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Kommandantenwechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Montabau im Jahre 1884. Links der scheidende Kommandant.Johann Baptist Hisgen. Rechts sein Nachfolger Adam Lö- wengruth.
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A I r die Feuerwehr Montabaur entstand
Ein Bericht von F. J. Löwenguth
Schon jahrelang war in Montabaur die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr geplant aber nie verwirklicht worden. Gewöhnlich deckt man den Brunnen erst zu, wenn ein Kind hineingefallen ist. - so auch hier. Den Anstoß zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr gab ein Ereignis, welches das Kreisblatt Nr. 46 vom 8. 6. 1872 wie folgt schildert:
Montabaur , 6. Juni 1872
Am Dienstag abend, gegen halb zehn.gab es in unserer Stadt Feueralarm. Es brannte im Hofe der Geschwister Löf am Rebstock. Allem Anschein nach war das Feuer von richloser Hand angelegt worden, denn man fand unter den an der Wand angelehnten Bohnenstangen, die schon lichterloh brannten, die Reste eines verbrannten Kleidungsstückes, mehrere Bündel Flachs und Hanf darüber Reiserholz und ein Schächtelchen mit Feuerzeug.
Dem glücklichen Umstand, daß das' Feuer sogleich bemerkt wurde und rasch Hilfe zur Stelle war, muß es zugeschrieben werden, daß nicht größeres Unglück über unsere Stadt hereingebrochen ist. Möge es der Polizei gelingen, den Täter zu entdecken. Abermals machen wir darauf aufmerksam, wie notwendig es ist, daß in unserer Stadt eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben tritt.
Soweit der Bericht des Kreisblattes. Ob man den oder die Täter erwischt hat, wissen wir leider nicht. Wie sehr sich die Bürger von Montabaur aber obigen Artikel zu Herzen nahmen, geht aus folgendem Aufruf im Kreis- blatt Nr. 65 vom 14. 8. 1872 hervor:
Freiwillige Eeuerwehr
Alle diejenigen, welche sich für eine solche interessieren, werden zu einer Besprechung am Donnerstag, den 15. dieses Monats, abends acht Uhr, in Gilberts Garten eingeladen. Im Aufträge:
J. B. Hisgen, Karl Neurohr, Wilhelm Bollentin, F.Stunz und J. Wörsdörfer
Dieser Aufruf hatte zur Folge, daß nach längeren Verhandlungen atn 25. August 18 72 im Gartenlokal "des Herrn Sauerborn" die Freiwillige Feuerwehr Montabaur gegründet wurde.
Hierüber berichtet das Kreisblatt folgendes:
Montabaur, 26. August
Zufolge geschehener Einladung des Komitees der Freiwilligen Feuerwehr hatte sich am Sonntag Abend ca.
70 junge Bürger und Bürgers-Söhne der Stadt im Sauer- bornschen Gartenlokale dahier eingefunden. Nach vor- ausgegangener definitiver Konstituierung des Vereins
wurde von den genannten Vorsitzenden der Herr Bauinspektor Schüler als Kommandant der Feuerwehr vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig angenommen. Darauf teilte man mit, daß unser Gemeinderat auf geschehene Anfrage die gemeinnützigen Bestrebungen des Vereins durch Überlassung vorhandener Löschgeräte, sowie durch Anschaffung noch fehlender Ausrüstungsgegenstände zu fördern versprochen habe.
Natürlich waren nach dem erfreulichen Anfang noch viele Hindernisse zu überwinden, bis der Verein im Bewußtsein der Bürger seinen festen Platz hatte.
Der Vorstand 1872
Schüler, Kommandant: Bauaufseher Brühl, Kommandantstellvertreter: Buchdrucker Johann Wörsdörfer, Adjudant;
Lehrer Herber .Sekretär und Kassierer, Kreisbote Geck, Obmann der Steiger; Gerber Hisgen, Obmann der Spritzen- mannschaft;4mtssekretär Knoth, Obmann des Rettungscorps; Zimmermann J. Offheim, Obmann der Steiger; St.Stunz, Obmann der Spritzenmannschaft; A.J. Isbert, Führer beim Rettungscorps; V. Oltinger; P. J. Wittmann; M. Kochern Spritzenmeister.
Im Ganzen bestand die Feuerwehr damals aus 89 Mann.
Die Ausrüstung.
Nicht nur die Aufteilung in verschiedene Mannschaften auch die Ausrüstung, über die eine Liste Auskunft gibt.
50-jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur. Ein Schnappschuß aus dem Festzug. Unser Bild zeigt die Kutsche mit den Ehrengästen und letzten Gründern der Wehr.
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