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Gegen die Landflucht

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Wir leben. Viele Menschen in Afrika, Asien und Latein­amerika, haben Mühe zu über­leben. Es herrschen Mangel und Sorge. Für jeden angebo­tenen Industriearbeitsplatz ziehen in Lateinamerika sieben Landarbeiter in die Stadt; einer bekommt diesen Arbeitsplatz zu niedrigstem Lohn. Sechs bleiben arbeitslos und landen in Slums.

Vor acht Jahren zählte Tlmnapur - ein Dorf 5 km außerhalb von Hyderabad in Indien - 6000 Einwohner. Heute sind es noch 1200.

Die anderen sind abgewan­dert, weil sie es auf dem Dorf nicht mehr aushielten. Doch

in der Stadt leben sie auf Bürgersteigen und in Elends­vierteln. ihr Dasein fristen sie von Gelegenheitsarbeiten und Abfällen.

»Brot für die Welt« fördert Aktionen gegen die Landflucht. Zusammen mit den Dorf­bewohnern sucht man die soziale und wirtschaftliche Lage zu verbessern, im Falle Timnapur werden die Bauern in Viehzucht geschult, sie erhalten Rinder und Schafe. Rund 65 ha Land werden planiert und bewässert, Saat­gut und Düngemittel bereit­gestellt. Erwachsenenbil­dungskurse ergänzen das Landwirtschaftsprogramm.

Die Regierung zahlt rund 10 Prozent. Ein Bankdarlehen und ein Zuschuß von »Brot für die Welt« von 52950,- DM decken die restlichen Programmkosten.

fürdiewett

Hilfe zum beben

Spenden: Postscheck stgt. 6001-704 (BLZ 60010070), Landesgirokasse Stuttgart 2417000 (BLZ 60050101).