Ausgabe 
15.9.1972
Seite
1793
 
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Wie warm ist unser Körper?

Dm Fieberthermometer toll möglich« dort eingeneckt werden, wo die' Körperlnnen- temperetur zuminde« enniihernd herrscht. An der Oberfläche des Körpert I« die Tem­peratur wesentlich geringer. Am wirmtten I« es »m Rücken, Bauch, Brun und Kopf mit 34 bis 35 Grad. Auf der Haut der Arme mißt man nur 31 bis 32 Grad und die nle- drlgnen Temperaturen werden an den ket­ten Füßen" mit nur 28 bis 29 Grad gemet-

Die gefürchteten Motten

Jeder Heusfreu sind Motten unwillkommene Gitte. Ihre Lerven bevorzugen eis Lecker­bissen unsere wollenen Anzüge und Kleider. Et I« schon eine fatale Bescherung, wenn men ein Kleid aus dem Schrank herausholt und findet eine Anzehl Löcher derin. Zu al­lem Überfluß besitzt dieser kleine Schmetter­lingeine zahlreiche Nachkommenschaft. Eine einzige Motte kann In einem Jahr bis zu 625 Millionen Kinder und Kindeskinder haben.

ln sechs Minuten ist der Baum gefällt

DI«m Rekordzeit Ist kelnetwegt von einem Menschen erreicht worden, sondern von ei* nem Tier. Qeneuer gesogt, ist es der Biber, der einen ermdlcken Bcum so kunstge­recht benegt, defi er nach dieser Zeit um- fällt. Dabei stürzt er den Baum genau in der Richtung, in der ihn der Biber zum Damm­bau benötigt oder in der er ihn wegziehen kann.

Womit summt eine Fliege?

Des Summen vieler Insekten ist nicht e we ein von besonderen Stimmorganen erzeu v er Ton. Es in einfach das Schwingen der Luft, das durch die außerordentlich sehne an Flü- gelschlUge hervorgerufen wird. Ei Kohl­weißling i« nicht hörbar, er macht nur 9 Flügelschlage in der Sekunde. Eine Libelle führt 28, eine Biene 90 und eine Stuben­fliege sogar 330 Flügelschläge in der Fskun- de aus.

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Hinweise für den Monat August:

Blumen: Die Passionsblume

Neuerdings ist sie wieder in den Auslagen der Blumengeschäfte, in den Topf- pflanzen-Gartnereien und Garten-Centern zu finden, diese geheimnisvolle lateinamerikanische Importe, die dennoch schon unsere Eltern und Großeltern kannten. In unserer Zeit wird vieles wiederentdeckt und mit neuen Augen gese­hen, das geht der Mode, den romantischen Möbeln und den Blumen so. Warum auch nicht 7 Schon vor vielen Jahren war die Passionsblume, so genannt in einer etwas freien Deutung ihrer eigenartigen Blutengestalt, eine beliebte Zimmerpflanze. Sie wurde entweder tti Topf an einem kleinen Spalier oder als Rankgewachs um den ganzen Fensterrahmen gezogen, dem sie zu einer Zeit, als es das heutige, mit Blatt- und Rankpflanzen besetzte Blumenfenster noch nicht gab sehr hübsch zu Gesicht stand. Vorwiegend ist es die blaue Passions­blume (Passiflora coerulea) mit ihren verschiedenen Sorten, die von den Blu­menfreunden bevorzugt wird. Unwirklich schon ist ihre Blute mit den auffal­lend dunllen Narben, den gelbumrandeten Staubgefässen, dem bunten Faden­kreuz und dem Kranz der großen Kelchblätter. Sie strömt einen faszinierenden Duft aus, der ihren exotischen Charakter besonders unterstreicht. Doch das Duft- und Blutenspiel der einzelnen Blute dauert nur einen Tag, dann faltet sie sich wieder zusammen, als sollte ihr Welken unseren Augen verborgen bleiben. Aber im Laufe des Sommers bis in den Herbst hinein erscheinen im­mer wieder neue Bluten an den langen dunkelgrün belaubten Ranken.

Die Kultur der Passionsblumen bereitet kaum irgendwelche Schwierigkeiten, Sie wachst willig und gut in Beutelerde (Blumenerde) und liebt einen hellen Stand mit Morgen- oder Abend-, nicht Mittag-Sonne. Im Sommer ist reichlich zu wassern und - mit 3 Gramm Vohdunger |e Liter Wasser - einmal wöchentlich zu düngen. Im Winter kühl stellen und nur ganz schwach gießen. Die Einhal­tung dieser Ruhezeit ist die Voraussetzung für die Erneuerung der Blute.