Montabaur - 3 -
HOLLER
Bekanntmachung !
Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am Freitag, dem 13. April 197 3, um 2 o.oo Uhr im Jugendheim statt.
Hierzu lade ich höflich ein.
TAGESORDNUNG:
I. Öffentliche Sitzung:
1. Anschaffung von Ruhebänken und Papierkörben
2. Verpachtung des Grundstückes ober dem alten Wasserwerk an Herrn Gert Hommrich, Holler
3. Verrohrung des Grundstückes unter dem alten Wasserwerk und Anlegung zum Parkplatz
4. Beschlußfassung über die Verlegung der Bachstraße zur Hauptstraße
5. Zuschuß für zwei Schüler für den Aufenthalt im Schullandheim "Sonnenhof”
6. Beratung und Beschlußfassung über die Teilnahme an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden” 1973
7. Beschlußfassung Uber die festgestellten Mängel durch
den Gemeindeunfallversicherungsverband in der Volks- j schule j
8. Beschlußfassung Uber die Versetzung der Straßenbe- |
leuchtungseinspeisung und der Feuerwehrsirene j
9. Beratung des Haushaltsplanes 1973. i
II. Nichtöffentliche Sitzung: !
Grundstücksangelegenheiten. [
Molsberger, Bürgermeister '
Bekanntmachung
Betr.: Verschiebung der wöchentlichen Müllabfuhr j
Wegen dem in diese Woche fallenden Feiertag - Karfreitag -; verschiebt sich die wöchentliche Müllabfuhr in Holler von Dienstag auf Montag, den 16.4.1973.
Wegen dem Feiertag Ostermontag verschiebt sich die ■
wöchentliche Müllabfuhr in Holler von Dienstag auf j
Mittwoch, den 25. 4. 1973. I
Wegen dem Feiertag 1. Mai verschiebt sich die wöchent- ; liehe Müllabfuhr in Holler von Dienstag auf Mittwoch, ! den 2. 5. 1973. !
SONSTIGE MITTEILUNGEN
Der Verwaltungsrat
der Nassauischen Brandversicherungsanstalt tagte in Montabaur
Am 6 . April 1973 tagte der Verwaltungsrat der Nassauischen Brandversicherungsanstalt aufgrund einer Einladung von Herrn Bürgermeister Mangels, der zu Beginn die Teilnehmer in Montabaur willkommen hieß, unter dem Vorsitz des Hessischen Landtagspräsidenten Georg Buch im Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Montabaur.
Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Verabschiedung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 1972. Hervorzuheben ist, daß das Geschäftsjahr 1972 für die Nassauische Brandversicherungsanstalt trotz gestiegener Schadenleistungen (auf DM 13.835. ooo. --) aufgrund der ebenfalls gestiegenen Beitragseinnahmen sehr positiv verlaufen ist.
Die Anstalt konnte aus diesem Grunde den im Jahre 1971 eingetretenen Verlust von DM 635. ooo. -- ausgleichen und darüber hinaus rd. DM 544. ooo. -- der Sicherheitsrücklage zuführen. Dieses günstige Ergebnis machte es trotz gestiegener Baukosten möglich, die Beitragssätze für die Wohnhausgefahr und die Landwirtschaft im Geschäftsjahr 1973 unverändert zu lassen.
Die Zahl der Verträge ist im Berichtsjahr auf über 3oo. ooo angestiegen. Davon entfallen auf das Gebiet
des ehemaligen Reg. -Bez. Montabaur rd. 66.000 Verträge.
Die Haftsummen der bei der Anstalt versicherten Gebäude erreichten im Geschäftsjahr 1972 den Betrag von rd.
DM 82 Milliarden.
Frau Erika Becker +
Am 25.3. 1973 ist Frau Erika Becker aus Nordhofen,
Mitglied des Kreistages und des Sozialausschusses des Unterwesterwaldkreises, nach schwerer Krankheit verstorben. Frau Becker, die seit 1949 im kommunalpolitischen Bereich auf Orts- und Kreisebene mit Erfolg tätig war, hat sich durch ihre langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten, vor allem durch ihr Engagement im sozialen Bereich, weit über das für einen Bürger übliche Maß um die Allgemeinheit verdient gemacht. So war sie maßgebend mit an der Fassung des Bundesversorgungsgesetzes beteiligt, dessen Leistungen vor allem den sozialschwachen und hilfsbedürftigen Menschen zugute kommen.
In der Verfolgung dieser Ziele war Frau Becker führend an der Einrichtung eines Altenpflegeraumes in Selters beteiligt.
Bei der Beratung sozialpolitischer Probleme stellte Frau Becker im Kreistag und im Sozialausschuß des Unterwesterwaldkreises ihre reichhaltige Erfahrung zur Verfügung, die sie nicht zuletzt aus den Jahren ihrer Tätigkeit als Richterin beim Bundessozialgericht in Kassel gewinnen konnte.
Sie wurde allseits als eine an den Problemen der Kreispolitik sehr interessierte und engagierte Politikerin geschätzt, der allgemein Anerkennung entgegengebracht wurde. Ihre kritischen, aber immer konstruktiven Beiträge zu kommunalpolitischen Fragen waren stets von großer innerer Einsatzbereitschaft und einem starken Streben nach Sachlichkeit getragen. So kann sie als eine echte Verfechterin der Anlieger der Bürger des Unterwesterwaldkreises und damit der Belange der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet werden, der man danken muß.
Kreis bekämpft Sozialbrache
Das Landratsamt, seit Jahren bemüht, brachliegende Ländereien einer wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen, will der Zunahme von Brachflächen im Kreisgebiet nun endgültig Einhalt gebieten. Landrat Dr. Heinen hat deswegen das Landwirtschaftsamt seines Hauses angewiesen, Uber die Verbandsgemeinden bezw. verbandsangehörigen Gemeinden die zur Verringerung der Brachflächen notwendigen Daten zu erfassen. Diese betreffen u. a, die Zahl der aufstockungsfähigen Betriebe, ihre Möglichkeit, zusätzliches Land zu bewirtschaften, die Entfernung des Brachlandes von dem jeweiligen Betrieb sowie den Pachtzins.
Wie Landrat Dr. Heinen mitteilte, will der Kreis mit dieser Maßnahme den Landwirten helfend unter die Arme greifen. Es sei auch daran gedacht, die bestehenden Aufstockungsbeihilfen großzügiger zu handhaben, um so jedem Landwirt die Führung eines rationellen Betriebes zu ermöglichen. Damit werde auch, so Dr. Heinen, das Programm der Landesregierung unterstützt, die bereits eine Landschaftsrahmenplanung vorbereitet habe, um die Sozialbranche in den Griff zu bekommen. Landwirtschaftsminister Otto Meyer habe in diesem Zusammenhang bereits eine agrarstrukturelle Vorplanung für die beiden Westerwaldkreise in diesem Jahre verbindlich zugesagt.
Beide Maßnahmen seien, wie Dr. Heinen abschließend bemerkte, geeignet, eine erhebliche Strukturverbesserung für den ländlichen Bereich herbeizuführen.
INSERIEREN BRINGT GEWINN !

