Ausgabe 
1.9.1972
Seite
1767
 
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Moiuauaur -a-

KEUL_

VERSICHERUNGEN FINANZIERUNGEN IMMOBILIEN

MONTABAUR Pf TERSTORSTR 7 9 TH 3080 ^ W

MITTWOCH, 6.9.72

7.1o Uhr: 4 Wo.Amt Frau Wilhelmine Heisser

15.oo Uhr: Altenmesse - 4 Wo.Amt Peter Schnitzler

DONNERSTAG, 7.9.72 7.1o Uhr: 4 Wo.Amt Wilhelm Lenz

8.15 Uhr: Gemeinschaftsmesse der Frauen und Mütter

m. Ansprache

J.A. Enel. Johann Müller u. Kath. Ho- mann ++ Kinder

FREITAG, 8.9.72

7.1o Uhr: Schulgottesdienst für alle Schulkinder

J.A. Maria Gilles.

SAMSTAG, 7.1o Uhr: 15.oo Uhr: 17.oo Uhr: 18. Io Uhr:

9.9.72

J.A. Anna Leitzbach und ++ Angehörige Brautamt mit Trg. Brautpaar Matt-Butter Salve Andacht

Vorabendmesse - l.J.A. Frau Klara Salz mann-

Beichtgelegenheit: Samstag v. 16.oo-18.3o Uhr und nach 2o. 3o Uhr.

VEREINSMITTEILUNGEN J ahre shauptve r Sammlung

DES BÜRGER- und GEWERBEVEREINS MONTABAUR am 25. August 1972

Günter Windeck neuer Vorsitzender

Der stellvertretende Vorsitzende, Herr Kunkler, eröffnete um 2o,15 Uhr die Versammlung und begrüßte die anwesen­den Mitglieder, insbesondere Herrn Bürgermeister Mangels.

Nach Erledigung der obligatorischen Punkte, wie Geschäfts­bericht, Kassenbericht u. Prüfungsbericht wurde dem alten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Die Wahl des neuen Vorstandes ergab folgende Zusammen­setzung:

1. Vorsitzender: Günter Windeck

stellv. Vorsitzender: Wilhelm Rätz

Stellv. Vorsitzender: Heinz Büchner

Kassierer: Karl Heinrich Stock

Zu Beisitzern wurden gewählt:

Eva Hofmann-Kalb, Dr. Kukuk, Gerd Roßbach,

Hugo Kochern, Walter Kunkler, Paul Kaesberger, Peter Lanschützer, Eberhard Keul und Emil Nuß.

Anschließend sprach Verbandsbürgermeister Mangels über "Auswirkungen der Kommunalreform.

Dieses aktuelle Thema wurde von dem Referenten im Hinblick auf die Zukunft sehr optimistisch gesehen.

In der lebhaften Aussprache kamen sehr interessante Punkte zur Debatte, z.B. verkehrsfreie Zone, an den verkaufsoffenen Samstagen, Freizeitangebot in Montabaur, Gestaltung des Schloßberges, was wird aus dem Kreis­heimatmuseum 1 und weitere Fragen.

Die lebhafte Debatte war so aufschlußreich, daß aus der Versammlung der Wunsch geäußert wurde, des öfteren zu solchen Gelegenheiten zusammenzukommen.

Die Versammlung wurde um 23. oo Uhr geschlossen.

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg

EREIGNISREICHES ZELTLAGER

DPSG in Wolfach / Blutüberströmte Führer

Montabaur/Wolfach: Von einem Zeltlager bei Wolfach/ Schwarzwald sind 34 Jungpfadfinder der Deutschen Pfad­finderschaft Sankt Georg, Stamm Montabaur, e. V. mit ihren Begleitern zurückgekehrt.

Sie haben dort 14 schöne Tage in der Gemeinschaft ver­bracht und viele schöne Erinnerungen gesammelt.

