Ausgabe 
20.10.1972
Seite
1856
 
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Montabaur - 8 -

FREITAG.den 27. Io.

19.30 Uhr: 1. Jahramt für + Rosa Neuroth.

SAMSTAG, den 28.1o.

I 6.00 Uhr: Salve. Hl. Beichte

18.30 Uhr: Hl. Amt. 1.Jahramt für Elisabeth Heibel

danach Hl. Beichte.

Hl. Apostel Simon .und Juda.

NÄCHSTEN SONNTAG,

9.3o Uhr: Hochamt für die Pfarrgemeinde.

13.30 Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen.

An diesem Sonntag werden die Gottesdienst - besucher gezählt.

Die Kollekte am Missionssonntag für die Weltmission.

Am Samstag, dem 21. Io. nach dem Abendgottesdienst und am Sonntag nach dem Hochamt in der alten Schule Wahl der beiden Jugendsprecher für den Pfarrgemeinderat. Jeweils eine Stunde.

STAHLHOFEN

_ KIRCHLICHE NACHRICHTEN

29. Sonntag im Jahreskreis, 22. November 1972 Kirchenpatron St. Wendelin.

lo.oo Uhr: Hochamt für Adam Ferdinand und Sohn

Josef

Kollekte für die Wendelinus-Kapelle 14.oo Uhr: Prozession zur Wendelinuskapelle (Aufstellung

vor der Pfarrkirche); nach kurzer Andacht bei der Kapelle Rückkehr zur Pfarrkirche;

'dort Abschluß mit sakram. Segen.

23. Io. MONTAG

7.45 Uhr: Hl. Messe für die Lebenden und ++ der

Familie Anton Bach

24.10. DIENSTAG

7.45 Uhr (Schulmesse) für Jakob Mies und ++ Ange­hörige

25.10. MITTWOCH

7.45 Uhr: Hl. Messe für Maria Stahlhofen geb.Manns

26.10. DONNERSTAG

7.45 Uhr: Hl. Messe für Ludwig und Lorenz Oster

7.3o Uhr: in MT-Ettersdorf: Stiftungsmesse für Maria,

Elisabeth und Barbara Nink.

15.oo Uhr: in Stahlhofen: Beichte.

27.10. FREITAG

7.45 Uhr: Hl. Messe für Johann Peter Merzig

15.oo-17.oo Uhr in Stahlhofen: Beichte bei fremdem Beicht­vater.

28.10. SAMSTAG (Apostel Simon und Judas Thaddäus)

I 6.00 Uhr: Beichte

Bitte, die Beichtgelegenheiten dieser Woche wahrnehmen, da am 31. Io. keine Beicht­gelegenheit ist!

18.3o Uhr: Vorabendmesse als Amt für Margarete Hübin-

ger.

29.10. SONNTAG

lo.oo Uhr: Hochamt für Adolf Diel

Kollekte für die Weltmission (nachgeholt)

Der Westerwald ein Notstandsgebiet?

Provozierende Thesen der Rheinischen Heimatpflege.

Köln. -Junglehrer, die im Westerwald ihren Dienst nicht antreten wollten, Bedarfslücken bei Ärzten, Juristen und Theologen, darüber ist schon oft diskutiert worden. In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Rheinische Heimat­pflege" wird als deprimierendes Fazit demnach behauptet:

Wer weiterkommen will, sucht das Weite. Ist der Wester­wald also doch ein Notstandsgebiet? Diese harte Anfrage muß man sich hierzulande gefallen lassen, die Tatsachen legen den Schluß nahe!

Hermann Josef Roth, der Verfasser des Aufsatzes, offen­sichtlich bestens informiert, erspart seinen Landsleuten nichts. Nachdem zunächst einige alte Klischees, immer noch von Presse, Rundfunk und Fernsehen kolportiert, end 4 gültig liquidiert werden, weil sie längst Vergangenes auf- wärmen, wird nüchtern und Punkt für Punkt die gegen­wärtige Situation des kulturellen Lebens im gesamten Westerwald analysiert. Den überzeugenden Beispielen des Autors zufolge herrscht eine ausgedehnte Kulturbrache.

Schon am Selbst Verständnis der "Waller" fehlt es. Gebannt schaut man vom Lande auf die Randzonen, die großen Städte an Rhein, Lahn, Dill und Sieg. Modern möchte man ja sein, also ahmt man das städtische Leben so nach, wie es sich aus der Perspektive der Landbevölkerung aus­nimmt. Nur glückt das nicht, da man die Stadt nur nach dem Versandhauskatalog beurteilt, die wirklichen Werte urbaner Kultur jedoch geflissentlich übersieht. So möchte man modern sein, wirkt aber modisch.

Doch nicht die Anklage steht zu Beginn, sie ergibt sich immer wieder aus dem vorgelegten Material, das für den Westerwald nicht allzu schmeichelhaft ist. Kritisch durch­leuchtet wird die Schulsituation bei uns, die organisatori­schen Mängel ebenso wie die greifbare Unfähigkeit umwelt­betonter Lehrpläne, in denen historische, geographische und naturkundliche Eigenart dieser Landschaft, des Wester­waldes also, betont wird. Im Bestreben die fragwürdige "Heimatkunde" von früher zu überwinden, hat man kein modernes Modell finden können. "Sachkunde" oder "Um­weltkunde" gibt es zwar als Schulfächer, aber Lehr- und Lernmaterial ist ebenso unzureichend wie nicht selten die Bereitschaft der Lehrenden und Lernenden, sich mit der konkreten Umwelt intensiv zu befassen!

Im außerschulischen Kulturleben sieht es noch schlimmer aus. Ernste wissenschaftliche Aktivitäten gehen fast über­haupt nicht von regionalen Stellen aus.

Die Nassauische Kulturstiftung schlummert gemächlich dahin, sieht man von den jährlichen gesellschaftlichen Pflichtveranstaltungen ab. Fortsetzung folgt!

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