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DONNERSTAG j Tjr . .
19.3o Uhr: Rosenkranz in den Anliegen der Kirche
2o. 15 Uhr: Kirchenchorprobe
FREITAG
8.oo Uhr: Amt für Margarete Born
SAMSTAG
19.oo Uhr: Sonntagsmesse
SONNTAG 8.3o Uhr:
Amt für Gerhard Schn ecken bühl
Blaß-Blau gegen Joschu KG
Vor ihrer größten Bewährungsprobe seit Bestehen des Stammtisches stand "Blaß-Blau" am vergangenen Samstag. Gegner war diesmal die Betriebsmannschaft der Joschu KG, in deren Reihen starke Bezirksligaspieler wie P.Gerlach,
H. Decker, H.Bach, H.Ehard, und G.Merfels standen. Daher tippte man nach der Papierform auf einen Sieg der Schnupp-Elf. Aber wie immer gegen starke Mannschaften, steigerte sich "Blaß-Blau" mit dem Gegner.
Die 1. Halbzeit verlief ausgeglichen und endete mit o:o.
In der 2. Halbzeit waren dann die Spieler des Stammtisches drückend überlegen und schossen durch H.W. Nor- mann, Labonte und Bartels die 3:o. Führung heraus.
Kurz vor Spielende kam die Joschu-Elf zu 2 zweifelhaften Toren, nachdem der Schiedsrichter "Blaß-Blau" einen klaren Elfmeter versagte.
Wieder einmal mehr zeigte Robert Nebgen, daß er noch lange nicht zum "Alten Eisen" gehört. Durch seine kluge Regie im Mittelfeld hatte er wesentlichen Anteil am Sieg.
Durch diesen Sieg ist der Stammtisch "Blaß-Blau" für die kommenden schweren Spiele gerüstet.
STAHLHOFEN
14. Sonntag im Jahreskreis, 9. Juli 1972.
lo.oo Uhr: Hochamt für Karl Neuroth aus Daubach
lo. 7. MONTAG
8.oo Uhr: Hl. Messe für die ++ Eheleute Nikolaus
Kaiser.
11.7. DIENSTAG (Hl. Benedikt)
8.oo Uhr: Hl. Messe für die ++ Eheleute Adam
Stahlhofen und ++ Söhne
12.7. MITTWOCH
8.oo Uhr: Hl. Messe für Eva Dennebaum
13.7. DONNERSTAG (Heinrich u.Kunigunde)
8.oo Uhr: Hl. Messe für Margarete Hübinger
14.7. FREITAG
8.oo Uhr: Hl. Messe zur Danksagung
15.7. SAMSTAG
14.oo Uhr: Brautamt für Peter Born und Rosemarie
Neuroth
anschl. Beichte
18.3o Uhr: Vorabendmesse als Jahramt für Alfons
Neuroth
Automaten - stumme Diener
Stumme Diener wünschen sich heute viele Mitbürger, da doch die menschliche Arbeitskraft nicht mehr unbeschränkt verfügbar ist und zudem kaum bezahlt werden kann.
Diese stummen Geister kann man auch heute noch nach Belieben behandeln, kann ihnen notfalls einen heftigen Tiefschlag versetzen, wenn sie nicht funktionieren und vor allem darüber klagen, daß sie Groschengräber und nur auf den Profit ihres Eigentümers gedrillt sind. Wenn man
aber auf sie angewiesen ist - und jeder war schon einmal | froh, ein solches Gerät in erreichbarer Nähe zu haben- dann nimmt man ihr Funktionieren als selbstverständlich hin und registriert es kaum.
Auch den Postautomaten, mit dem offiziellen Namen Münz-Wertzeichengeber, geht es nicht viel besser.
Mehr als 31.ooo davon versuchen, die Arbeit der Schalter-i beamten zu entlasten, indem sie Wertzeichen, Postkarten und Wertzeichenheftchen verkaufen und in Gruppen durch einen Münzwechsler unterstützt werden, der im Bedarfsfall das nötige Kleingeld verschafft.