Angefangen hatte es am 28. Juli, abends 19.oo Uhr, als nach langen Vorbereitungen großes Treffen zur Gepäck- abgabe am Pfadfinderheim war.

Am nächsten Morgen um 7 Uhr wurde die große Fahrt angetreten. Abends standen außer den Zelten bereits die ersten Lagerbauten; am folgenden Tag war das Lager vollkommen: Feuerstellen, Tische, Kleiderständer und Sippentore wurden von jeder der fünf Sippen erstellt. Gemeinsam errichtet wurden das große Lagertor, der Al­tar mit Kreuz und die Lagerbar, die sich während der 14 Tage größter Beliebtheit erfreute.

Das Programm war in ständigem Wechsel begriffen:

Einem Tag Lagerprogramm mit Stationsausbildung zu pfadfindenschem Können, Stafetten, Sportwettkämpfen und Trupprunden folgte stets ein Ausflug. Bei der Aufgabenfahrt der Sippen wurde die Umgebung erkundet und Mssenswertes über den Schwarzwald zusammengetragen. In der Dorotheenhütte in Wolfach konnten die Jungen den Glasbläsern bei ihrer Arbeit Zusehen.

Ein zweiter Tag war dem Freilichtmuseum in Gutach gewidmet. Großes Interesse bei der Besichtigung fanden die Schwarzwaldhöfe, die in ihrem ehemaligen Zustand wiederhergestellt waren. Höhepunkt der Ausflüge war die ganztägige Schwarzwaldrundfahrt: in Freiburg erstie­gen die Pfadfinder den 116 m hohen Münsterturm und genossen die Aussicht auf die alte Schwarzwaldhaupt­stadt. Durch das romantische Höllental gelangte man zum Titisee, der zu einer Bootsfahrt einlud. Mit dem Sessel­lift wurde der Gipfel des Seebucks (1448 m), dem klei­nen Bruder des Feldbergs erstiegen. Die berühmten Triber­ger Wasserfälle waren krönender Abschluß dieser schönen Fahrt.

An mehreren Abenden versammelte man sich am Lager­feuer, um in fröhlicher Runde Pfadinderlieder zu singen und Gespenstergeschichten zu lauschen. Die Stimmung war dann auf ihrem Höhepunkt, vor allem, wenn der Lagersong "Staufenlager" durch den nahen Wald schallte. Nachts hielten die Jungen abwechselnd Wache, doch eines Nachts weckte die Wache das ganze Lager auf:

Zwei der Führer waren überfallen und verschleppt worden. Die sofort eingeleitete Suche war erfolgreich. Die zwei vermißten wurden "blutüberströmt" im Wald gefunden.

Wie erleichtert war man, als sich das "Blut" als unecht entpuppte, die ausgestandene Angst war umsonst.

Fünfmal erschien eine von den Jungen zusammengestellte Lagerzeitung, die die großen und kleinen Geschehnisse im Lager festhielt und mit großem Interesse gelesen wurde.

Am Ende des Lagers legten viele ihr Versprechen ab,nach­dem sie sich in der Gemeinschaft, die durch dieses Lager stark gefestigt wurde, bewährt hatten. Erstmals in einem Pfadfinderlager versammelte sich jeden Abend der Lager­rat, zu dem jede Sippe zwei Vertreter entsandte, um die Probleme zu diskutieren und wichtige Entscheidungen zu treffen.

So stark wie in keinem Lager zuvor war der Besucheran­drang: Mehr als 2o Familien besuchten ihre Sprößlinge; auch Stammeskurat, Dekan Breidling.war am ersten Sonntag zugegen.

Die Leitung des Lagers hatten Alfons Henkes, Alexander Gerharz (1. und 2. Stammesvorsitzender) und Truppkurat Pfarrer Hasselbach, Horressen, die noch von einigen Ro­vern und Verantwortlichen des Stammes unterstützt wurden. (Siehe auch Bildseite)