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ier Verbandsgemeinde Montabaur

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Ihrgang 4

Freitag, den 26. März 1976

Nummer: 13

Mehr als ein Name.

Aus dem Leben Joseph Kehrein's zu seinem 100. Todestag.

Das Denkmal in den Anlagen an der katholischen Pfarrkirche in Monta­baur ist die sichtbare Erinnerung an den ehemaligen Seminardirektor - % Joseph Kehrein. Ein schlichtes Grab auf dem Friedhof nennt ebenfalls

/,//, seinen Namen.

Außer diesen Symbolen der Vergangenheit, gibt es die im Alltag lebendige Bewahrung seines Namens in der Gegenwart. Es ist die Schule, die seinen Namen trägt.

Ob im heutigen heimatkundlichen Lehrstoff der Pädagoge des 19. Jahrhun­derts noch erwähnt wird, ist nicht bekannt. Seine sprachkundlichen Werke, und nicht zuletzt die Erforschung der Mundart im nassauischen Raum, sind zeitnah geblieben und haben dem Verfasser einen beachtlichen Platz in unseren Bibliotheken und Archiven gesichert.

Während seines zwanzigjährigen Aufenthaltes in Montabaur wohnte Kehrein in der Vorburg des Schlosses. In diesem romantischen Domizil hat er un­ermüdlich an seinen Büchern gearbeitet. In der alten kurtrierischen Resi­denz war bis zum Jahre 1880 auch das Lehrerseminar untergebracht, das zuvor in Idstein seinen Sitz hatte.

Verfolgen wir nun den Lebensweg Kehrein's.In Heidesheim am Rhein wur­de er am 20. Oktober 1808 geboren. Seine Begabung und sein Wissens­drang in der Schule blieben Lehrern und Erziehern nicht verborgen. Vom ersten privaten Lateinunterricht durch den Pfarrer, bis zum Abitur am Staatl. Gymnasium in Mainz (1830), war es wohl der übliche Bildungsweg. Es wäre nichts außergewöhnliches gewesen, hätte der junge Studiosus, aus einem tiefreligiösen Elternhaus stammend, seinen Vorsitz verwirklicht, Priester zu werden. Verwunderlich war es aber auch nicht, daß er statt dessen an der Universität Gießen 6 Semester in Philologie, alten Sprachen pscliichte und Litaratur belegte. Ganz nebenbei besuchte er weitere Vorlesungen, ohne dabei auf die spärlichen Einnahmen zu rrzichten, die seinPrivatunterricht ihm einbrachten.

pch abgeschlossener Lehramtsprüfung beginnt das Leben Joseph Kehrein's als Mann der Schule, in dem die Fähigkeiten des prmanisten, des Sprachforschers im weltlichen und kirchlichen Bereich, des großen Pädagogen, langsam heranreifen.

Frbst 1834. Kehrein tritt als Hofmeister des Barons von und zu Weichs in Darmstadt seinen Dienst an. Die Kindererziehung 'adeligen Haus läßt ihm genug freie Zeit, auf sein Staatsexamen hinzuarbeiten. Nach dem üblichen Vorbereitungsdienst an f" Gymnasien Darmstadt und Mainz wird er schließlich 1839 als ordentlicher Gymnasiallehrer in der Bischofsstadt angestellt, st Gymnasiallehrer Kehrein wird 6 Jahre später Prorektor am Gymnasium in Hadamar. Längst hat manhöheren Ortes seine ihigkeiten erkannt und ernennt ihn zum Professor.

rtzte und endgültige Versetzung als Seminardirektor nach Montabaur. Im Januar 1855 begann für das hiesige Lehrerseminar,

Ito der Leitung dieses begabten und vielseitigen Mannes, eine Ausbildungsreform ohne Komplikationen. Von Kollegen und nülern geschätzt und verehrt, wurde lehren und lernen mehr zur Freude als zur Pflicht.

escr kurze und unzulängliche Rückblick auf den Lebensweg Joseph Kehrein' s soll bewußt mit der Achtung und Anerkennung pten, die dem bescheidenen Mann zuteil wurden,

Papst Pius IX. ernannte ihn 1865 zum Ritter des St. Gregorius-Ordens f r treue Dienstführung überreichte ihm der Herzog von Nassau das Ordenskreuz des Militär- und Zivil-Verdienst-Ordens

Adolf von Nassau.

Kaiser Wilhelm I. verlieh ihm 1872 den Roten Adler Orden. r 1 Jahre vor seinem Tode, am Neujahrstag 1874, bekundeten Rat und Bürgermeister durch Brief und Siegel:

..Joseph Kehrein ist Ehrenbürger der Stadt Montabaur.

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