In den nächsten Jahren wird die Zahl dieser Münz-Wertzeichengeber mehr und mehr anwachsen (2.ooo bis 3.000 sollen pro Jahr neu hinzukommen), um auch in den Zeiten, in denen Schalter geschlossen sind, den Postkunden noch die Möglichkeit zu geben, postalische Angelegenheiten zu erledigen.
Dieser Zweck ist zu loben, doch wie häufig kann man hören oder lesen, daß gerade dann ein solcher Automat seine guten Dienste verweigert hat, wenn auch die Schalter geschlossen waren... und die Entrüstung ist groß, mit Recht, denn wozu ist ein solcher Münz -Wertzei äengo- denn da?
Was ihm allerdings widerfahren ist, was dazu führte, daß er seinen Geist aufgeben mußte, kann man ihm nicht ansehen. Er verzieht nicht den Münzeinwurf vor Schmerzen, wenn ihm verbogene oder falsche Münzen, ja in vielen Fällen auch Büroklammern, Nägel, Schrauben, Streichhölzer, Knöpfe, Kaugummi oder schlichtes Papier einverleibt wurden. Er leidet stumm an Verdauungsstörungen und streikt. Geld aber wird er, bis es ihm wörtlicli| zum Halse herauskommt, weiter schlucken. In einem solchen Fall ist nicht so sehr das nutzlos eingeworfene Geld der Anlaß zum Ärger (am Schalter wird gern darübei| Auskunft gegeben, wie es wieder zu erlangen ist), vielmehr ist es der Zorn, einem Automaten aufgesessen zu sein.
Ein Automat kann sich auch sein Innenleben verdorben ha-| ben, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt.
Die Gummierung der Markenrollen wird feucht, die Marken verkleben und er gibt keine einzige mehr aus, auch wenn noch so viele Münzen eingeworfen werden. Versuche mit einer neuen Gummierung versprechen dieses Übel aber bald zu beseitigen.
Was nicht beseitigt werden kann, sind die Gewohnheiten von Kunden, die nur ab und zu- und dazu mit Mißtrau 1 en- eine solche Selbstbedienungseinrichtung benutzen.
So ist ein Fall bekannt, wo ein Mitbürger den Ausgabeschacht eines Postkartengebers als Briefkasten ansah. Natürlich wunderte er sich, daß der Brief nur schwer | unterzubringen war. Dennoch mühte er sich redlich, ihn hineinzuzwängen. Folge: verstopfter Ausgabeschaeht und das an einem Samstagabend.
Ein anderer Fall, der zu einer Klage Uber nichtfunktio- nierende Postautomaten führte, lag in dem Tätigkeitsdrang eines Kunden. Er war offensichtlich der Ansicht, daß es nicht genüge, nur Geld einzuwerfen, sondern daß | man unbedingt dabei noch etwas bewegen müsse. Die älteren Modelle der Münz-Wertzeichengeber sind noch mit einer Kurbel versehen, die diesem Tätigkeitsdrang entgegenkommt, indem sie die Illusion vermittelt, das Gerät in der Hand zu haben. Besagter Kunde fand einen elektrisch betriebenen Automaten vor, der keine Kurbel hatte. Er warf sein Geld ein und drückte in ErmangelungJ eines besseren Gegenstandes ein vorhandenes Knöpfchen und ärgerte sich maßlos, daß sein Geldstück anstelle der gewünschten Briefmarken wieder und wieder zuriick- kam. Ohne daran zu denken, daß er den Rückgabeknopf betätigte, spielte er sich selbst einen Schabernack nach I dem anderen und fand schließlich alle Automaten verwenj lieh. Die neuen Geber für Wertzeichenheftchen sind nun wieder mit einer Zugstange ausgerüstet. Der Automat braucht also wieder eine % Bearbeitung" und verhindert so I vielleicht das Gefühl, ihm gänzlich ausgeliefert zu sein.
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