mit einer Verbesserung der Situation für einen Anschluß in den Limburger Bereich nicht zu rechnen sei.
Die Sitzungsteilnehmer regten an, daß die Kläranlage in Nentershausen, von der die gesamten Auswirkungen ausgehen, häufiger

